Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
254
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284 L. Nr. 86S—868.

findet man auf der Titelcinfassung zu dem Gebetbuchc des LudwigDietz vom Jahre I !>(>(), 12. Sie besteht aus vier sciimalcn Leisten,zu beiden Seilen mit verzierten Säulen und mehreren kleinen Figuren,darunter ein Narr mit der Schellenkappe, ein Affe und eine Schnecke.Unten ist das Dictz'schc Wappen, oben sind runde Bogen mit Ver-zierungen. Das Monogramm ist rechts in der Leiste. II. 3 Z. 0 L.Br. 2 Z. 4 L. Diese Leisten sind in Metall geschnitten nach Art derfranzösischen Schrottbliltter mit punktirtem Grunde und Strichlagen.Das Gebetbuch des L. Dietz erschien schon 1!>22, die Randleistenhaben aber ein aus P b bestehendes Monogramm. Wenn unser Meistermit diesem Monogrammisten Eine Person ist, wie Wiechmann-Kadowaus der Arbeit sehliesst, so müssen die, Leisten mit dem sonderbaren/,schon früher angewandt worden leyn.

865. Luca Cambiasi oder Cang-iaci, auch Lucas Januensis und

L^ t Luchetto da Genova genannt, ist schon im zweiten Bandej i)i unter dem Monogramm CL No. :tl2 eingeführt, und wir fügendaher den dort beschriebenen Holzschnitten hier ein von Etafael Sciami-nossi radirtes Blatt mit dem Buchstaben L bei, welches die Steinigungdes hl. Stephan vorstellt. Links unten an einem Steine steht *La in,und etwas tiefer: Raphael Sckiaminossitu faciebat icoit. II. 8 Z.G L. Br. II Z. '■> L. Man hat drei verschiedene Abdrücke.I. Wie oben beschrieben.

II. Der Bachstabe /- ausgeklopft, aber nicht ohne Spuren davon zuhinterlassen. Links unten im Hände: Lucas Januensis innen.,in der Mitte die Dedication, und rechts: Romae cum Priuilegio10011.III. Der Name des Lucas Januensis ist ausgeklopft, und dafür siehtlinks neben der Dedication : Romii ex ekalcographia R C A(iiniä Pedem Marmoream. — Raphael Schiaminossius faciebat

KiOO.Bartsch XVII. p. 221! No. 87 kennt nur den zweiten Abdruck.

866. N. Leg-el, Landschaftsmaler und Radirer, war in der zweiten■ „ Hälfte des Torigen Jahrhunderts thfttig. Er malte Landschaften

-"-"d 1 *- in Gel im Gesehmacke des Ferdinand Kobcll. Dann findet manaueh radirte Blätter, auf welchen der Buchstabe L vorkommt. EinSolches Blatt führt eine ländliche Gegend vor. Links reichen dreiBäume über ein grosses Bauernhaus empor, und vor diesem reitet einMann mit einem Handpferde. Rechts ist aufgeworfene Erde vor denkleinen Häusern. Unten gegen rechts L. fec. H. 3 Z. 2 L. Br. 3 Z. 11 L.

867. Unbekannter Goldschmied, welcher in der zweiten Hälfte

i des 18. Jahrhunderts thfttig war. Er hintorliess ein niellirtesBlatt, welches einen ((arten vorstellt mit einem Brunnen, anwelchem zwei Hirsche saufen. Links steht ein Weib mit dem Degenin der rechten Hand im Begriffe, fruchte einzusammeln, und rechtsbemerkt man Venus mit Amor. Unter den Füssen der Venus stehtder Buchstabe L. II. 1 Z. 7 L. Br. 2 Z. Dieses Nicllo beschreibtDuchesne in seiner Voyage cVun fconophile , vielleicht nach demExemplare in der Sammlung des Marchese Malaspina di Sannazaro.

868. Unbekannter Zeichner, dessen Lebenszeil, die beigefügteT 1(i'l7 ^ anrzan l bestimmt. In der fürstlich Wallcrstein'schenjj iv- Sammlung ist ein Eederumriss mit der Enthauptung des

Täufers Johannes L 10.il bezeichnet. Heller spricht ebenfalls voneinem um IfKIO lebenden Zeichner L., und glaubt, dass er auchKupferstecher gewesen sei.