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770 NMD. Nr. 248).
248L Nikolaus Manuel, genannt Deutsch, Maler und Form-schneider, geb. zu Bern 1484, gest. 1880, fandan Dr. G. Grüneisen I8:t7 einen Biographen)
und aus dem Werke desselben haben wir denArtikel im Künstler-Lcxicon gezogen, so das!wir uns hier kurz fassen können, Sandrartlässt den Künstler von einer vornehmen eng-lischen Familie abstammen, J. (!. Füssly glaubteaber an die englische Abkunft nicht, und wiesdafür den Künstler der französischen Familieder Cholard zu. Jetzt weiss man, datfManuel der natürliche Sohn eines ManuelAlleman war, und somit erklärt sieh der Beiname Deutsch.Nikolaus Manuel trat 1 ;><>!( mit Katharina Frisching in ein ehelichesVcrhältniss, und im Ehekontrakte linden wir einen Nikolaus DutZ"mann, d. i. Deutschmann, Alleman, als Zeuge unterschrieben, welcherdemnach mit dem Künstler in Verwandtschaft stand. Im .Jahre ISÜwurde er in den grossen Rath zu Hern gewählt, welcher ihm späterin den Reformationswirren verschiedene Missionen anvertraute. Ansein Haus in Bern malte er den von seinen Frauen umgebenen KönigSalomon in Fresco. Auf einer Copie dieses Bildes sieht: NICOLAISMANVEL VN BERN 1Ü18, und auch der Dolch ist beigefügt. Aneiner Mauer des Dominikaner-Klosters in Born malte er zwischen denJahren iül!»—l. ! >2l den Todtcntanz in Fresco, welcher nur durch dieCopien des Malers Wilhelm Stettier erhalten ist. Die Compositionkennen wir in den Lithographien von J. Bergmann: Nicolaus ManuellTodtentanz, gemalt zu Bern, lithographirt nach den getreuen Copie"des berühmten Kunstmalers Wilhelm Slettler. 24 Blätter mit Manuel*Bildniss, gr. gu. fol. N. Manuel fand als Künstler von Talent wenigBeschäftigung, denn er sagt in einer Eingabe an den Rath, dass lfc>seine Kunst nicht nähre. Er nahm wohl desswegen Kriegsdienste inFrankreich. Manuel war 1832 bei der Belagerung von Novara, wurdeaber an der linken Hand verwundet, und kehrte desswegen i!>2U wiedernach Bern zurück. Jetzt erhielt er die Stelle eines Amtmannes '"Erlach am Bieler See. Aus dieser Zeit ist kein Gemälde von seinerHand bekannt, das Museum in Basel bewahrt aber viele Zeichnungen)welche theils in .jene Periode fallen, meist aus der Sammlung vonAmcrbach. Eine Zeichnung von 1813 stellt drei Nachtwächter vor.Darunter ist auch ein männliches und ein weibliches Brustbild, einRittersmann, ein Landsknecht, eine weibliche Figur. Eine Zeichnungmit dem zweiten Monogramm in Doppellinien mit dev Jahrzahl Ü>' sstellt einen Schweizer mit der Hellebarde und dem Schwerte dar.Diese und andere Zeichnungen sind theils mit der Feder meisterhaftumrissen, auf Tonpapier ausgotuscht und weiss gehöht, theils in Kreideausgeführt. Sehr schön sind auch 24 Zeichnungen auf Ellenbein ansder Amerhach'schen Sammlung. Das Museum in Basel bewahrt aucflGemälde: Bathseba von David belauscht 1817, Luerctia 1817, und dieEnthauptung des Johannes ohne Datum. Diese Bilder besass ebenfallsAmcrbach. Auf Zeichnungen ist häufig neben dem Monogramme ancnder Dolch beigefügt. Passavant glaubt, den Dolch hätten diejenige»Künstler beigefügt, welche Kriegsdienste genommen, Allein N. Manne'hatte den Dolch schon beigefügt, che er als Landsknecht nach Krank-reich zog.
Nicolaus Manuel Deutsch betaste sich auch mit dem Holzschnitt 8 'wozu ihn nach Passavant die Noth gezwungen haben dürfte. Man Und«sein Monogramm auf Leisten zu Titeleinfassungen und auf Vig»c tteI1