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MG. Nr. 1836—1837. 877
lMöLjJiorgio Andreoli, Bildhauer und Majolica-Maler von Pavia,
liess sich K98 in Gubhio nieder,und gründete da eine Faicncefabrik,aus welcher verschiedene Gelasseund Bildwerke höherer Art hervor-gingen. Im Museum zu Frankfurtam Main ist eine Altarplatte mit derMadonna und vielen anderen Figurenin Farben ausgeführt und glasirt.Auf dieser Prachttafel in Majolicavon 1511 steht der Buchstabe A.I. No. 38. Auf anderen Malereiendieses aus St. Domenico in Gubbiostammenden Altares steht M. G. FE.Gegen UJI9 fügte Andreoli auf Bildwerken und Gefilssen die alter-tümlich geformten Buchstaben M. G. bei, welche im Kreise einenStempel bilden, dessen Initialen in Bronzefarbe, oder in Gold aufge-tragen sind. Es ist Maestro Giorgio zu lesen, was aus einer anderenim Kreise aufgemalten und geschmelzten Inschrift erhellt: 1!jl9 \Mar« Giorgio \ da Vgubio. Andreoli war der Hanptmeister, und alssolchem lag ihm die ganze technische Leitung ob. Er ist der Erfinderjjer rothen (Jlasur, welche auch ins Gold und Metall spielt. Die Fabri-kate von Gubbio und Pesaro werden desswegon zu den Kostbarkeitengezählt, und fanden unter den Fürsten und Reichen Italiens schon^faugs zahlreiche Käufer. Es ist noch eine bedeutende Anzahl vonWerken vorhanden, sowohl in inländischen als ausländischen Cabincten."er volle Name des Meisters kommt unsers Wissens auf den Werken"'cht vor, nur die Buchstaben M. G., M G. da Vgubio, m" giorgio,und M". Giorgio da Ugubio. Auch die Jahrzahleu sind beigefügt von*"8 an, dann l!>r>, 1527, 1839, 1833, 1334, 1833, 1 UM, 1838. DieLücken werden wohl ausgefüllt seyn. In der letzteren Zeit, von 152(5 an,Walte er ein altgeformtes g" mit einem Schnörkel auf, welcher jenemdes zweiten Zeichens gleicht. In der Sammlung Correr zu VenedigSind einige Werke mit den Initialen und dem Tanfnamen. Ueber dieseoammlung s. Nolizia delle Opere d'Arte della Raccolta Correr. DaVtncenio Lazari. Venezia lliV), p. 86. Auch in englischen, fran-zösischen und deutschen Cabincten sind Werke von Giorgio Andreoli.p OS °ph Marryat gab ein Werk über die alten Fai'ence- und Porzellan-Fabriken mit Abbildungen heraus, und fügte auch ihre Stempel hei:t-ollections towards a hislory of Pottery and Porcelain etc. London»«SO. D en n 0 (i 0 „ ebnete aber schon Hrongniart: Traili des Artsc erarniques et des poteries consideries dans leur histoire, leurPrattique et leur tbiorie. Paris lllMi. Von besonderem Interesseur Sammler ist: Guide de PAmateur de Faiences et PorcelainesPar Auguste Demmin. Paris llldl, Wß3.
Maestro Giorgio arbeitete 15:18 nicht mehr, man weiss aber nicht,
wann er gestorben ist. Sein Sohn Cencio, d. i. Vincenzo Andreoli,
. ,S; 18 in der Fabrik zu Gubbio als Meister ein Er bediente sich
,' ne s ganz anderen Zeichens. Man kann in aufsteigender Linie VS
eBCn , durch welche eine Linie mit Kreuz geht.
H«M7. Giorgio Andreoli, der berühmte Majolica-Maler, behauptetC^r U /f den vorhergehenden Artikel, und wir verweisenf Ä . a "f denselben. Die gegebenen Buchstaben findet
auf Majolica-Malereien im Museum zu Frankfurt a. M."onogrammUten Bd. IV. 37