Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
772
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772 NN. Nr. 2487-2491.

Monogramme auf Blättern mit Bildnissen, historischen und allegori-schen Darstellungen, Vögeln, Ornamenten &c. Sie sind in der Regelsehr sorgfältig gestochen, selbst die Blatter von Nelli's eigener Hand.Auf den schönsten, und theils seltenen Kupferstichen kommt aber derName vor. N. Nelli seheint eine Copie der grossen Passion vonA. Dürer beabsichtigt zu haben, es blieb aber bei dem Blatte mit demleidenden Heiland, welchem ein Kriegsknecht das Rohr nicht. Helletnimmt die Originalseite an, so dass der Heiland rechts sitzen müsste,was nicht der Fall ist. Die Copie ist gegenseitig, unten steht dasMonogramm mit exe. 1&8Q. H. II Z. II) L. Br. 8 Z. 0 L.

Nelli's Adresse findet man auch auf der Copie der hl. Dreieinigkeitvon Martin Rota. H. 16 Z. 4 L. Br. 11 Z. 5 L.

2487. Unbekannter Formschneider, welcher im 16. Jahrhundert

tvt AT lebte. ' Ein Blatt mit den Initialen stellt die halbe Figur des-^ ■"• Heilandes mit der Weltkugel vor, 8. In der v. Derschau'schenSammlung ist ein neuer Abdruck.

2488. Niccolo Nelli, Zeichner und Kupferstecher, kommt obenN N ptc \ 7 ' n w ' ot ' e, '' 10 ' ton Malen vor, und wir bemerken dabei' nui',

x x • dass auf Blättern seines Verlages die Initialen N N exe.

NN del. \ vorkommen.

NN mm Die anderen Buchstaben deuten einen neueren Zeichner

jy xv mv. ) an Man flndot gie auf Kupferstichen von c. Orsolini

nach P. Ricchi und P. Lucchesi.

2489. Unbekannter Kupferstecher, wenn nicht Niccolo Nelli._ Er copirto das grosse Blatt von Andrea Mantegna, welches ein

"*■ Bacchanal mit dem von Faunen getragenen Silen vorstellt, B.No 20. Die verkleinerte gegenseitige Copie bat rechts unten die ge-gebenen Buchstaben. Wenn das Blatt aus der zweiten Hüllte des16. Jahrhunderts stammt, könnte nur N. Nelli als Stecher oder Ver-leger vermuthet werden. Indessen wurden auch in späterer Zeit Kupfer-Stiche von Mantegna copirt.

2490. Unbekannter Kupferstocher, welcher in der ersten HälfteAP yV° r / c ' os **• Jahrhundert» thätig war. Ein Blatt mit diesen

»ZK. JV- JOUfi- B uc hstaben stellt den am Fnsse des Baumes liegendenhl. Sebastian vor, wie St. Irene sich um ihn beschäftigt. Links untensteht: Anl. Bai. (Balestra) inu. N. N. scitlp., kl. fol. Der MeisterN. N- gehört wohl der französischen Schule an.

2491. Niccolo Nelli, Zeichner und Kupferstecher von Venedig,/iÄ/p-yTp kommt oben No. 2481! unter einem aus A' N bestehen-IViT j JNeO j orl Monogramme vor, er bediente sieb aber auch de»

KKT'P gegebenen Zeichens. Man findet es auf Blättern n»

-tVV-f . Bildnissen, historischen Darstellungen, Vögeln und Orna-

menten. Das zweite Zeichen stobt auf dem Bildnisse des OctaviUSFarnese, Parmac et PI. Dux II. 1867, 1. Das dritte Monogrammfinden wir auf einem anonymen Kupferstiche von Martin Rota, '[ IU [daher ist N. Nelli Formis zu lesen. Dieses Blatt gibt das geharnischteBrustbild des Erzherzogs Carl von Oestcrreich in einem verzierten Oval-Das Emblem mit zwei im Meere stehenden Delphinen hat das Motto:Audaces Fortuna Juvat. Das Monogramm ist in der Verzierung'und rechts iWo. H. 8 Z. Br. ü Z. 10 L. Dieses Blatt bildet dasGegenstück zum Bildnisse des Kaisers Maximilian II. : Martin RoM;sebenzan fecü, Nicol. Nelli exe. i060. Diese beiden Blätter kenntBartsch nicht.