Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
363
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LH. Nr. 1114. 363

hat: II Sacra Senato di Giesn dritte — —. Für dieses Werk ar-beitete auch Luca Ciambarlaoo, and ei kannte die Rüste auch von ihmgestochen seyn, dl auf anderen Mattem dieses Meisters das Mono-gramm III. Ho. 1199 steht.

1114. Lambert Hopfer, Kupferstecher von Augsburg, ist derBruder des III. No. 3802 erwähnten Jero-

!

Hjk nymus Hopfer, und beide sind Sohne des

Daniel Hopfer, welcher II. No. 1131 elnge-# j/" 7 ~ ' (1 ' lrt ' st - Letzterer behauptet einen aus-.JT -L~/ / fßhrllchen Artikel, es ist aber seine Ab-stammung von Kaufbeuern nur muthmasslich angedeutet. Im alten Hflrger-buch der Stadt Augiburg von 1480-1496 Ist der Beweis geliefert durchfolgende Einzeichnung: Uff Sampstag vor dalli MCCCCLXXXXIUhalt Daniel Hopper ton Haufbiiren aaler da» Bürgerrecht erkaufft.Daniel Hopfer arbeitete von 1493 lültii In Augsburg, und erzeugtemit Fclieitas Bissinger 12 Söhne und eine Tochter, wie aus dem vondessen Enkel Daniel Hopfer 1890 verfassten Stammbaum bei Seiffcrt(Stammtafeln gelehrter Leute. Reaensburg /7/7) erhellt. Nach einerneueren Notiz hatte er gar I!) Söhne und eine Tochter.

Daniel Hopfer übte mit seinen Söhnen Jeronymus und Lambertin Deutschland zuerst die Kunst, Waffenrüstungen durch Aetzung auverzieren, und zwar in jenem neuen und reichen Konaissancostyl, derin den radirten Blättern der Hopfer sieb ausspricht, und eine geraumeZeit, für solche Gegenstände massgebend geblieben ist. Die Hopferbildeten auch eine Anzahl von Künstlern heran, die sich Aclznialcrnannten, indem sie an die von Harnischmachern, den sogenanntenPlattnern, vollendeten Rtlstungen die letzte verschönernde Hand legten.

Man nennt ihre geätzten Blätter Kisensticho, weil sie von Platten ge-hämmerten Eisens gewonnen sind Die Matter der drei Hopfer bolaufen sich gegen dritthnlbhundert, und enthalten vornehmlich Historien,Bildnisse und Ornamente, Eine Anzahl zeigt Verwandtschaft mit Burgk-mair'a Arbeit, eine andere enthält, Nachbildungen älterer italienischerKupferstiche, und gibt zu erkennen, dass die Hopfer eine, lebhafte Ver-bindung mit Italien unterhielten,

Mehrere* über die Familie der Hopfer und über ihre Erhebungin den Adelsstand gibt E. Harzen in Naumann'! und R. Weigel's ArchivV. S. \'H\ IV. Harzen bandelt aber die Erfindung der Aetzkunst undkommt zum Schlüsse, dass durch Daniel Hopfer die von lombardischenWaffenfabrikanten , vornehmlich llarniselnna.lcrn , betriebene Kunst inStahl und f'.isen zu ätzen zuerst nach Deutschland 1 namentlich nachAugsburg verpflanzt wurde, wo er sie mit seinen Söhnen übte, undvon wo ans sie sieh schnell in allen Richtungen verbreitete. Von einer1818 nach Augsburg unternommenen Reise brachte sie ohne Zweifel

A. Dürer nach Nürnberg, da seine beiden ersten geätzten Blätter vondiesem Jahre sind. BIS 1818 entstanden die Blätter B. No. 1!», 22,

•W, <"(», 72, 99. Wie es mit der angeblichen Erfindung des Aetzensdurch Parmigianino steht, haben wir unter FP No. 'iXV.i gesagt,

Bartsch VIII. p. 826 ff. beschreibt 34 Blätter von Lambert Hopfer,das Verzeichnis« ist. aber nicht vollständig, Die gegebenen MonogrammeIndet man auf Oopien der I'assion von A. Dürer, B. No, 3-18, und inHopfer'S Verzeichnis! No. 2-16 beschrieben. Das Monogramm kommt

■'neb noch auf anderen Blättern vor, noch öfter aber fügte der Künstler

Qie Initialen /.// bei, welche wir No. 1122 geben, zugleich mit einemAnhang zu Bartsch u, A.

üeber die Abdrücke der Hopfer'sehen Blätter haben wir im Ar-tikel des Daniel Hopfer gehandelt, II. No. 1181,