Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
600
Einzelbild herunterladen
 

tpstf.

600 MI. 1917-1923.

rische Vorstellungen, welche etwas mager behandelt sind. Das Mono-gramm kommt auf verschiedenen Blattern vor, besonders auf solchenmit antiken Statuen in der Galeria Giusliniana, für welche auch seinMeister Cornel ISloemaert arbeitete. Dann findet man es auch auf Bild-nissen , und auf kleinen Blättern mit Darstellungen aus dem LebenJesu. Letztere bilden eine Folge von wenigstens 12 Blättern, qu. 12.

1917. Unbekannter Maler, dessen Lebenszeit nicht genau zubestimmen ist. Das gegebene Zeichen findet man aufeinem Schwarzkunxtblntte von A. P. Multz, welchesdas Bildniss des Christoph Büchner in ganzer Figur

enthält. Büchner starb 1!>92 zu Caschau in der Schlacht gegen dieTürken, Multz stach aber das Bildniss erst 1075, fol. Ob das Mono-gramm den ursprünglichen Verfertiger des Bildnisses bedeute, möchtenwir bezweifeln. Das Zeichen IM bezieht sich wahrscheinlich auf JakobBurghart Multz, den Bruder des Andreas Paul Multz. Sie arbeitetenzuweilen gemeinschaftlich. Ueber ein Blatt dieser Meister s. unter A. P. M.

1918. Unbekannter Metallschneider, welcher im 16. Jahrhundertff in Nürnberg gelebt zu haben scheint. In Nürnberger Druck-Ji\ werken findet man eine Vignette, welche einen auf Lorbeer-

V» und Palmzweigen ruhenden Adler vorstellt. Diese Vignettescheint in Metall geschnitten zu seyn.

1919. Unbekannter Emaillmaler, welcher in der zweiten Hälfte• AA . T . des 16. Jahrhunderts in Limogcs thätig war. Im Museum■/VI des Louvre zu Paris ist eine kleine runde Platte, welcheein Reitergefecht grau in Grau auf schwarzem Grunde vorstellt. DieUmrisse der Figuren sind sicher und verständig gezogen, wie mit derFeder. Die Figuren lösen sich von dem schwarzgestrichelten Grundelebendig ab. Die Buchstaben M I stehen auf der Rückseite.

1920. Matthäus Merian, einer der fruchtbarsten Künstler des 17.■w t Jahrhunderts illustrirte neben andern Werken Gottfried's histo-

' rische Chronik von 1674. Auf fol. 48 kommen die BuchstabenM. I. vor.

1921. Andrea Mantegna soll durch dieses Zeichen seinen Namenaa T angedeutet haben. Den Kupferstich mit demselben haben wir

V\\-L- I. No. 114 beschrieben, und wir verweisen nur auf jenenArtikel. Von A. Mantegna kann keine Rede seyn.

1922 Johann Wilhelm Mochau illustrirte mehrero Werke, und

w . unter andern die deutsche Uebersetzung von Yorick's empfind-

samer Reise durch Frankreich und Italien. Bremen 1775, 8.

Im vierten Bande fügte er auf einem Blatt die Buchstaben M. i. bei.

1923. Unbekannter Kupferstecher, welcher in der ersten Hälfte

(7U /f fJ /' t- des 17. Jahrhunderts in den Niederlanden tbätig

^rv ^r uotxupior war Er stach Landschaft«,,, mit Ruinen, qu-

fol. Auf dem Blatte No. 2 steht: //. De Slam, invenlor. M. </•Schulptor. Visscher exeudebat. Unter dem Zeichner H. De Stomvermuthet Brulliot II. No. 2008 den Ilendrick van Avercamp, genanntde Stomme van Kämpen. Allein die Landschaften sind noch im Styleder älteren Schule behandelt, welcher II. van Avercamp nicht mehrhuldigte, und dieser Meister kann daher nicht gemeint seyn. Es exi-stirten mehrere Künstler des Namens Stom, über einen II. de Stomfehlen aber die Nachrichten. Die Landschaften sind vielleicht vonMeyart Jelissen gestochen. Im Jahre 1612 radirte und stach dieserMeister eine grosse Marine nach Hendrick Vroem.