Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
720
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720 N. Nr. 2287-2290.

wohl sicher, dass er damals in Münster gelebt hat. Daraus erklär'sich auch das weitere Zeichen des Meisters, welches aus N WM be-steht. Auch die Initialen I\l XV, und ein aus diesen bestehendes Mono-gramm fügte er bei.

Das Blatt mit dem ersten Zeichen (1533) stellt den Planeten Venusvor. Die Göttin sitzt auf dem Wagen, hält mit der rechten Hand denApfel, und mit der linken einen Pfeil. Oben ist das Zeichen der Waageund der Name VENVS. H. 1 Z. 7 L. Dr. 2 Z. 7 L. Das Blatt mitdem zweiten Zeichen stellt einen Bauer mit Eiern im Korbe vor. Erträgt Hahnenfedern auf dem Hute, und einen Stock. H. 2 Z. 2 L-Br. 1 Z. ii L.

Diese beiden Blätter kannte Bartsch nicht.

2287. Zeichen der Porzellan-Manufaktur in Capo di Monte.«ÄÄ2K ^ei Neapel. Im Jahre 1750 gegründet, producirte sie^qgjgr* e j ne grosse Anzahl von bemalten Geissen und kleinen

*^ir' r -^ Figuren. Letztere sind miniaturartig decorirt, und in

N| den Fleischtheilen punktirt. Im Jahre 1799 wurde 4M; 1 v» Betrieb eingestellt. Ueber die Majolica i von Castell'und die Manufaktur in Neapel gibt Diego Bonghi Aufschluss: La fig tt "lina di Castelli. Intorno alle majoliche di Caslelli —. Napoli iu^'

2288. Unbekannter FaVence-Maler, welcher in der zweiten Hälft edes 10. Jahrhunderts in Never.s lebte. In dieser Stadt wurdeum 1550 eine Fabrik gegründet, aus welcher bemalte Gefässenach Art jener in P'aenza hervorgingen. A. Demniin (Guidede Vamateur de Fai'ences et Porcelaines p. 99) gibt Nach-richt über diese Fabrikate, und erklärt das Monogramm auf einenunbekannten Maler N V. Brongnart nimmt es als Fabrikzeichen au«der Zeit vom 17. auf das 18. Jahrhundert. Aus dieser Zeit stammenGefässe mit Figuren im chinesischen Style. Die alten Faiencen mitdiesem Zeichen stammen aus dem 1(5. Jahrhundert.

In der Raccolta Correr zu Venedig ist eine Platte mit der Jahr-zahl 1535 und einem ähnlichen Zeichen, welche Jupiter und Ganymeuin der Landschaft vorstellt. Auch in der Collection Soulages sin»Gefässe mit diesem Zeichen, in welchem Robinson, der Verfertigedes Cataloges der Sammlung, die Buchstaben VI N erkennen *'"•,'vermuthet darunter den Namen des Vincenzo Andreoli, des Sohne-des Giorgio Andreoli von Gubbin, welcher 1538 auftritt. In der Manu-faktur zu Nevers wurden die alten italienischen Faiencen nachgeahmt-

2289. Eugen Neureuther, Maler und Radirer in München, be-i 6 n'\ hauptet im zweiten Bande No. 1697 einenJT <r>» ausführlichen Artikel, indem wir ein Ver-e*=w? 1^1 <n 0k zeichniss seiner Blätter geliefert haben. l« s"VT -C V,Jtl,Ä.V Monogramm des Künstlers besteht gewöhn-lich aus den gothischen Buchstaben Efl, und nur selten fügte erallein bei. Das radirte Blatt mit N 104.3 stellt drei Kinder vor, wc'cntim Brustbilde einen Tisch umstehen, auf welchem drei roh gcarbciitc ^Wägelchen von einer Lokomotive gezogen werden. Links vorn peitsein Knabe sein hölzernes Pferd, links hinter den Kindern sitzt cistrickende Mutter, und rechts im Schatten der Vater. H. 2 Z. *Br. 4 Z. 11 L. Mehrere andere Blätter sind II. No. 1697 verzeichne.

2290. Michael Neher, Architekturmaler in München, ist• ber "^unter MN eingeführt, und unter dem Monogramm NM kon " .,wir auf ihn zurück. Der Buchstabe N steht auf Fedorzeichniiijß^

' jnit Scenen aus dem römischen und neapolitanischen Volksieiw

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