MARA. Nr. 1 (JOS—1609. 409
eme Maske vor sich hinreicht. Voran kernt sich der ühermüthigep*g von Satyrn, Faunen, Bacchanten, Bacchantinnen und Kindern,la uter nackte Figuren. Die Gaukler, darunter ein Mann auf Stelzen,nahern sich bereits dem offenen Tempel, in welchem der Tanz krtri dieJUI einem l'iedestal errichtete Statue des Gottes beginnt. Mehr als«Q Figuren sind auf diesem Priese Vereinigt. In der Mitte Unten stehtnj grosser Schrift: IL FAM08ISSIM0 TRWMPHO DI BACCO. Linkssind drei Verse: Di fatiri, e feluaggi, e doiine nvtde cir , rechts dreiandere Verse: Con uarij qiachi e, falti oqni Ixillante etc. H. 1 1 Z.11 L. mit dem Rande. Br. 31 Z. 4 L.
Dieses grosse Bacchanal voll von Gemeinheiten wurde 1843 auchvon Cornel Bos in gr. qu. roy. foj. gestochen, ebenfalls als Rafacl'sErfindang. Ein späteres grosses Blatt mit lateinischen Versen ist in"Cr Manier des Saffto Bartoli behandelt. Ein gegenseitiger Stich istv on Theodor de Bry, ipi. fol. Auf dem Blatte von Leblond steht:Julius Romanus Invenlor Romae. Zu diesen Blättern kommt nun"er erwähnte Fries von 1Ü94. Es handelt sich um keinen retouchirten,späteren Abdruck der Platte des C. Bos.
Brulliot I. No. 8939b- macht auch auf ein Blatt aufmerksam, welchesUnber III. s. 119 No. 23 dem Marco di Ravcnna zuschreibt. Ks stelltein Bacchanal von Kindern vor, anscheinlich nach Qiulio Romano. EinKnabe mit der Leyer setzt den Fuss auf einen Stein, an welchem nachjluber ein aus JVÄ bestehendes Monogramm zu bemerken ist, fol.prulHot scheint in der Angabe llnber's einen Irvtbum zu vermuthen,"'dein er bemerkt, es handle sich um das von ihm No. 020 und 021gegebene Monogramm, welches aber dem obigen ähnlich ist. Das von""her beschriebene Blatt ist aber nicht jenes mit dem grossen Bac-chanal von 1IJ04.
Uriilliot I. No. 021 gibt auch ein ähnliches Zeichen, welches aufeinem Kupferstiche von Leonard Thiry vorkommen soll. Es stellt einesitzende Frau vor, welche nach den auf einem Kissen sitzenden Kin-Mtt ^ cutet - ^ r fi"don aus dem Monogramm kein A heraus, sondernw "j und kommen daher unter diesen Buchstaben darauf zurück.
lOfJö. Marc Antonio Raimondi ist oben No. 1888 eingeführt, und»/\Ä AT) TFSJT* w ' r - tnn l ) f en daher an jenen Artikel an. DieJ V\/\K * /l r\ *■ Abbreviatur findet man auf einem Watte mit\ St. Georg zu Pferd im Kampfe mit dem Drachen.
V im Grunde ist Landschaft mit Bergen, Bäumen
1111,1 Gebäuden, und nach rechts flicht die Königstochter. In der MitteUnten MAR. AMT. II. 8 Z. 2 L. Br. 11 Z. 2 L.( . Die spateren Abdrücke zeigen rechts in halber Höhe einen Schmutz-»ecken in Folge der Beschädigung der Platte.
■ Marco d' Angeli, genannt Torbido del Moro, Maler und
Kupferstecher von Verona, ist von Bartsch XVI. p. 201
eingeführt, und dieser Schriftsteller beschreibt acht
Blätter von seiner Hand. Es gehört ihm aber wahr*
, V v \ schoiulich auch jenes mit dem gegebenen Zeichen an,
•' man Marc Ant/eli Veronensis Fecil lesen kann, und auch die Zeit
st r "lesen Meister spricht. Der Kupferstich mit dem obigen Zeichen
eilt in einer Komposition von sechs Figuren die Kreu/abnehmung vor.
nt en steht: Propter iiiiiiuildlcs noslras. Esaias ö.'i. Vem-tiis <i))ti<i
M , w HeiMlum. Anno MDLXX1I. Rechts neben den Füssen der
BeTiv Bt «bt das Monogramm. II. 12 Z. (i L. Br. 8 Z. 8 L. Luca
rtelh hatte auch noch ein anderes Blatt nach Marco del Moro im
32*