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Lukas Alantse war Formschneider und Schriftsetzer der Druckereides Johannes Weissenburger, und Bruder des Georg Alantse, welcherFormschneider und Drucker war. Letzterer kam mit Peter Apian zuIngolstadt in Berührung, welcher selbst eine Druckerei hatte, unddaher geschickter Arbeiter bedurfte. Auf der Apianiseben Karte:Typus orbin universalis jüxla Ptolomaei traditienem et AmericiVespulh illuslrationes elueupralus 1620, 1B24, stehen die Buch-staben (l. L. A., die beiden ersten verkehrt. Eis ist Georg und LukasAlantee zu lesen, und somit halle auch Lukas Alantse für Apian ge-arbeitet Georg Alantse kam mit Apian bald in Differenzen', und etVerliese daher Ingolstadt, da ihn der Abt von Thierhaupten aufnahm.Letzterer besaSS eine Druckerei, aus welcher einige kleine Schriftenmit Holzschnitten hervorgingen. Georg Alantse besorgte diese Druckerei,wir kennen aber kein Druckwerk mit seinem Namen. Im Jahre IMSbefanden sieh beide Brüder in Wien, wo Leonhard Alantse sehon zuAnfang des 16. Jahrhunderts eine Verlagshandlung hatte. Dieser Leon-hard ist mit Lukas Alantse nicht zu verwechseln. Er licss in Venedigbei Peter Liechtenstein drucken. Am Ende der Grammalica notaMagistri Bernhardt Pergerii steht : Impressum Venetiis in edibusPetri Liechtenstein espensis Leonardi Alantse Ciuis Viennen. Annoincarnalionis dhice M.CCCCC. VIIJ. die vo eij Nouembris. Georgund Lukas Alantse richteten in Wien eine Druckerei ein, aus welcher1515 das Chronicon (Monis Frisingensis episcopi hervorging. ImJahre 1516 linden wir aber den Lukas Alantse wieder bei Johann Weissen-burger in Landshut, und den Georg Alantse später in Ingolstadt undin Thierhaupten, Sie trennten sich also von Leonhard Alantse. VonLukas Alantse sind wahrscheinlich auch die Holzschnitte der l'tissio
(lomini litteraliter et moraliter ab Henrico de Firmatia explanata.Am finde: Johannes Weyssenburger impressit Landshut. Ohne Jahr-zahl, aber nach 1516, gr. 8. Dieses Werk enthält 14 kleine Passions-darstellungen, welche aber von geringerem Werthe sind, als die Blätterim Lehen des hl. Wolfgang, Auf dem Titel sind in vier Medaillonsdie Evangelisten mit ihren Symbolen, und den Mittelpunkt nimmt dasauf einem Kissen sitzende Jesuskind ein.
903. Luca Antonio de Ginnta oder Zonta, Buchdrucker und
Ta, , « formschneider in Venedig, ist oben unter dem Mono-
^vH^J^A gramm LA No.894 eingeführt, und wir haben bereits
LA bemerkt, dass auf Metall- und Holzschnitten die Ini-T Xl' tialen des Namens vorkommen. Man findet deren imBreviarium romanum, und in der Taboriten- oder Hussitenbibel,welche in dem angezeigten Artikel erwähnt Rind. I'ie ersten Buch-staben findet man auf einem Blatte mit der Bekehrung des Paulus ineinem kleinen Brevier von 1521. Di« römischen Initialen stehen aufeinem Holzschnitte mit fünf Heiligen, wovon der mittlere ein Bischof ist.Oben erseheint Gotl Vater in Wolken von Cherubim umgehen, und aufder liandrollc darunter steht: HI SVr IN QVORVM MIHI JiENECOMPLACVIT. IT. 3 Z. 9 L. Kr. 2 Z. 8 L. Ein drittes Blatt mitden Initialen stellt einen auf dem Boden sitzenden Greis vor, wie ereine Kugel abzirkelt. Im landschaftlichen Grande sind einige Gebäude.IT. \ '/>. il I). TSr. 4 Z. 7 L. Dieses Blatt fand Brulliot in folgendemWerke: Iliily de Jnä/li/s —. Am Ende: Impensis viri nobilis LueeAntonii de Gillta florentini Venetiis Ipressns. Anno natiritiile Dni1020 - niesis Jiuniary.
Die grossen Buchstaben stehen zu den Seiten einer Lilie inner-halb einer zierlichen Einfassung. Diess ist die Verlagsvignctte der