684 MS. Nr. 2162-2163.
nisse des Bildhauers Herkules Ferrata. Einseitig, M. S. IGflt. Sehrgross und selten ist der Bronzomedaillon mit dem Namen: VICTORIAMAG. DVC. ETR. Diese Victoria ist die Wittwe des GrosshorzngsFerdinand II. von Florenz. Auf dem Avers mit dem Bildnisse steht:M. SOLD. F. Die Rückseite zeigt eine schöne Gruppe mit einer Figur,welche eine Perle in der Schale hält. M. S. Idliö. Der Medaillon aufden Arzt Johann Inglis mit Minerva und der Dea Salus ist ebenfallsM. S. gezeichnet. Auf anderen Medaillons kommen die BuchstabenM. S F. vor, wie unten zu ersehen.
Martin Schmeltzing-, Stempelschneider in Leyden 1696—1712.
Marco Soranzo, Münzaufseher in Venedig 1765—1766.
2162. Matthäus Schultos, Formschneider in Ulm, war um 1670TA ^ hA r tMiit 'S' Zahlreiche, aber geringe Holzschnitte von
__J \o*, I J*j- 8e j„ er Hand findet man in: Biblia, das ist dieganlze Heiline Schriff'l — durch D. M. Luther. Ulm, Lommer 107 1,toi. Die biblischen Darstellungen mit verzierten Randleisten sind inden Text eingedruckt.
2163. Unbekannter Formschneider, welcher um 1545—1580 in
-ATaS"' NX- S' Nürnberg thätig war. Von Melchior Schwarzenberg
VJU . kann keine Rede seyn, da dieser nicht in Nürnberg
Mf j 'S lebte. Die Titelblätter zu M. Luther's Hauspostille
und Kirchenpostille. Nürnberg 1545, 1552, 1560 werden ihm aber zu-geschrieben. Ohrist spricht von einem Martin Schön, welcher um 1550in Nürnberg gelebt haben soll, wir finden aber keine Nachricht über ihn.Zu den Ilauptblättem des Meisters gehören die Holzschnitte in :Der Stat Nürnberg verneute Reformation löG'i: Nürnberg, Geissler
1) Das Titelblatt mit den ersten Initialen stellt einen Triumph-bogen dar, auf welchem zwei geflügelte weibliche Figuren die Kaiser-krone über den Reichsadler im Schilde halten. Links in der Seiten-leiste steht der Kaiser mit Buch und Lanze, rechts ein Mann im Mantelmit einer Tafel. Unter dem Kaiser steht: Imp. Custos Legum, unterdem Manne mit der Tafel: Lex Donum Dei. In der Mitte untensind die beiden Wappenschild« der Stadt Nürnberg, und rechts -M-S'H. 10 Z. 5 L. Br. 6 Z. 8 L.
2) Das zweite, sehr selten vorkommende Blatt in dem genanntenWerke stellt die freie Stadt Nürnberg als Matrone mit der Justitiaund Liberalität vor. Sie gebietet diesen Schweigen, indem der Friedemit auf die Knie gestützten Händen schläft. Die Liberalitas leert denGeldbeutel in einen Motzen ans, um das Verdienst zu belohnen. Ueberden Figuren steht: RES. PVB. IVSTITA. PAX. LIBERALITAS. Ueberder Stadt im Grunde schwebt Gott Vater. Unten in der Mitte stehtMS. II. 10 Z. Br. 6 Z. 1 L.
3) Die Blätter in: Biblia, das ist, die ganlze heilige Schriffldeudsch. D. Marlh. Luth. Wittenberg, Hans Lttfft l r >72, 1884, fo>-Die MS gezeichneten Blätter tragen theils die Jahrzahl 1572, und siekönnen daher nicht von M. Schwarzenberg herrühren. II. 4 Z. 3 L.Br. 5 Z. 8 L. Vgl. No. 483, wo über den Illustrator Johann Teufelgehandelt ist.
4) Die Titeleinfassung zu Spangenberg's Ausslegung der Epistelnnd Euangelien. Nürnberg 13(10,-t'o\. Die Titeleinfassung zum drittenTheile stellt unten im verzierten Cartouchc die Verklärung Christi vor,mit der Unterschrift: Hie est filius mens etc. Rechts sitzt ein alternackter Mann mit der Hirtenpfeife, links Apollo. In der Leisto links