Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
693
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MV. Nr. 2200-2201. 693

2200. Martin Veit soll der Verfertig« eines Altares mit Schnitz-wcrk und Malereien hcisson, eines Werkesaus dem Ende des iä. Jahrhunderts. DieserAltar war ehedem in der Kirche zu Alders-bach in Niedorbayern, und befindet sichjetzt in der Sammlung des k. b. Kreis-Bau-Inspektors Schmidtner in Landshut.In der Mitte des Altares ist ein bemaltesSchnitzwerk, und auf den SeitenflügelnMb« Scenen aus der Passion vorgestellt. Unten auf der rechten Seitelst das Monogramm in einem gothiscben Schilde auf gelbem Grunde,^ n d links ist ein zweiter abweichender Schild mit drei hochrothon'"'igeln auf gelblichem Grunde, und über diesen bemerkt man ein^'niioberrothos Dreieck. Ein Maler oder Bildschnitzer Martin Veitlst uns ganz unbekannt, auch stimmen die beiden Schilde eher für!j*? n Stifter des Altares, als für einen Künstler. Der namhafteste Maler^'ederbayems aus jener Zeit ist Alexander Nikolaus Mair von Lands-üllt . I. No. 987.

"201. Unbekannter Kupferstecher, welcher in der ersten Halft«# ==5 ^s des Ki. Jahrhunderts tbiitig war. Er gehört der säcjisi-

fvlvC scheu Schule an, und copirte die. Folge der Marter der

V v'M'' Apostel von Lukas Cranach, B. No. 37—48. Die Copien

J s *-" / > -Ml sind von der Gegenseite radirt, und so selten, dass

artsch VIII. p. 22 nur drei Blätter beschreiben konnte. Der Meister

V brachte Veränderungen an. Das Blatt mit der Marter des hl. Paulus

K »nnte Bartsch nicht.

. 1) St. Petrus mit Stricken an das Kreuz gebunden. Drei Knechte•"(1 beschäftigt, das Kreuz in die Erde zu stellen. Im Hintergrundeinu zwei Schlösser, während im Original nur ein Gebäude auf dem

Her ge steht. H. 6 Z. Br. 4 Z. 8 L.

R 2) St. Andreas mit ausgespannten Beinen und Armen an zwei

ßaiken gebunden. II. ti Z. Br. 4 Z. 8 L.

f -v st. Jacobus major knicend, wie ihn der Henker am Haupte

,as st. Linkg drei Personen zu Pferd. II. (i Z. I L. Br. 4 Z. 9 L.

ein ' )or Evangelist Johannes im Priestcrgowande im Tempel mit°in altdeutschen Altar. Im Grunde sind viele Personen. Im Ori-

5'j , | e steigt Jobannes die. Treppe allein herab, in der Copie steht einn «l>c daneben. Am Antependium des Altares sind drei Engel statt

uea sächsischen Wappens vorgestellt. II. 0 Z. Br. 4 Z. 8 L.

Br «'l St -^"i'iPP" 8 ' n einer Landschaft an das Kreuz geheftet. H. 6 Z.

ti „ 6 ) St. Bartholomäus auf dem Kreuze ausgestreckt und geschunden.°" 6 z - Br. 4 Z. 8 L.

t ') St. Thomas vor dem Altare von einem Kriegsknechte mit der<anze durchbohrt. H. 6 Z. Br. 4 Z. 8 L.* Z » St- Matthäus enthauptet auf dem Boden liegend. H. 6 Z. Br.

H p * '• Jac °lms minor im Tempel von der Kanzel herabgestürzt.

ln\ Br ' 4 Z ' 8 L '

H fi r) St. Simon von Schergen in der Mitte von einander gesägt.

' ,f: Br. 4 Z. 8 L.

los £*• Judas Thaddaus mit der Keule erschlagen. H. 6Z. Br.4Z.8L.Br i v Mathias knicend mit dem Kopfe unter dem Fallbeile. H. 0 Z.

strftmo ' ^ >au ' ,la enthauptet auf dem Boden liegend, wie zwei Blut-un >e aus der Wunde gehen. H. 6 Z. Br. 4 Z. 7 L.