Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
632
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632 MM. Nr. 1999-2002.

auch den Druck und den Vertrieb derselben besorgte. Der Historien-maler Alexander Lesser fand in der Leitmeritzer Bibliothek ein Exem-plar vor.

1999. Matthes Maler, wird nur als Buchdrucker genannt, indem

er 1516 zu Erfurt einen Endechrist herausgab. Dieses

7V\ äSk AÄ ^'"k ' st m ' t Holzschnitten geziert, welche HellerJ- i- %0 -t*V dem M. Maler zuschreibt. Dieser Meister ging sicheraus der Kaste der Briefdrucker hervor, und wir möchten die gegebe-nen Initialen auf ihn deuten. Man findet sie auf einem Holzschnitteauf der Rückseite des Titels zum Spiegel der waren Rhetoric tfsM. Tuiii C. tnd andern gemischt —. Gedruckt im Breisgau 141)3.Dieses Blatt stellt einen auf dem Throne sitzenden König vor. Vorihm steht eine weihliche Figur mit der Sonne in der linken Hand, undrechts vom Throne stützt ein Mann das Schwert mit der Spitze aufden Boden. Im Grunde bemerkt man zwei andere männliche Figuren.Hechts an der Stufe des Thrones sind die Initialen beigefugt. II. 7 Z.8 L. Br. 5 Z. 4 L.

2000. Matthäus Merian, Maler und Kupferstecher, geb. zu BaselM M 1YT IVT I ••!•'■'. ge»t. zu Schwalbach 1681, behauptet im

• •' IB Künstler-Lexicon einen reichen Artikel, da er zu

den fruchtbarsten Meistern seiner Zeit gehört. Merian malte in seinerfrüheren Zeit, auf Glas. Im Kloster Ruthhausen waren einige Glas-schilde mit M. M. 1(11(1. Dann fügte der Künstler auch auf radirtenund gestochenen Blättern die Initialen bei. Sie bestehen in Land-schaften, Ansichten und Jagden verschiedenen Formats.

Heller spricht auch von einem um 1890 lebenden UluministenM. M., wahrscheinlich der unten folgende Michael Müller.

2001. Unbekannter Formschneider, welcher um 1870— 1890 iny, -sr Paris thätig war. In I )ruckwerkr'u findet man schöne Vignetten von1V1 M jj lm gj ne 80 ] c l] e j n a.. Thevct's Cosmographie universelle stellteinen geflügelten Engelskopf vor, von welchem friesartig Arabeskenausgehen. Unten zu den Seiten des Ornaments stehen die BuchstabenMM. Eine andere Vignette ist in C. Espencci über de Euchari-stia. Paris t678. Sie stellt eine Satyrlavo vor, von welcher nachbeiden Seiten hin Laubwerk sich verbreitet. Die Initialen stehen obenin der Mitte.

2002. Medailleure und Münzmeister, welche MM zeichneten.AT M IM M ' nre Namen nennt Schlickeysen, bis auf den ersten

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Michele Mazza, Medailleur, war in der zweiten Hälfte des 16. Jahr-hunderte in Florenz thätig. Von ihm ist die schöne Medaille mit aetoBildnisse des (irossherzogs Francesco de Medici mit der Legende.FRAN. MED. Sfagn. Dax Eintritt». Am abgeschnittenen Arme ■ M ■ M ■Der allegorische Revers ist von DP, d. i. Dom. l'oggini.

Michael Möller, Münzmeister in Schleswig 1044—1(164, in Lüne-burg 16S4, und in Stade 1688, 1660, M!7:t —1074.

Mathias Mittermaier von Waffenberg, Münzmeister in w ! c "[680- 1699, aber schon früher thalig. Die Initialen kommen mit denZainhacken auf Schwedisch-Bremischen und Bremisch-Verdischcn weiMarkstücken von 1660—1667 vor. a ,

Michael Michailoff, Münzmeister in St. Petersburg 1783—17»*-

Auf nissischen Münzen von l?8!j —1798 beziehen sich die Bucn-staben auf den Münzhof in Moskau.