Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
231
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KL. Nr. 811-814. 331

811. Unbekannter Maler, weichet um 1818 thätig war. In derk. Galleric zu Dresden ist das Brust-bildniss eines bärtigen Mannes mit golde-ner Kette, und drei Pfeilen in der linkenHand. Im Catalogo der Gallerio vonJ, Hübner No. 1091 wird dieses Gemäldedem Lukas von Leyden zugeschrieben,wofür man keinen Grund (ludet. Ausser-dem ist auch noch der Buchstabe L mitder Jahrzahl 1512 beigefügt, und dieseBezeichnung mag auch Lukas von Leydengeführt haben. Passavant hält das Bildfür ein Werk der alten Schweizer Schule.In der Galloric zu Augsburg ist ebenfallsein Portrait mit diesen grossen Buchstaben.Die gegebenen Initialen sind jedoch aufdie Hallte reducirt. Wir verdanken diegenaue Copio derselben dem A. Apcll inDresden. Das Gemälde ist 1' 3" hoch.

812. Johann Anton David Klinghammer, Stcmpelscbneider war

ir t 1 1760 in llildburghausen, und von 1703—1705 in Eiscnach,,' T ' > thätig. Auf Münzen kommen die Buchstaben KL. vor.K-k- | Kettle, Pfennigmacher in Nürnberg um 1799, fügte

auf den von ihm gefertigten Spielmarken ebenfalls die BuchstabenKL. bei.

Konrad Lange, Medailleur, geb. zu Ulm 1800, war Autodidakt,brachte es abor zu einer bedeutenden Vollkommenheit. Er arbeiteteeinige Zeit in Dcthen, wurde 1843 in Wien angestellt, und starb da-selbst den 24. Juni 1850. Man findet Medaillen mit K. L.

813. Unbekannter Bildhauer oder Zeichner, welcher vermuthlich-^k in Hannover thätig war. In der Leipziger illustrirten Zeitung

°^t| n i~| 1853 No. 544 finden wir dal in Holz geschnittene Bildniss' *=-* des Wilhelm Kaiser, Oberrcgisseurs des Hoftheaters zuHannover, welches mit den gegebenen Buchstaben bezeichnet ist. ZumVorbilde diente eine plastische Arbeit, und daher mag unter KL. derBildhauer verstanden werden.

814. Georg und Martin von Klussenberg sind die Verfertiger/ der Reiterstatue des hl. Georg in Erz, welche Kaiser

(A. s/ Carl IV. 1373 auf der Brücke in Prag errichten Hess.

K \ Diese Statue war bis 1502 an Ort und Stelle, Dlabacz sagtX\ / V. aber im dritten Bande der neuen Abhandlungen der k.\Y * böhmischen Gesellschaft S. 118, dass sie stark beschädigtund umgegossen worden sei. Diese Angabe ist uns nicht klar, wenndie im Schlosshofe zu Prag aufgestellte Reiterstatne des hl. Georgdieselbe ist. Es ist diess ein meisterhaftes Gusswork des 14. Jahr-hunderts, und wohl dasjenige, dessen Baibin und Beckowsky erwähnen.Nach der Angabe dieser Schriftsteller stand auf dem nicht mehr vor-handenen Schilde des hl. Georg: A. D.: 1373 hoc opus imaginisS. Georgii p. Marlinum et Georgium de Clussenberch conflatä est.Der Historienmaler Alexander Lesser in Warschau hatte 1802 diesesWerk genau untersucht, und er fand am inneren linken Knie dosHeiligen das gegebene Zeichen angebracht, welches aber im zweitenBuchstaben nicht deutlich L zeigt. Au der Rüstung des rechton Kniesist ein aus A R bestehendes Monogramm. Wenn nun nach Dlabacz