664 MR. Nr. 2097—2098.
In Dresden sind zehn Gemälde von M. Ricci. Auch in Turin und inenglischen Gallonen ist der Künstler stark vertreten. Auf einigenGemälden ist ein dem ersten ähnliches /eichen. Die linderen Mono-gramme, auch verkehrt, kommen auf den radirten Blättern diesesMeisters vor. Bartsch XXI. p. 313 beschreibt eine Folge von 20 Blät*tern, wozu das von A. Faldoni gestochene Bildniss Ricci's gehörteNach Bartsch findet sich nur nuf No. I, 17, 18, 19 u. 20 das Mono-gramm, es steht aber auf allen Blättern. Bartsch müsstc nur Prohe-drucke ohne Monogramm gesehen haben, Die Dedication ist nur aufBlatt No. 10 im Bilde beigefügt, den übrigen Blättern ist sie durch12 bis 13 Linien breite eigene Platten an (gedruckt, wovon Bartsehnichts sagt. Es ist wohl nicht denkbar, dass die Platte unten abge-nommen wurde, nachdem sie bereits die Dedication hatte. Die mitStaffage versehenen Landschalten sind im Formate ungleich. Acht der-selben sind 10 Z. 6—9 L. hoch, und l!i /. 9 L. breit. Dann folgenzwei Blätter von 14 Z. (i—8 L. Höhe und II Z. 0 I,. Breite. Zehnandere. Landschaften sind 9 Z. hoch, und 18 Z. breit. Der Titel derGesammtausgabe lautet: Varia Marc/ Ricci pictoris praeslantissintteepperimenta ab iptomet autore inventa, deltneata et ineita, et a mtCarlo Orsolini in lucem edita. Anno D.U.CC.XXX. Venetiis. I ):|STitelblatt ist von Orsolini gestochen.
2097. Matthäus Remhold, Kupferstecher zu Ulm um 1630, hinter-liess architektonische lilättcr nach Joseph Furtenbach u. A. Das
^'^ Monogramm findet man auf einem Kupferstiche mit der Ansichtdes Berges Sinai, fei. Auf anderen Blättern stehen die Initialen MR-Sie gehören in Furtonbach's Archüectura universalis. Ulm KiSli.
2098. Moriz Rngendas, Maler und Zeichner, geb. zu Augsburg
K) //TD 1799, malte in seiner frühen Zeit Landschaften\ ///Xy mit Thieren, besonders Pferden, dann auch solcheQ n y ( / ^7 1 )-- ' mit 1 '" i g>"' cn nml Architektur, und fügte auf den-/ O 0 'i /// \ - selben das Monogramm bei. Auf andern Bildernsteht Mauro Escudero als Künstlername. Sein Urgrossvater GeorgPhilipp Rngendas hatte in der Schilderhent zu Rom den Namen EÜ aSSchild, und Moriz übersetzte den deutsehen Schild in Escudero. Uebe rseine Reise nach Brasilien, und das Werk, welches als Resultat der-gelben von 1827—183:; bei Engelmann in Paris erschien, haben w' rschon im Künstler-Lexicon berichtet. Auf einer zweiten Reise in Süd-Amerika sammelte er eine Menge Zeichnungen aus der Menschen-»Thier- und Pflanzenwelt in jenen Länder-Strecken, konnte sie ab"inicht zur Publikation bringen. Nach der Rückkehr aus Amerika ver-lebte M. Rngendas mehrere Jahre in München, wo es ihm 1848 gelang]gegen seine Zeichnungen von dem Staate eine Leibrente zu erlange' 1 -Sie werden jetzt in der k. Handzeiehnungs-Snmmlung aufbewahrt. DJjjerste Monogramm findet man auf einem Gemälde mit der Ansicht eineamerikanischen Urwaldes. Dasselbe Bild ist auch durch eine Ä r " s . s i iOriginal-Lithographie bekannt. Das zweite Monogramm, auch seinegestellt, kommt auf Zeichnungen vor. Das letzte Werk des Künstlers,ein grosses Gemälde für das Maximilianeum in München, welches oiEntdeckung von Amerika vorstellt, bereitete dem Künstler Unannehm-lichkeiten, indem er eines Gehülfen bedurfte, welcher in der Tech n'erfahrner war als er. Rngendas verliess dann München, und Hess siezuletzt zu Weilheim an der Teck nieder, wo er Ruhe und Erhol''"»'suchte, und 18U8 starb. In der Allgemeinen Zeitung No. 188 ist »»"ein Nekrolog gewidmet.