Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
469
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M-MA. Nr. 1812-1818. 469

2) Ein Fuchskopf 1804, nach einem Blatte von Franz NikolausKönig radirt, die gelungenste Nadelarbcit des fürstlichen Dilettanten.Links unten nahe am Halsbande steht: M fec. iflO*. H. 4 Z. 2 L.Br. 6 Z. 2 L.

Die obigen Buchstaben sind in don Originalen kleiner.

1512. Johann Friedrich Morgenstern, Thier- und Landschafts-A/fcX /> maler, geb. zu Frankfurt a. M. 1777, gest.

/ W* 'ßw- SouVft. 1844, verdient als Künstler Beachtung, in-

Af J? \j ' dem er mit Glück dem J. II. Roos nach-

Oy IJy7,JoL±$i. /7ß&- ahmte. Er hinterliess auch mehrere radirteRätter nach Zeichnungen dieses Meisters, welche wir im Künstler-Lexicon beschrieben haben. Auch nach Zeichnungen von P. Bloot,D- Teniers, Dietrich und nach eigenen Studien radirte er Blatter,Welche schön und geistreich zu nennen sind. Sein Radirwerk bestehtin Landschaften mit Figuren und Thieren, in Studien zu Figuren, inBüsten von alten Mannern und Frauen, in Thierköpfcn und einzelnenHausthiercn. Auf Blättern nach eigener Zeichnung kommt meist der^"rsivbuchstabe M 1707, M* 1707, M* jun. sculp., M* a Dresde*78fl etc. vor. Man muss die Blätter dieses Meisters von jenen seinesVaters Johann Ludwig Ernst Morgenstern unterscheiden.

1513. Unbekannter Kupferstecher oder Verleger, dessen Lebens-h-j-i zeit, die beigefügte Jahrzahl bestimmt. Man findet dieses

fl) -i^On deichen »uf einem Kupferstiche mit dem Bildnisse desV ■ Georg Friedrich Markgrafen von Baden. Es ist in der

*>eise des M. Merlan behandelt, und es wäre wohl möglich, dass«lerian unter diesem Zeichen sein Verlagsrecht geltend gemacht habe.

1014. Marc Catesby, Naturforscher, unternahm Reisen in Florida,Q^p Carolina und Buhama, und sammelte eine grosse Anzahl vonnaturhistorischen Zeichnungen Nach seiner Rückkehr ver-anstaltete er ein Werk unter folgendem Titel: The Natural HistoryI Carolina, Florida and the Bahame Islands. London 1771, gr. fof.'^Abbildungen radirte Catesby selbst in Kupfer, und auf mehrereniftwern kommt das Monogramm vor. Man muss also MC lesen.

*515. Anton oder Tony Muttenthaler, Historien- und Gcnre-Q llk nXV^) inaler, geb. zu Höohstädt 1820, machte seine Studien- y,\Jv i„ München unter Leitung des berühmten Wilhelm vonKaulbach, und arbeitete auch längere Zeit im Atelier dieses Meisters.•Muttenthaler ist ein Künstler von Phantasie, welcher sich in derromantischen Richtung mit Freiheit bewegt. Seine Gemälde gingenJi> verschiedenen Besitz über, und an diese schliessen sich meister-.~*J Zeichnungen. Auf der deutschen allgemeinen Kunstausstellungn München 181)8 sahen wir von ihm einen Elfentanz, und zwei Zeich-ingen zu einer Folge der Werke der Barmherzigkeit: „Todte be-ein rc'-V llud »Hungernde speisen". Früher bearbeitete Muttenthalerp, e tteiho von Zeichnungen nach Balladen und Romanzen deutscherv»,ih ,'' Wck,| ß in Lithographien erscheinen sollten. Im Jahre 1883anno • ° rste Lieferung mit lithographirten Blättern von F. Hoherelle f ' gr ' 4o '- Auf verschiedenen kleineren Zeichnungen und Aqua-auf " i SCS Kun stlers kommt das Zeichen vor. Mau findet es aber auchorsch ° n IIolzS( 'h nitte ' 1 in d° n Dei Braun und Schneider in Münchenin der e Sf° »^kgenden Blättern" durch einige Jahrgänge, und dannwir r i'" aus 'Chronik" aus demselben Verlage. Schliesslich nennenLipiill ' Nene Bilder für Kinder von Tony Muttenthaler, mitUern eo »» F. Gull. München (1849), 4.