628 MM. Nr. 1989.
Landschaft mit grossen Fclsenstückon, und der Engel wälzt den Steinvom Grabe. H. 6 Z. 11 L. Br. 4 Z. 0 L.
3) Der Leichnam der hl. Cäcilia. Er liegt ausgestreckt nach derBreite des Blattes mit der Glorie um das Haupt. Im Grunde ist eineCapellc mit Altar, über welchem eine Tafel mit folgender Inschrift ist:Corpus Sanclae Caeciliae virg. et Marlyr. Romae Irccüatvm hvma-tvmque Anno CCXXXII sub Alexandra Imperatore. At a Paschali I-Pont. Max. Inventum, translalum Reconditum Anno IjCCCXXI.Pont. V. Herum a demente VIII. Pont. Max. integrum incorrup-turnque, hoc est hoc situ vestitum. Inventum et Reposilum AnnoClo l3- CI. Pont. VIII. In der Mitte unten ist die Jahrzahl 1002.Im Rande steht: Sancta Caecilia, ora pro nobis, und rechts ist dasdritte Zeichen. II. :t Z. 11 L. Br. 2 Z. 8 L.
4) Der hl. Wilhelm in Rüstung mit der Fahne und dem Schilde,auf welchem der Adler sichtbar ist. Im Grunde links sind Gebäudeauf Felsen, und rechts in der Ferne breitet sich eine Stadt aus. Untenam Steine ist das zweite Monogramm mit Sc. et exeudit in fryburgiheluet. Im Rande steht: Miles An Monachus? dicor Guilielmusulrumq. vox mihi Bernardi nomen dedit. H. 9 Z, 11 L. Br. 7 Z.3 L. Rand 8 L, Sehr seltenes Matt.
0) Das Bildniss des Cardinal Ferdinand de' Medici, Büste in 3 / 4 An-sicht nach links. Links ist das Wappen mit dem Cardinalshut, undrechts in ballier Hohe sieht man das erste Zeichen. Im Rande steht:Verdinandus S. Mariae in Dominica S. R. E. Diaconus cardinalisde Medicis. II. S Z. 2 L. Br. 4 Z. 0 L.
1989. Martin Martiny, Goldschmied und Kupferstecher von Lu-cern, war um 1U95—1603 tbätig, und hinter-es. /W\ Hess eine ziemliche Anzahl von radirten undw .A in ',/W gestochenen Blättern, welche von jenen desMelchior Meier zu unterscheiden sind. Letzterer arbeitete fein und sorg-fältig, und steht auch in der Zeichnung höher als Martiny. Die Fi*euren Martiny's sind zu kurz und gewöhnlich schlecht gezeichnet.Doch machen einige Blätter eine Ausnahme, wie No. 1.
1) Die Gebort Christi, ein ungewöhnlich vollendetes Blatt. Vornbei dem kleinen Engel ein dem dritten gleichendes Monogramm ohneBoraxbttcb.se. Nach der Jahrzahl IÖH7 steht das Wort Lucern. PiesSist der Aufenthaltsort des M. Martiny, Passavant III. p. 475, No. 1schreibt aber das Blatt dem Melchior Meier zu, dem vorhergehendenMeister, in dessen Artikel wir dasselbe ausführlicher beschrieben haben«Wir sehreiben es dem M. Martiny zu. II. 3 Z. 0 L. Br. 2 Z. 9 L.
2) Bruder Klaus von Unterwaiden. Er kniet in einer felsige« 1Landschaft nach dem Heiland gewandt, welcher in Wolken erscheint,und aus dessen Wanden Blut auf ihn spritzt. Unten steht: ImagOvera t\ Nicolai Anachoralae Ilelvetici apud Sachsien pro Unter-waiden. Oben rechts ist eine deutsche Inschrift: Bruder Claus etc-*«•«. fol.
Dieses seltene Blatt ist radirt und mit dem Stichel übergangen-
3) Speculum Poenitentiae. Das ist, das Leben Mariae Magda-lena* , den auch Marthae vnd l.azari. Anjetzo Durch den Hoch"würdigen Fürstin end H. Herrn Augustin, Abbte vnser lieben frawenzu Eiusidcln als den Aulhor iivifrruin übersehen vnd gemehrt *»»'schönen Figuren in Druck geben, 8. ,
Dieses Werk enthalt 18 Blatter aus dem Jahre 1002. Auf dem Titel-blatt« ist das Monogramm mit der L&tbbttcbse und der Jahrzahl 1 (t<> -"Pas zweite Blatt; Alma parens Christi, hat den Namen Martina