438 LT. Nr. 1374-1377.
Die erste Abtheilung hat den Titel: Die sieben Werke der Barm-herzigkeit der hl. Elisabeth. Sieben Blätter von Julius Thäter. Leizig(18SS) roy. 4.
8) Barbarossa's Fest in Mainz, nach J. v. Schnorr, gr. qu. fol.Das neueste Blatt des Künstlers.
1374. Jean Louis Tocque, Portraitmaler, geb. zu Paris 1696,7T. In* 8 08 *" f72, theilte mit den ersten französischen Künstlern
-, den Ruhm, und daher haben die berühmtesten Meister
c&7. [inx.lt nach ihm gestochen, fast lauter Personen aus den höchstenStünde«, wie aus dem Künstler-Lcxicon zu ersehen ist. Das Bildnissmit dem zweiten Zeichen ist jenes des Marie Francois Arouet do Vol-taire, welches in der Etirope illustre. Paris /7.55, vorkommt. Brulliotschreibt es irrig dem La Tour oder dem La Touche zu.
Das erste Monogramm findet man auf einem Kupferstiche von 1743,welcher das Wappen des Herzogs von Orleans mit Attributen vorstellt,kl. fol. Dieses Blatt ist von J. Duvivier gestochen, anscheinlich nachTocque's Zeichnung.
1375. Lisandro Turalo gehört zu denjenigen italienischen Malern"V des 16. Jahrhunderts, deren Namen in den uns bekannten
" Geschichtswerken nicht vorkommen. Seine Gemälde müssenunbekannt geblieben seyn, da in keiner Gallerie ein solches vorkommt.Er malte aber geschichtliche Vorstellungen, meist Bilder aus der Le-gende, deren wohl die wenigsten bezeichnet sind. In neuester Zeitkam uns ein radirtes und gestochenes Blatt vor, welches den in derWüste vor dem Crucifixe betenden hl. Hieronymus vorstellt. Er istvon Büchern umgeben, und im Grunde ziehen Löwen. Unten links:lisander turalo F. EL 10 Z. 6 L. Br. 3 Z. 3 L.
1376. Lorenzo Tinti, Maler und Kupferstecher, geb. zu BolognaL. T. Sculv. ) 163 *' behauptet im Peintre-graveur XIX. p. 240 ff.
" " ' ' I eine Stelle, in welchem Bartsch 9 Blätter beschreibt,
L. T. F. 1 darunter No. 8 ein Titelblatt mit der Büste des Her-I o »rl / zogs Francesco I. von Modena in einem Tempel mit
\ schwebenden Genien, nach der Zeichnung von Fran-F. ) cesco Stringa. II. 12 Z. 6 L. Br. 8 Z. 4 L. Dieses
Blatt gehört zu einem Werke von wenigstens !i6 Blättern, welche inallegorischen Einfassungen die Thaten des genannten Herzogs vor-stellen, qu. fol. Auf diesen Bartsch unbekannten Blättern steht: L. T.Sculp. und /.. T. F.
Ein anderes, dem genannten Schriftsteller unbekanntes Blatt stelltden hl. Joseph in halber Figur vor, wie er in einen weiten Mantel ge-kleidet das Jesuskind hält. Letzteres greift mit der rechten Handnach seinem Barte. Den Grund bildet ein grosser Vorhang, und rechtsoben am Pfeiler steht: L.° T[ F. Tl. ö Z. 3 Z. Br. 4 Z. 9 L.
1377. Peter Battau soll nach Brulliot II. No. 1938 Gemälde mitO rys diesen Initialen versehen haben, doch wusste der genannteQX L Schriftsteller kein Bild anzugeben. Auch passen die Buch-staben, wenn BT zw. lesen, nur gezwungen auf diesen Battau, welchenImmerzeel und Ch. Kramm übergehen. Er soll 1579 Mitglied derMalerbruderschaft in Antwerpen geworden seyn, und in der Weise desPeter Breughel gemalt haben.