Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
594
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894 MHA-MHF. Nr. 1892-1896.

Meisters stellt den auf dem Boden liegenden Satyr vor, wie ihn Amo-retten züchtigen. Links unten: A. C. inventor, rechts: Mich. Heyl-bruck sculpsit Ganda, qu. 4.

1892. Unbekannter Zeichner, und wohl auch Maler, scheint inItalien gelebt zu haben. Er copirte Zeichnungen nach ita-lienischen Meistern. Eine solche nach Parmegianino, mitder Feder auf braunrothes Papier umrissen, dann mit Weissund Gold gehöht, ist im k. Museum zu Berlin.

1893. Unbekannter Formschneider, welcher im 10. JahrhundertM TT A V ' eote > a ' )cr durch diese Initialen seinen Namen nicht an-

gedeutet hat. Der Buchdrucker Martin Landsberg inLeipzig benützte eine Titelcinfassung, in welcher Eulen von anderenVögeln geneckt vorkommen. Die Buchstaben stehen auf einem Bande,und bedeuten: Mich Hassen Alle Vögel. Diesen Holzschnitt beschreibtStrobel in den neuen Beiträgen zur Literatur II. S. 110, und Wacker-nagel in seiner Bibliographie des deutschen Kirchenliedes No. 138und 148.

1894. Michael Hartwa^ner, Maler und Kupferstecher von Deg-aj i -~\ gendorf in Bayern, gehört zu den talentvollen Arbeitern,

y I ■ AO • o- welche nach Brod gehen, ohne genaue Studien machen zukönnen. In Kirchen findet man Altarbilder von ihm, und in den Küst-kammern Portraitc. Dann hinterliess er auch radirte und mit demStichel vollendete Blätter nach C. Loth, Amigoni, A Zanchi, Ch. Winkund nach eigener Composition. Die obigen Buchstaben findet man aufeinem Blatte, welches Kinder vorstellt, die mit einer Kanone spielen,kl. fol. Der Stich scheint nicht von ihm zu seyn. Der Künstler starbzu München 1775.

1895. Martin Heemskerk, mit seinem Familiennamen van Veen,KA T~ |VT— I Nv/l-4 kommt bereits zu wiederholten MalenI iL ; 1 ilEE 1 Lle/YYh. vor, und wir verweisen zunächst auf

A/awm Ai-i„ inj No - 18ß2 - Das erstc Zeichen findet

■srnZJUlLy/rnenv-j/i»' ■ man auf einor anS g etllS chten Feder-zeichnung in der Sammlung der Universität Erlangen. Sie stellt einenschlafenden Jäger mit dem Hunde vor, wie sich Wild um ihn sammelt.H. 3 Z, !i L. Br. 7 Z. 6 L. Es kommen auch noch andere Zeich-nungen mit diesem Monogramme vor. Das zweite Zeichen, aber nurmit einem E, steht auf Kupferstichen mit der Geschichte des Loth ineiner Folge von 8 Blättern, kl. qu. fol. Die nach ihm von D. vanCuerenhaert, Ph. Galle u. A. für den Verlag des Jeronymus Cock ge-stochenen Blätter sind sehr zahlreich, und bilden gewöhnlich Folgenmit Darstellungen aus dem alten Testamente u. s. w. J. E. Haid hatmehrere copirt, und ebenfalls die Abbreviatur beigefügt. Wir müssteneine lange Musterkarte geben, um diese Abkürzung des Namens vordas Auge zu führen. Ausser den obigen Zeichen steht auf Kupfer-stichen auch MtlKRM. IN- , MHeems jn., MHeemsk jnUe., M. Hemfipinx., MHeins In.

Auch auf Holzschnitten kommt die Abbreviatur vor, und zwar indem Werke von Christoph von Sichern sus dem Verlage von P. J. Paets,welches wir II. No. 803 beschrieben haben.

1896. Unbekannnter Formsohneider, welcher um 1SK0 in Baseljitt* gelebt haben dürfte. Er ist mit dem Meister M H No. 187»

'i TT ' Eine Person > heisst aber nicht Melchisedech van Hooren,o^^> wie Marolles glaubte. Zani nennt diesen Meister Prospekt-