Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
228
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228 KHPL-KI. Nr. 799-803.

an den Gürtel im Pelzgewande zeigt. Links vom Monogramme stehtdie Ziffer /.3, und rechts eine undeutliche Zahl, wahrscheinlich «/,so dass das Portrait 1881 entstanden ist. Es ist gut gezeichnet, underinnert in Behandlung des Gesichtes an die in Holz geschnittenenStimmer'schen Bildnisse. Börner glaubt, das Zeichen mochte eher demAbgebildeten, als dem Zeichner angehören, da es am oberen Randeangebracht ist, und diess nicht der übliche Standort für Künstler-Monogramme ist.

799. Hieronymus Krispin, litthauischer Schatzmeister um 10641£p bis 1000, liess auf Münzstempolu das Monogramm beifügen.™-" Es bedeutet: H. Krispin Podskarbi Litewski.

800. Hans Springinklee, Zeichner, Illuminist und Formschneider.y>/ *f von Nürnberg, ist unter dem in richtiger Lage gegebenen

-sK/ ,VK1 Monogramm III No. 1841 eingeführt, und wir haben imVerzeichnisse der Holzschnitte Mo. 1 auch auf den Hortulus animaevon 1816 aufmerksam gemacht, um welchen es sich hier handelt. Indiesem seltenen Gebetbuche sind drei Holzschnitte mit dem verkehrtenMonogramme. Das eine Blatt stellt die Beschneidung des Jesuskindesvor. An der Mauer des alten Gebäudes steht das Monogramm übereinem aus R W bestehenden Zeichen, welches ebenfalls verkehrt er-scheint. Ein anderer Holzschnitt stellt die Auferstehung Christi vor.Auf dem Grabsteine bemerkt man das Monogramm des II. Springinklee.Im dritten Blatte mit dem verkehrten Zeichen erscheint oberhalb desGewölbes die hl. Familie in einem offenen Bau. Das Christkind liegtvor der knieenden Mutter, und drei Hirten kommen, um den neu-gebornen Heiland zu sehen. Das Monogramm steht auf der zweitenStufe rechts.

801. Jörg Köler, Steinmetz, scheint um 1823 in Nürnberg gelebt

Kzu haben. Im Germanischen Museum daselbst wirdeine alte Handschrift mit Zeichnungen aufbewahrt,welche verschiedenen Künstlern angehören. Auch von* Jörg Köler kommen Zeichnungen vor, und es istsein Monogramm beigefügt. Vgl. Anzeiger für Kundeder deutschen Vorzeit, von Frhrn. H. v. Aufsess. Nürn-berg 1883, S. 18.

802. Joseph Kirchmayr, Genrenialcr, geb. zu München 1806,begann in der Porzellan-Manufaktur daselbst, und leistete in

JS~ der Ornamentik sowohl auf Glas als auf Porzellan Vorzügliches..ZV . Er malte auch selbstständig historische Bilder auf Glas, grün-dete aber seinen Ruf vornehmlich durch Jagdstücke in Ocl, indem erdie Jagd und das Jägerleben mit Geist und Humor erfasst hatte. Seinemeisten Bilder dieser Art kamen in den Besitz des Grafen Arco-Zinneberg.Letzterem richtete er auch in seinem Palaste zu München einen Saalmit Möbeln aus Hirschgeweihen ein, welche mit den schönsten Schnitz-werken von Elfenbein nach Zeichnungen Kirchmayr's geziert sind. AufGemälden in Oel findet man das Monogramm des 1846 verstorbenenKünstlers.

803. Unbekannter Formschneider, früher irrig Jakob Kerver; . f l und Jakob Köbel genannt. Er arbeitete in der ersten

''sl'ly Hälfte des 10. Jahrhunderts in Frankfurt a. M., oder inder Schweiz, und wir haben ihm unter l K III. No. 2682einen ausführlichen Artikel gewidmet. Die verkehrten Initialen kommenunsers Wissens nur auf einem einzigen Holzschnitte vor. Dieses Blatt