Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
477
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MA. Nr. 1S45—1547. 477

1545. Maria Anna, Erzherzogin von Oesterreich, geb. den■j. n s* 6. Oktober 1738, gest. den 19. Oktober 1789, war

^oC-<^ri/-f ■ Mitglied der k. k. Akademie in Wien, welcher sie'•* 1767 eine Zeichnung überreichte. Diese in Rothsteinausgeführte Zeichnung stellt einen Frauenkopf mit l'erlen im Haare,und einem Schleier am Hinterhaupte vor. Sie radirte IG Blätter mitLandschaften, Marinen, Studien von Figuren, Stilleben &c., 8. und 4.Auf kleinen Blätter mit Chinesen und ihren Kindern kommen die Cur-siven vor.

1546. Michelangelo Amerighi oder Merigi da Caravaggio,• TWk. T V 8 eD - 1569, gest. 1609, ist durch Gemälde, durch

W>T\! 1' I ' Kupferstiche nach solchen und nach Zeichnungen be-kannt, das von dem Künstler selbst radirte Blatt mit diesem Zeichenbeschreibt aber zuerst R. Weigel im Kunstcatalog No. 28,281. Esstellt eine Zigeunerin vor, welche einem jungen Manne mit Federhutund Degen aus der Hand wahrsagt. Sie steht rechts, legt die rechteHand auf die Schulter des Mannes, und beschaut die Hand desselbendurch das Augenglas in ihrer Linken. Links hat ein Knabe die Geld-börse aus dem Kleide des Neugierigen gezogen und eilt davon. Zwischender Zigeunerin und dem jungen Manne steht ein Greis. Oben linksauf dem angehefteten Papier steht: FVR. DEMON. MVNÜVS senexfraude moue iuuentae caro parat tria sunt haec fugienda uiro.Unten im Rande zu den Seiten eines Wappens ist die Dedication anCesari d'Arpino, den Lehrer des Amerighi in drei Zeilen: ADMOÜVM.ILU üNÖ MEO ET PATRÜNO. CO im DNO EQV1TI. IOSEPHI.CESARI. ARPINATI. PICTORI. EXIMIO. ORDINIS. XPT1. MA (ineinander). ARPINAS. SERS. DEDITIS. D. D. Rechts darunter das°bigo Monogramm. H. incl. des Unterrandes 18 Z. Br. 11 Z. 6 L.

Dieses Blatt ist äusserst selten. Es muss gegen 1!>95 entstandenseyn. Später trat zwischen Cav. d'Arpino und Michel Angelo daCaravaggio eine gehässige Rivalität ein, und letzterer dürfte die Plattevernichtet haben.

Ein zweites von M. A. da Caravaggio radirtes Blatt stellt denApostel Thomas vor, wie er sich von den Wundmalen Christi über-? eu gt. Composition von vier halben Figuren, kl. qu. fol. Dieses Blatt18 t sehr selten.

1547. Unbekannter Kupferstecher, welcher trotz der Jahrzahl1492 einer neueren Zeit angehört. Das Blatt mit diesemZeichen, worunter Andrea Mantegna angedeutet ist, stelltden Heiland mit dem Siegeszeichen vor, wie er sich demEingänge einer den Limbus vorstellenden Hölle nähert,und einen der Patriarchen hervorruft, welcher in halberFigur sichtbar wird. Rechts neben dem Eingange stehtein Greis, und links sieht man vier andere Figuren, dar-unter zwei Frauen. Unten rechts in der Ecke ist das obige Täfelchen.H - 8 Z. 2 L. Br. 10 Z.

^ Dieses Blatt beschreibt Bartsch im Anhange zu den Stichen des

na V, tCS " a No- 2 - Es ist nicht C ° 1)ie dcs Stichcs B - No. s . sondernach einem im Palazzo Durazzo zu Genua vorhandenen Gemälde vona np , m . "eueren geschickten Meister gefertigt. Dieselbe Composition istDn v>\ n ^ em anoii ymen Stiche im Appendix bei Bartsch No. 1 gegeben,der st-i! No. 1 ist 9 Z. 2 L. hoch, und 9 Z. 11 L. breit, und somit istThfli a mit C ' em Täfelten Wiederholung mit Hinweglassung eineseUa de » Terrains. Beide Blätter gehören der neueren Zeit an,