678 MS. Nr. 2149.
2) [I?. 21] Die grosse Kreuzschlcppung.
Die Abdrücke vor dem Küastlerzeichen sind äusserst selten.
3) [B. (>.] Die Anbetung der Könige.
Der Meister AB IN. I. No. 223 bat dieses Blatt eopirt.
4) Die hl. Gertrud stehend von vorn gesehen, mit der Palme inder linken, und dem Buche in der rechten Hand. Die langen Haarefallen über die Schulter herab, und das Haupt ist mit Blumen ge-schmückt. Zu ihren Füssen liegt ein Lamm. In der Mitte unten dasZeichen. H. 5 Z. 7 L. Br. 3 Z 9 L.
.'») [H. 69.] Der leidende Heiland mit Maria und Johannes.Man findet neue Abdrücke einer Imitation des Originals, welchenicht zum Abdrucke bestimmt war. Rund, 8.6) [11. 107.] Das Raurhfass mit Kugeln.Martin Riester hat dieses Blatt eopirt.
VII. Abtheilung, bei Bartsch p. KW. ff., und bei Passavnnt p, 112 11.Ali Supplement zum kiinsllcr-Leucon XV. S. 450 II
Bartsch verzeichnet 17 Blätter, welche ein Zeichen tragen, dasjenem des M. Schonganer ziemlich ähnlich ist, so wie oben in derdritten und vierten Reihe. Diese Blätter sind aber im Machwerk ganzverschieden, die wenigsten nach M. Schonganer. Auf den Blättern desMartin Schonganer kommen die Zeichen der ersten und zweiten Reihevor, und man ersiebt daher den geringen Unterschied.
Der Verfertiger dieser Blätter, welche aus den beiden ersten De-Cennien des 16. Jahrhunderts stammen, scheint das Zeichen des MarlinSchongauer nicht zur Täuschung angenommen zu haben, da er diesemMeister nicht nachahmte. In früherer Zeit schrieb man ihm Kupfer-stiche mit MS zu, nämlich solche, welche Bartsch in dieser Abtheilungbeschreibt. Die Sammler nahmen sie aber noch häufiger für Arbeitendes Martin Schön. Die Ausscheidung nahm erst Bartsch 181)8 vor.Martin Seen war der Zeitgenosse des Franz Floris, und arbeitete inMiddelburg, wo er 1374 auch starb. Immerzeel macht einen Martinde Secu aus ihm, über welchen Ch. Kramm schweigt. Auch in Italienwar ein Martino Seen bekannt, aber wohl nur durch Verwechslungmit Martino Scon, d. h. Martin Schiin, welchen die Italiener auchBei Martino und Martino d'Anversa nannten. Ein Martin Seen ausUnmerswalcn hat gelebt, und vielleicht sind einige Blätter von ihm,da sie theils einen niederländischen Meister verrathon. Auf einemfinden wir auch die Adresse von Martin Petri, welcher zu jener Zeitin Antwerpen lebte. Auf anderen Blättern scheint das Zeichen desMartin Schonganer absichtlich beigefügt worden zu seyn.
I) [P.A.] Christus im) Kreuze mit nach links geneigtem Haupte.Rechts und links betet je ein Engel an. Maria im Mantel und Schleierkreuzt die Hände, und rechts erhellt Johanne« die linke Hand. ImHintergründe der reichen Landschaft bemerkt man die Stadt. Recht*sind Felsen und Gebäude auf der Anhöbe, an deren F'uss eine Quelleentspringt. H. U) Z. 3 L. Br. (i Z. II L.
Dieses schiine, im niederländischen Charakter behandelte Blatt istim ersten Drucke ohne Zeichen. Später wurde es neben dem Todlrii-kopf am Fusse des Kreuzes eingestochen. Vasari lagt, dass Gherardoein Blatt mit Christus am Kreuze zwischen Maria und Johannes eopirthabe, es scheint sich aber kein Abdruck erhalten zu haben.
im
2) [B. 3] Die Krenzabnehmung. Der Leichnam des Herrn liegtSchoosse der Maria, und dabei sind drei heilige Frauen und