MI MO. Nr. 2028-2030.
Oppenheim behandelte aber nicht einzig altbiblische Stoffe; erwandte sich auch unsern classischen Dichtern zu, und malte selbstScenen aus dem Alltagsleben, Drei grosse Lithographieen stellen Shake-speare und Goethe in ganzer Figur mit scenischen Randbildcrn vor.Goethe's Harfner und Mignon wurde nach seinem Gemälde von F.Jouanin für den Hannoverschen Kunstverein 1831 in Mezzotinto ge-stochen, gr. fol. Ein anderes Gemälde, die Hinge Dach Lessing'JParabel, hat C. Hahn lithographirt, gr. fol. In früherer Zeit, bald nachder Rückkehr aus Italien, entwarf Oppenheim Zeichnungen nach (ioetbe'sHermann und Dorothea, welche durch die Lithographie bekanntwurden :Umrisse zu Goethe's Hermann und Dorothea. Erfunden von M-Oppenheim, auf Stein gezeichnet von A. Lucas. 10 Bliitler. Franck-furt Iß'Jfl, qu. fol. Auf einem Ulatte kommt das zweite Monogrammvor. Auch eines seiner früheren Genrebilder ist durch F. Jentzen'sLithographie bekannt, die Rückkehr des jüdischen Freiwilligen zu seinerFamilie, gr fol. Das Gemälde besitzt Dr. Biesser in Hamburg. Oppen-heim'? Werke sind zahlreich Er malte auch Bildnisse, darunter jenesvon Goethe, wie auf der erwähnten Lithographie Die Hildnisse vonL. Möriie und II. Heine sind von F. C. Vogel lithographirt, fol. AufZeichnungen kommt ebenfalls das Monogramm vor.
2028. Mathias Oesterreich, Maler und Rndirer, geb. zu HamburgA^-yt 1711!, gest. zu Berlin 1778, hinterlicss mehrer*
//vjl radirte Blätter, auf welchen das Monogramm
/ ( / 1 JPü\\ vorkommt. Das erste Zeichen findet man aufJ ^S l />AA einem Blatte, welches den Kopf des Alexanderin Abbildung gibt. Unten siebt: /'. liracci fiorenlitio in marmo fecü-In Rom radirte er eine Folge von Cnrrikatnrcn , welche aber erst InDeutschland erschienen: Raccolta de vari Discgni del. Cav. P. *;■Ghezzi Rom. e di 0. B. Iiilcriiori Rom. e di aleuni altri Mai'sl'' 1 'incise in Rame da M. Oesterreich. 42 Blatter nebst dm- Erklärungder Namen der Dargestellten. Potsdam I7(H>, gr. fol. Auf Blätter»dieser Sammlung kommt das »weite Monogramm vor, theils mit demISeisntz Romae , und den beiden verschobenen Dreiecken. Wir ver-danken ihm auch ein Zeichnungs-Tinitatiousweik: Revneil de quelquesDessins de plusieurs hahilcs mailres tiris du Caltiuet de S. K. *»•le l'rem Minislre. Comte Brühl, gravis pur M Oesterreich. 40 Blätter.üresde 1712, gr. fol. Auch in diesem Werke kommen Blätter m' 1dem Monogramm vor.
2029. Marco Ottini, Maler nod Badirer, soll in der zweiten HälfteAo/i des 17. Jahrhunderts In Verona thätig gewesen seyn, und SODJi*
_/W| könnte man einen Nachkömmling des Pasqnalotto Oitini _ vl ''"muthen. Das Monogramm mit dem Beisatz: ineidit Verona», findeman auf einem radirten Blatte mit der hl. Familie. Maria sitzt nn•dem Kinde im Schonsse in Mitte des Blattes neben einein Baume, un«St. Joseph legt rechts beide Hände auf den Stock. Halbe Figuren,unten im Rande das Zeichen. 11. II) Z. i) L. Br. 8 Z. 8 L.
2030. Ferrantes Rosatti a Polimartio, Zeichner und Iiadn'c'Q um 1IJ48, wird von Bartsch XXI. p Iä4 eingeführt, ohglcN'
t/r* er nur zu den Dilettanten gehört. Das gegebene Zeichen mder nicht erklärten Sylbe dron findet man auf einem Blatte mit otrGeburt Christi. B. No. 2. Unten im Rande steht: Vvinl par AUO** w !Carraccij. und dann folgt das Zeichen. H. Ii Z. 5 L. mit 2 L. H* 11 'Br. 7 Z. 1 L. Bartsch beschreibt noch fünf andere Blätter.