Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
272
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272 LA —LAM. Nr. 914-916.

wird. Ks »teilt den Scharfrichter des Hemdes vor, wie er mit demSchwerte in der linken Hand dasHanpt des Johanne« Oher die Schüsselhalt, welche die rechts stehende Magd trägt, Links ist die Herodia«in Begleitung einer Frau und zweier Männer. Unten links auf ihremKleide stehen die Cursiven. Dieses Blatt ist breit und kühn redirt,in derZeichnung aber raanierirt. II. 1 Z. 0 L., Kr. 10 Z. Ki L. Vgl.auch V Almen.

914. Antonio Vassilacchi, genannt Aliense, geh, zu Mailand 1886... it. ... ,. gest. 1629, hinterliess Gemälde InOel undFresko, und

L Aiiausis /. . m(lll ]ij s i(iii sc i u , Zeichnungen, auf welchen der NameVAlienee vorkommt Sie sind mit der Feder angelegt, ausgetuschtund mit Weiss gehöht.

915. Georg Lallemand, Historienmaler und Badirer, war umLalmen inventor. I L630—1640 in Paris thfttig und kam mit Lud-

> wig Businck in Berührung, wie wir No. 130 an-Lalmen pi.nl. | gezeigt haben. G. Lallemand malte für die KircheNolre Dame zu Paris ein Bild, welche die Heilung des Lahmen durchSt, Petrus und Johannes vorstellt. Hier handelt es sich um ein radirteiBlatt mit denselben Heiligen, welche i\i-,\ rechts vor der Pforte desTempela sitzenden Lahmen heilen. l>io Compositum besteht aus achtFiguren und einem Kinde. Links steht: Lahnen /linxil, gegen dieMitte: Laimet» inventor, und rechts: Brebiette delinetnit. H. 6 /.8 L. Br. '■> Z. IS L. Wenn dieses Blatt die Compositum des (Jemäldcsin der Kirche Notre Dame enthält, so kann die Zeichnung nicht vonBrebiette seyu, Letzterer hat das Blatt auch nicht radirt, und eswurde daher sein Name später aufgestochen. Auch eine der obigen In-schriften ist überflüssig, wenn Lallemand auf die Erfindung dos HildesAnspruch machen kann, sowie auch die Orthographie Bedenken erregt.

916. Anton Möller oder Moller ist im ersten Bande No. !)l I,k i eingeführt, und No. !)I2 schrieben wir ihm muth-

r\y—1\\ r —- -masslich das gegebene Zeichen zu, welches ans^V iL V rffl r £ y ' H ,/M bestehen scheint, Man kann aber eben-\j /\mmir sowohl AM annehmen, und der Künstler scheint

an den Bachstaben L nicht gedacht zu haben, Uns erste Monogrammgibt lirulliot I. No. .'i(H>. Man findet es auf einem Holzschnitte, welcherden Tod vorstellt, wie er einer jungen nackten Kran die Sanduhr zeigt.Rechts unten ist das erste Monogramm mit der Jahrzahl 1590, undlinks ein zweites, aus /)/ L /'' bestehendes Zeichen, wahrscheinlich jenesdes Melchior Lorch. IL (i Z. 3 I;. Hr. 4 Z. I» L. l>;is zweite Mono-gramm findet man auf zart vollendeten Federzeichnungen in der Weiseder Kupferstiche des II. S. liohaiii, wohl Copien nach Stichen derKleinmeister. A. Moller hat Kupferstiche und Holzschnitte des A.Dürer meisterhaft nachgezeichnet, wie wir I. No. 911 angegeben haben,Es isi daher sehr wahrscheinlich, dass die Pergamentzeichnungen mitdem zweiten Monogramme von ihm herrühren. In diesem Falle i tauch der Holzschnitt nach seiner Zeichnung ausgeführt, MelchiorLorch war aber 1590 bereits ein Mann von mehr als 80 Jahren. Erlebte noch IB90, oh er aber damals in Holz geschnitten habe, bleibtdahingestellt.

Zu Möller's Artikel 1. No. Oll bemerken wir nachträglich, d;issder Künstler lätili in Königsberg geboren wurde, Kr war der Sohneines Wundarztes, und unternahm als Künstler auch eine Heise nachItalien. Wir ersehen dieses aus dem Buche: L'oggidi overo gl' iu-gegn% non inferiori ä 1 passati, dell' abhole I). Secondo Lun'celloUi