Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
578
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578 MG. Nr. 1838-1841.

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1838. Unbekannter Maler und Radirer, welcher gegen Endedes tt Jahrhundert« in den Niederlanden thätig war. DieFiguren der beiden Mütter, welche hier beschrieben werden,

haben nämlich flämische Tracht, welche gegen 1800 üMich war.

1) Die halbe Figur eines Manne« in a / 4 Ansicht nach rechts, wieer die linke Hand zum Qe8prache erhebt. Uni den Kopf ist ein Tuchgeschlungen II 2 Z. !) U Hr. 2 Z. I L.

2) Die hallie Figur einer Frau im faltenreichen Gewände mit er-hobener Linken. Von dem um den Kopf geschlungenen Tuche fälltein Theil auf ihren rechten Arm herab. Rechts oben die BuchstabenMG. H. 2 Z III h. Dr. 2 Z. 1 L.

Dieses Blatt ist eng radiit, und zeigt in der Darstellung noch ganzdas gothische Gepräge, Der Druck, welchen wir sahen, ist alier neuererArt, und stammt nach dem Papier zu urtheilen aus dem IN. JahrhundertPassavant erwähnt das erste Blatt, es wird aber das zweite nicht das-selbe seyn, denn wir erkannten die Figur einer Frau.

1839. Unbekannter Zeichner, dessen Lebenszeit die beigefügte(l Jährzahl bestimmt. In der herzoglichen Sammlung zu Gotha

• ist eine Zeichnung, welche das Paradies mit der Schöpfung

JyJ der Eva vorstellt. Letztere betet, während Adam noch im

. _ Schlafe liegt, den Schöpfer in der Olorie an.

lüla. Nach Brulliot 11. No 1086 stehen die über einander

gestellten Buchstaben auch auf Costümen der Türken, anscheinlich

nach Zeichnungen von Melchior Lorich.

1840. Matthäus Gundelach, Historien- und Bildnissmaler von

M/~^ Ilesseu-Cassel, hinterlies« viele Bildnisse, welche

\_)\ C aber wohl grösstenteils zurückgestellt sind. Er' J ' wurde 1809 Kammermaler des Kaisers Rudolph II.,verweilte aber nur drei Jahre in Prag Nach dem 1(512 erfolgten Toddes Kaisers Hess er sich in Augsburg nieder, wo er jetzt viele Por-traite malte, auf welchen die Initialen des Namens vorkommen. PeterIsselburg stach nach ihm das Hildniss des Herzogs Johann Casimirvon Sachsen, Jülich, Cleve und Berg. Kniestück in Oval mit reicherallegorischer Umgehung, gr. fol. Lukas Kilian stach i(i2.'i das Bildnis«des Prinzen Vladislaus Sigmund von Polen und Schweden, Grossfürstvon Russland, Brustbild in Rüstung im verzierten Oval ipit allegori-schen Figuren, fol. L. Kilian und Ileckenauer stachen auch nochandere Portraite nach M. Gundelach. Wir kennen Federzeichnungen,welche Landschaften mit Bauern und anderen Figuren vorstellen. Aufdiesen flüchtig aber verständig behandelten Blattern steht der NameM. Gundoluh, und sie werden wohl von unserm Gundelach herrühren.Man nennt ihn auch fiondelach. Der Künstler soll Ki.'iH in Augsburggestorben seyn, seine Spur verschwindet aber schon 1630.

Von Gundelach ist ein nach Johst Amman radirtes Blatt, unterdem Titel: Aigentliche Abconlrafaklvr — Kaiser Rudolpfms II- aufdem Paradebette Kil'2. Er ist von knieenden Figuren umgeben, qn. i'ol-Der Name Gundelach's kommt auf diesem Blatte nicht vor.

1841. Unbekannter Formschneider, welcher um 1880—1890 in

.AICr j\ G I ,cn,s(; bland thätig war. Papillon wollte die Initialen MG- —^- / ' auf Matthäus Greuter deuten, dieser Meister trat aberyn—a gegen l.'iKii als Kupferstecher auf, und hat das Schneide-

messer wohl nie geführt. Auch der Maler Mathias Gerung kommtnicht in Beziehung. Es scheinen aber zwei Meister ihren Namendurch MG angedeutet zu haben. Das Blatt von 1S82 mit Gott Vater