LUI-LV. Nr. 1393-1398. 44i
1101 r«.»c*v,->v> d-v^ steht auf einer in Kupfer gestochenen1J9J. Luismon Pmx. Landgchnft mit Fclsen * nd * incm Fahr .
zeuge. Das Blatt trägt die Adresse von J. Wagner in "Venedig, underschien also in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts. H. 10 Z.8 L. Br. 13 Z. 2 L. Dieser Luismon ist wahrscheinlich Eine Personmit Carl Eismann oder Lismanu von Salzburg, welcher um 1700 InVerona lebte, und ähnliche Landschaften malte. Der Name ist dahin'auf dem Blatte unrichtig eingestochen.
1394. Lukas Vorsterman, der Vater, Maler und Kupferstecher,7" 1 geb. zu Antwerpen I!>78, binterliess eine grosse An-
I / T7","\t zahl von trefflichen Blättern, ist aber weniger durch1/ 1 . 1/ ( '. i\l Gemälde bekannt. In letzteren offenhart sich derSchüler des Rubens. Das Monogramm ist öfter mit dem Namen ver-bunden, auf den Bildnissen nach A. van Dyck aber gewöhnlich imzweiten Drucke. Man findet aber auch das Monogramm allein, wieauf dem schönen Bildnisse des Thomas Howard Dax Comes Nor-foleiae decollalus sub Elisabetha t672, nach Hans Holbein, u. s. w.L. Vorsterman hesass mehrere Zeichnungen , und schrieb auf dieseseinen Namen oder das Monogramm ein. Auch historische Vorstell-ungen und Landschaften sind mit dem Monogramme bezeichnet. Einesähnlichen Zeichens bediente sieb auch Lukas Vorsterman der Sohn,doch fügte er meistens die Abbreviatur jmt.. bei. Ist dioss nicht derFall, muss man die Stiche und Radirungen heider Künstler zu unter-scheiden wissen. Das Todesjahr des Vaters ist nicht bekannt. Um1627 stand er noch in voller Kraft. Im Künstler-Lexicon haben wir132 Blätter beschrieben.
1395. Lukas Vorsterman, der Sohn, Maler und Kupferstecher,T/" jr geb. zu Antwerpen 1000, binterliess ebenfalls eine ziem-TT 4 .'^ r liehe Anzahl von gestochenen und radirten Blättern,-k-rf -ui/ii/.jT. wovon aber nicht einmal die hessten den Vergleich mitden Blättern seines gleichnamigen Vaters aushalten. Eine Irrungkönnte nur stattfinden, wenn das Monogramm ohne Beisat« fttfl,(.junior) ist. Nach dem Tode des Vaters liess er diese Abbreviaturweg. Das zweite Zeichen findet man auf Blättern mit verschiedenenWappen in folgendem Werke: Jurisprudentia lleroica sive de JureBelijarum circa Nobilitatem et tnsignia. Bruxellis ifidtt, fol.Vorsterman lebte mehrere Jahre in Brüssel, da er für das Theatrumpictorium D. Teniers Anlverpiensis pictoris S. P. Leopold) Arrhi-ducis Austritte — arbeitete. Früher hielt er sich in England traf.Er stach Blätter nach Zeichnungen älterer Meister aus der Sammlungdes Grafen Arundel, und nach solchen der Sammlung des Malers undMusikers Nikolaus Lanier. Sechs Blätter in qu. 8. mit Reitergefechtenerschienen unter folgendem Titel: Variae ougnae VeUlares , nachZeichnungen von Joronymus Bosebart. dem Meister I. No. I!>02, woausführlicher gehandelt ist. Auf Blättern der genannten Werke kom-men die Monogramme vor.
Als Hauptblatt des Meisten erklärt man jenes mit dem grossenSatyr bei der Bauernfamilie nach Jakob Jordaens. Es ist mit demNamen bezeichnet, und rechts oben bemerkt man auch das Mono-gramm. H. I!i Z. 2 L. Br. 14 Z. 2 L.
In der letzten Zeit radirtc Vorsterman meistens Landschaften,Welche aber mit dem Stichel übergangen sind. Daraus ersieht mau,oass der Künstler noch gegen 1678 am Lehen war.