Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
696
Einzelbild herunterladen
 

696 MV-MVC. Nr. 2213-2217.

2213. Unbekannter Maler, welcher in der zweiten Hälfte desjiji tt 17. Jahrhunderts thiltig war. Wir sahen eine Landschaft mit1VI V . einem Schlosse auf dem Berge, an dessen Abhang Vieh weidet.Dieses Gemälde hält den Vergleich mit P. Potter aus.

2214. Mathilde Prinzessin von Bayern, Tochter des Königsx a ~\ Ludwig I. von Bayern, Gemahlin des Grossherzogs Ludwig

T^Hj von Hessen, malte mit Erfolg Landschaften mit ArchitekturV'" in der Weise des Dom. Quaglio. Auf solchen Gemälden, undauf Zeichnungen kommt das Monogramm vor. Die Grossherzogin Mathildestarb 1862.

2215. Moses van Uytenbrouck oder Wtenbrouck, Maler und7 . Radi,er, welcher um 1620—1640 blühte, be-

m. V. B. I hauptet im Peintre-graveur V. p. 81 eine Stelle,

M V BROVCK I un< ^ a " cn ' m Künstler-Lexicon haben wir aus-' führlich über ihn gehandelt. Bartsch beschreibt58 Radirungen, R. Weigel zählt aber 67 auf, und geht in seinenSupplementen zum Peintre-graveur auch auf die Abdrucksgattnngengenauer ein, als Bartsch. Auf den Blättern steht der Name M. Vten-broeck und Vtenbruck, dann M. V. Wtenbrouck, M. Wtenbrouck,M. V. Vylenbrouck, und die Abbreviatur des Namens.

Die Initialen M. V.B. findet man auf dem Blatte No. 13 ans derFolge mit der Geschichte des Tobias, B. No. 13—16. Es stellt denalten Tobias vor, wie er seinen Sohn dem Engel empfiehlt. Untennach rechts : M. V. B. 1020, links : Broer Jans excu. Hage. H. 4 Z.9 L. Br. 6 Z. 9 L. Heinecke schreibt dieses Blatt einem M. V. Broers zu.

Die Initialen M. V. B stehen auch auf einer landschaftlichen Ra-dirung mit einem Eseltreiber und einer Ziegenheerde, B. No. S2. Imzweiten Drucke steht oben rechts M. V.B. mit der Adresse von Hondius(Hh). H. 4 Z 9 L. Br. 6 Z. 8 L.

Die Abbreviatur M. V. Brouck findet man auf drei Blättern, derenzwei Bartsch No. SO und 51 beschreibt. Sie stellen Indier vor, wie sieTabakblätter sammeln. Sie gehören zu einem seltenen Werke: Tabaco-

logia: hoc est Tabaci seu Nicotianae descriptio ------. Per Johannem

Neandrum. Lugduni ßatav- (Elzevir) 1022, 1626. H. 4 Z. 2 L.Br. 5 Z. 2 L.

Ein drittes Blatt mit der Abbreviatur stellt den Merkur in Unter-redung mit Argus vor. Im zweiten Drucke steht links unten : M. V.Brouck 1621, und in der Mitte: J. C. Visscher ex. B. No. 19-H. 3 Z. 8 L. Br. 6 Z. 9 L.

2216. Unbekannter Bildhauer oder Steinmetz, welcher um 1S70ci , in Cöln thätig war. Das Monogramm findet man an der

]f\/\ 0 Südseite der Kirche zur hl. Maria im Capitol. Er fertigte)/v4 / das äussere Thürgewende. Der Meister ist vielleicht Paul1 \. Mergen von Cöln.

2217. Carl van Mander, Historienmaler, ist IV. No. 819 mit

n einem ausführlichen Artikel bedacht, und wir verweisen auf

J^* denselben. Der Künstler bediente sich gewöhnlich eines aus

yyX KM oder KVM bestehenden Monogramms, und auch die

l^X Initialen K.VM. kommen vor. Das gegebene Zeichen findet

mau auf Kupferstichen mit Scenen aus dem Volksleben. Der Stecher,

Balthasar Silvius, deutete durch BS seinen Namen an.