MG Nr. 1853-1855. 583
1853. Unbekannter Maler, welcher in der zweiten Hälfte des16. Jahrhunderts thätig war. Im Museum zu Antwerpenist ein aus der Kapelle der Grobsehmiede in der Frauen-kirche der genannten Stadt stammendes Gemälde mitdiesem Zeichen. Es stellt den hl. Eligius im bischöf-lichen Ornate auf dem Predigtstuhle vor. Im Vorder-grunde sind Zuhörer jeden Geschlechtes und Alters grup-pirt. Portrait« der Mitglieder der Schiniedezunft und ihrerFamilien im Costüme des lli. Jahrhunderts. Im Museumzu Antwerpen gilt dieses Gemälde nach der Tradition für
, ein Werk des Franz Pourbus. Dieser Meister starb aber*™0, und ,1,15. Gemälde trägt neben dem Monogramm die Jahrzahl1.>S8. Pourbus kann also nicht der Urheber seyn, sowie sich auch dasMonogramm nicht auf ihn deuten lässt.
1854. Marcus Geerarts, auch Gerard und Gerardus, ist unterA /k - ^ T"i t ' pm Mo "°" ranim MAG No. i:;7l ein-
J \f\SJi r /S'KT K(>t(inrt ' " ml wir haben ausführlich überVAA - y ' -*- ' '-^ ^~J ihn gehandelt. Das gegebene Zeichensteht^ auf einem Gemälde der Krenzabnehmiing mit Flügeln im Hotela u Franc zu Brügge, lieber andere Werke siehe den angezeigtenArtikel.
1855 Matthäus Greuter, der unter dem Monogramm M 0^HGJ 1 /^/ iM ^°' * 8;,S crwännte Kupferstecher von Strass-Jfy\ /-v -j-, l'w -ni bürg, soll nach der gewöhnlichen Angabe die/U f- • -J-, ' / y Blätter mit den Initialen M. G F. gestochen
X.tai.ji . /_T 8 8 haben. Andere wollten den Michel AngeloGuidi für den Urheber derselben halten, dieser Meister muss aber zu-riickg<' W j(, sei | wor( ] eni da er jünger ist. als unser M. 6. F. Doch auchMatthäus Greuter kann keinen Antheil haben, da er zu der Zeit, als( '"' Hlätter mit diesen Initialen in Italien erschienen, zu Strassburg seineKniistli.rlanfbahn kaum betreten hatte. Unser Meister gehört der SchuleY°» Mantua an, indem er mit Adam Mantnano in Berührung kommt.Bartsch XV. No. 8 schreibt eines seiner Blätter dem genannten Man-ttuuior zu, indem er die kleinen Buchstaben M.G.F nicht bemerktHatte. Dieses Blatt, welches nicht in der Weise des Matthäus GreuterBestochen ist, stellt die hl. Jungfrau mit Heiligen nach F. Zuccaro vor,*le wir unten näher angeben. Fs hat die Adresse: Adam sculplorWantuanus excudebal, und somit hat der Meister MG. F. für AdamMantuauo gearbeitet. Die Jahrzahl steht nicht darauf, man kann aberu 'o Zeit errathen. Dasselbe Bild, welches nach dem Escurial kam,«ach |;; 7( . aUf j 1 Corncl Gort, und Fi77 machte Lorenzo Vaccaro denWich des Oratio de Santfa bekannt. In diesem Jahre könnte auch das'|Ht des Meisters M.G.F. erschienen seyn, und wenn Copie, wenig-1 h' S 1,iJ ' <l darnach. Adam Mantuano hatte auch das Blatt mit Apollo1,1(1 Marsyag nach Martinelli in Verlag: Adam sculplor Mantvanus* e Hilll. Ein drittes lilatt hat die Darstellung im Tempel zum'''Kenstande. Unser Künstler stand also dem Adam von Mantua nahe,im T ' könnte sogar der Bruder desselben gewesen seyn. Vasari sagtOn.1 . des Hugo da Carpi, dass Gio. Battista Mantnano zwei SöhneP)'- ( ''"° Tochter gehabt habe, nennt aller nur letztere, nämlich dieq "na Mantnana. Einer der Söhne ist Adam Mantnano. oder Adamisi. wie wir ihn sonst immer genannt linden. Gio. Battista Mantnanonah" &ber " i(1,t (lcr Familie Ghisi an, wie wir III. No. I!)!):i bemerktDe «, sowie Adam auch nicht Scultore oder de' Scultori heisst. Der