LS-LT. Nr. 1370-1373. 437
1371. Ludwig von Siegen, der Erfinder der Schabmanier, oderT~r?r der sogenannten schwarzen Manier, ist von dem Grafen L6on
U/^f de Laborde (Msloire de la gramire en maniere. Paris**■■< 1030) als Künstler gewürdigt, und auch im Künstler-Lexiconhaben wir ausführlieh über ihn gehandelt. Unter L a S No. 927 ister ebenfalls eingeführt, und daher machen wir hier nur auf das grossoSchabblatt mit diesem Zeichen aufmerksam. Es ist die.ss das Bildnissdes Kaisers Ferdinand III. mit der Lorbecrkrone, im Kaiscrmantcl mitdem goldenen Vliess. Unter dem Ovale ist in Oonturon gestochen:Ferdinand III. Rom. Impe \ ralor semp. Avg: Ihmg: Et Boh: Rexetc.
Tiefer unten steht: Lud. Siegen in Sechten ex ...... pinxit novoq. \
a se invento modo scupsit Anno Domini i664, II. lii Z. 7 L. Br. 11 Z.Dieses äusserst seltene und kostbaro Blatt beschreibt Mr. L. deLaborde S. 130. Im zweiten Drucke steht links unten in der Eckeder Base das Monogramm, und gegenüber die Jahrzahl 1684.
1372. Ludwig Ferdinand Schnorr von Karolsfeld, geh. zu LeipzigP O lP I /' l^O, gest. zu Wien 18;>:t, bediente sich auf
«o.J. V. ix/daC/gß1. Gemälden eines aus LS bestehenden Mono-tf gramms, welches wir unter S L einreihen'aussen. Die Cursiven findet man auf einigen radirten Blättern mitgeschichtlichen Vorstellungen. Auch die Schrift: t. S.v. K. del.elaq./• /"■> kommt vor.
1373. Theodor Langer, Kupferstecher in Dresden, ist durchHP schöne Blätter in Linienmanier bekannt, und zwar meist
-lLi o Sc . nac h Cartoni berühmter lebender Meister. Das Mono-gramm findet man auf etlichen Abdrücken vor der Schrift eines Kupfer-stiches nach J. von Schnorr's Wandgemälde In der k. Residenz zuMünchen, wie Chricmbilde die Hunnen zum Kampf gegen die Burguu-den reizt. El kommen vielleicht auch andere Probedrücke mit demMonogramm vor. Langer stach auch folgende Blätter.
1) Das südliche und das nördliche Giebelfeld des neuen k. Hof-theaters in Dresden, die dramatische Dichtkunst und die Musik inreichen Compositlonen darseilend, nach E. Rietschel. Friesformat, qu.«p. fol.
2) Wandgemälde Im Saale der ersten Kammer des Ständehausesz u Carlsruhe von M. v. Schwind. 8 Blätter mit allegorischen Frauen,Best, von T. Langer und A. Krüger. Dresden 1849, gr. 4.
3) Die Entwicklung der Gottesidee. Von Theodor Kaufmann. Mit, "ach Th. L. Kanfmann's Cartons ausgeführten Kupferstichen, vonlanger, Karst und Ufer. Düsseldorf 1880, an. fol.
. 4) Sicgfricd's Leiche wird nach Worms gebracht, nach J. v. Schnorr.J " Friesformat, gr. qu. fol.
j.. Als Gegenstück dient das oben erwähnte Blatt mit der Chriem-'Uue, wie sie die Hunnen zum Kampfe gegen die Burgunder reizt., •>) Die Geschichte des deutschen Volkes in LS grossen Bildern"'»•gestellt von Karl Heinrich Hermann. Mit Text von Dr. A. Foss,( '°tha 185», q U . roy . ,- ( ,i.
An den Blattern dieses Werkes arbeiteten mehrere Künstler,rov f i Nihelungen binde. J. Schnorr int. Th. Langer sc, qu.
Für den sächsischen Kunstverein in Dresden 1883.der W , U()1 " 1UIS dem Leben der hl. Elisabeth. Wandgemälde aufT , Wartburg, von M. von Schwind. II. Abtheilung mit 0 Blättern von«•■ langer. Leipzig 18K0, roy. 4.