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4 (1871) IMM - SH
Entstehung
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650
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650 MP. Nr. 2050-2055.

2050. Melchior Paulus, Elfenschnitzer, war um 1703—1733 inAT) Göln thätig. Er hinterliess sehr schöne Reliefs, theils halb,1 V I theils lioch erhoben. In der Schatzkammer des Domes zu Cölnsind zehn kleine Tafeln mit Vorstellungen aus der Passion, und auchim Privatbesitze sind Bilder von ihm. Der Künstler fügte das Mono-gramm selten bei.

2051. Martin Pepyn, Maler von Antwerpen, wird zu RubensSchülern gezählt, und man sagt, dieserMeister sei eifersüchtig auf ihn gewesen.Dieses ist unrichtig, und auch sein angeb-licher Aufenthalt in Italien nicht erwiesen.Rubens konnte keinen Nebenbuhler in ihm

gefürchtet haben. Den 15. März 1458 stand Isabella Braut, die Fraudes Rubens, seiner ältesten Tochter Martha zur Taufe. Das Geburts-jahr des M. Pepyn ist unbekannt. Unter dem von A. van Dyck ge-malten Bildnisse des Künstlers steht: Me Pictorem Pictor pinxit P-Ant. van Dyck Eques illuslri.i A°. ü. IMS Aet. Me. LVI1I. DieseInschrift ist von Pepyn selbst angegeben, und wir können daher an-nehmen, dass er 1!>74 geboren wurde. Im Catalogue du Musee d'An-vers 1887 ist angegeben, dass der Künstler den 21 Februar i 575 in derCathedrale zu Antwerpen getauft wurde. Ist nun die Inschrift des jetztbei E. Le Roy in Brüssel vorhandenen Gemäldes unrichtig? Im Jahre1000 wurde er als Lehrling im Gildeboek von St. Lucas eingeschrieben,was mit einem Schüler des Rubens nie der Fall war. Das Todesjahrist unbekannt. Man gibt 1041 und 1043 an. In der Kirche des H°"spitala und der Dominikaner zu Antwerpen sind Gemälde von M. Pepyn-Das Museum daselbst bewahrt vier Gemälde, und darunter hat jenesmit dem Durchzug der Israeliten durch das rothe Meer das obigßZeichen mit der Jahrzahl W2(i. Brulliot II. No. 2011 gibt dasselbeMonogramm und die Jahnabi Ifll*. Er hatte von einem Gemälde »nder Weise des Franz Floris Kunde, welches aber dem Peter Mool zu-geschrieben wurde. Gemälde des M Pepyn von 1014 kennen wir nicht.Ausser Antwerpen findet man selten ein Bild von ihm.

2052. Unbekannter Kupferstecher, welcher gegen Ende oeski) L 10. Jahrhunderts thätig war. Das Monogramm findet man au

1 ' Jr einem Blatte in der Weise der Wierx'schen Schule. Es stellBacchus und Ariadne unter einer Weinlanbe sitzend vor. Oben sitzebeide in einem von einem Bock und einem Widder bespannten Wagen,und im Grunde breitet sich das Meer aus. Rechts oben in der Luiist das Zeichen. IL 1 Z. 10 L. Br. 2 Z. 7 L.

Dieses Blatt wird fälschlich dem Martin Plegnick zugeschrieben-

2053. Unbekannter Emailleur, welcher gegen Ende deslO.JahivA/Ö hundert! in Limoges gelebt zu haben scheint. In der Collect'

/ I Gatteaux ist ein Email, welches einen Reiterkampf nach Rat . !1 .vorstellt, in der Uebertragung mit allen jenen Freiheiten, welche sidie Kleinmeister in ihren Blättern erlaubten. Das Bild ist ausserfein grau in Grau gemalt. Kleines Rund.

2054. Unbekannter Töpfer, welcher um 1704 in Delft f»*ricirt£a a-} Man findet Geschirre und Platten in Camaieu verziert,

/MM Ornamente und das Blätterwerk sind lebhaft blau. Dieser' ' " brikate werden gesucht

2055. Unbekannter Formschneider, welcher um 1660 in Uln 1j^q gelebt hat. In Beeher's Parnassus medicinalis illuslrai ■

^ v i Ulm 1603, fol., sind viele Holzschnitte, doch nur ein einzig