Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
677
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MS. Nr. 2149. 677

annhersarium. Obiit die purificationis Mariae (\J^2^\orZlLXXXVIU. Daraus mussteman irbliess«. das* der Kit.st er de,a8. Februar 1488 gestorben sei. Die Original-Urkunde bztt-aber Hngot>^l,t vor sich, sondern einen Auszug, in »elcbemjder Sehrber1488»tatt 1498 oder 1499 gesetzt haben könnte. In. Wickrams U "St- Marti,, fand Hugo! selbst wieder, dass Martin Seho. gauer1490eine Erbschaft gemacht hatte. Die Glaubwürdigkeit des Anarag« andem Brnderschaftsbuche ist also erschüttert, und Hans Burgkmair ver-dient daher mehr Berücksichtigung. „„Wen wurde, Es fragt sich aber, ob M. Schonganer in Colmar gebwen wurdeIm Jahre 1488 war er vermutblich noch nicht 1«.Jener Stadt, denn««mal, wurden die Bilder des Hauptaltare. In St. Martidem. OMparJsenman, einem geringeren Meister, übertragen. Sie bohnden sich jeZ™ Museum zu Colmar. Im .Jahre 1473 malte M. Scbongauer das be-rthrate Bild der hl. Maria im Rosenhag in der genannten Kirrte. Seinefrühere Anwesenheit in Colmnr ist nicht documeutirt. Im Börgerbncbekommt anter dem Jahre 1448 ein Goldschmied Kaspar Schongauer _vor,welcher 1468 starb. Diess war vielleicht der Vater unsers Kttnsterl,w ohl ein Angsburger, der demnach mit seinem Sohne nach Colmar«bersiedelte. Albert Dürer traf 1492 in Colmar w.eder einen KasparSchonganer, dieser muss demnach Martin'» Bruder gewesen seyn. LudwigBchongauer, ein zweiter Bruder unsers Meisters blieb lange in Angs-^fg, und er allein kommt im Bürgerhncbe der Stadt vor. Ueber ihnhaben wir aber unter LS No. 1843 gebandelt, sowie über seinen SohnMartin, so dass wir zwei Martin Schonganer haben.. I)a die Spur unsers berühmten Meisters nicht in Angab rg ent-deckt werden konnte, wandten sich die Kniistforscher nach Um,«ein älterer und ein jüngerer Martin Schön oder Scbonganei , dam.Barthel Schiin u s w. eingebürgert gewesen seyn sollen. Allein lio-essor Kassier Verhandlungen des Vereins für Kunst und A terthum'" Ulm und Oberschwaben 18öS S. 76) bat alle Ulmischen Urkundennnd Copialien auf (bis Sorgfältigste durchgegangen aber rieb;in einereinzige^ den Namen Schön oder gar Martin Schön oder Schongawergefunden, was zu Grüneisen'. Buch (Ulms Kunstleben 1840 und zumKünstler-Lexieon bemerkt wird. Der Name Martin kommt aber alsder eines oder mehrerer Maler vor, von 1398 bis 1401. >ur einLudwig Scbonirawer ist 1479 eingetragen. .

Bartsch v!' i103 ff. beschreibt 110 Blätter von M. Schonganer.Nur auf KnpfeUhen kommen die Initialen vor, niei auf.Gem., den.Auf Zeichnungen sind die Initialen mit der Hausmarke fast durch-gängig von fremder Hand hinzugefügt. E. Harzen (Naumanns ArchivVI. 8741 Um? Martin^Stecher, mit Hindeutnng auf den traditionellenlarKnsSäew, welch«Schober als Lehrer des A. Dürer angibt.Passavant p109 gibt einen Anhang von 17 Blättern, welche in«euer Zeit von Silberplatten im Museum zu Basel gezogen wurdenEs existiren nur 18 Exemplare. Dem Verzeichnisse von Bartsch fügtPassavant einige Bemerkungen bei, besonders hinsichtlich der altenCopien. Wir haben aber auch sehr schöne neue Copien von AloisPctrak in Wien in Originalgrössc. Darunter ist die Passion, B. No. 9bis 20. Ferner' copirte Petrak No. 23, 88, 28, 30, 34-45, 46, 88.

Supplemente zu Bartsch und Passavant.

1) Christus am Oelberge betend. Im Vorgrunde schlafen die Apostel.un d links hinter dem Felsen kommen die Häscher hervor. Rundes Blatt,Durchmesser 4 Z

Die Platte scheint ursprünglich nicht zum Abdrucke bestimmt ge-wesen zu seyn. Wir kennen nur einen schönen neuen Abdruck.