MB. Nr. 16S0. 311
folgende Adresse des Werkes an: Zu Erfurt bey Hans llibitzer, unddie Unterschrift: Die schöne lustoria von dem Honig David etc.Das Bild umgibt eine Einfassung mit Arabesken auf schwarzem Grunde,"ml mit dieser ist wohl der Schnitt. 30 '/,. :t Ij. hoch, und 42 Z. breit.Dieses Maass gibt Passavant an , welches von jenem des Holzschnitt-werkes III. No. liüli stark difteiirt. Wir fanden eine Höhe von 29 Z.3 L. und eine Breite von :t<> Z. It L. bestimmt. Auch war keine Adresse•""gegeben, wenn aber die Verhältnisse der Grösse richtig sind, dannIM die Darstellung in zwei Holzschnitten vorhanden. Wir wollen jedoch«ie Maassangaho bei Passavant für die richtige annehmen, und glauben,dass in dem Exemplare, nach welchem wir die Beschreibung erhielten,die Adresse abgeschnitten war. Bei der kurzen Besehreibung des Holz-schnittes gibt l'assavant S.Äfl die Adresse des Hans Behitzer an, S. 32steht aber: Gedruckt zu Erfurt bei Hans Cubitzer, wohl nur durchDruckfehler. Diese Adresse erregt aber noch in anderer Hinsieht''"'lenken. Der Erfurter Formschncider IIB fügte unter dem Bild-nisse des Landgrafen Philipp von Hessen seine eigene Adresse bei:Hans Brösamer Formschneider zu Erffordt. Er würde auch dasgrosse Formschnittwerk mit Bathseba im Bade unter seiner Adressein die Welt geschickt haben, wenn er iä!>4 noch am Leben war. Manmöchte zweifeln, ob der Formschneider Dans Brösamer mit dem MalerUnd Kupferstecher Dans Brösamer Eine Person sei. Letzterer soll erstl&oO gestorben seyn, und somit kann er i!i!>4 die Zeichnung zum Holz-schnitt wohl noch gemacht haben. In diesem Falle starb der ErfurterHans Brösamer 1582 an der Pest, und nicht der in Fulda lebendeMaler und Kupferstecher Hans Brösamer. Die Adresse des Dans Be-sitzer spricht ebenfalls dafür. Der Formschneider MB war noch Li?:?tuätig, immer in Sachsen, indem auch in Werken, welche zu Jena und'" Wittenberg gedruckt wurden, Blätter von ihm vorkommen.
Wir haben nun einen sächsischen Meister, welcher mit dem jüngerenMonogrammistcn M B, der nach Zeichnungen von Tobias Stimmer undJobst Amman gearbeitet hat, nicht Eine Person seyn kann. Bartsch'X. pag. 4|;{ nennt nur summarisch Blätter von ihm, fügt aber dannauch ein Formschnittwerk von fünf Blättern auf, welche die Stufen desmenschlichen Lehens vorstellen, und das Bildniss eir.es ungenanntenGelehrten, nämlich jenes des Sarcerius, welcher 15SB Superintendent111 Eisleben wurde 'Diese Blätter sind ebenfalls von dem alten säch-sischen Meister, und man findet darauf das zweite und dritte Zeichen.') Das Bildniss des Erasmus Sarcerius im Schreiben begriffen,halbe Figur in viereckiger Einfassung mit Ornamenten und Blumen.01 "'u sieht: VIVA IMAGO Krasmi Sarcerii Annaemontani. Anno(letatis sue LV1 Unten liest man: Sunt haec ora, yenae, facies etpeclus Krasmi Sarcerii, haec potnit pingere doeta manu Anno 1556.H - 8 Z. 4 L. Br. !> Z. 9 L. „ ,
Bartsch No. 7 hatte ein beschnittenes Exemplar vor sich, unddaher gibt er den Namen des Mannes nicht an.
2) Erasmus Sarcerius, in starker Büste schreibend unter einemBogen. Oben rechts und links ist je ein Genius. Dieses Blatt istBesser als das obige, und es ist ebenfalls der Name beigedruckt,We "n das Blatt nicht verschnitten ist.. 3 ) Bffigtoi Charisnin — Jodoci Damliovderii Brugensis EquittsAtrati etc. Büste in verziertem Oval mit dem Wappen darunter, 4., *) Der Einzug des Heilandes in Jerusalem. Mit dem Monogramme
no M esscrchen, kleiner als das vierte.. Dieses Blatt kommt in der Postille von Corvinus vor. Wttten-ber 9 1562, fol