198 IW. Nr. 663-669.
Johann Weber, Stempelschneider in Florenz 1770-1784, zeich-nete öfter /. V., und daher ist er schon oben erwähnt.
Jakob Wiener, Stempelschneidor, geb. zu Venlo den 2. März 181 ;>,behauptet seit 1846 in Brunei den Ruf eines der vorzüglichsten Künstlerseines Faches. Es existiren mehrere Denkmünzen von seiner Hund.
665. Johann Wandereisen, Kupferstecher, war in der froherenI W ? h ^°' t ^ es ^' Jahrhunderts thätig. und zwar irgendwo in1 W OCft. B ayern . Von ihm findet man Tl Blatter mit Darstell-ungen aus dem Leben des lil. Augustin in folgendem Werke: VitaAurelii Augustini Ecclesiae Docloris , [conibus olim illuslrtita,Rudiori nunc calamo crplicata. A Willibaldo Maier, Can. Requl.Rhorae professo. lngolsladii Typis Wilhetmi Ederi. Anno üni.MÜCXXXL, fol. Die Kupferstiche wurden früher ohne Text ausge-geben, und die Platten lagen wahrscheinlich im Kloster zu Rohr. DieInitialen mit Seh., d. h. Schulpsit statt Sculpsit, stehen auf dem Blattemit dem Tode des hl. Augustin.
666. Jeremias Wolff, Kunsthändler und Kupferstecher in Augs-
/ W erevil Ann Vind lmrß ' welcner 172/rf oder 1730 starb,1. w. excua. Aug. vma. hattn zan i re i che Verlagsertlkel, von
welchen ihm die wenigsten dem Stiche nach angehören. Auf Blätternmit Kinderspielen und Ornamenten, dann auch auf solchen mit archi-tektonischen Vorstellungen nach Paul Decker kommen die Initialenals Adresse vor.
667. Unbekannter Kupferstecher, welcher in London lebte,
/ W <e et vre 177<2 «nd für Darley's Verlag arbeitete. Einj. w. sc. ei exe. u i *. Blatt mit der gegebenen Schrift h . At
den Titel: A Macaroni dressing Room, kl. qu. fol.
668. Jan Wandelaer, Maler und Kupferstecher, geb. zu Amstor-/r Wf*^, dam 1690, gest. 1789, hinterliess nur wenig Gemälde,<J- vv-J desto mehr aber Zeichnungen in rotber und schwarzerKreide, welche Bildnisse, historische und allegorische Compositionenund anatomische Figuren enthalten. Auf Bildnissen, welche J. Hou-bracken nach ihm gestochen hat, kommen die Cursiven vor, und derBeisatz pinx. lässt vermutheu, dass Wandelaer auch Portraitc in Oelgemalt habe. Dieselbe Bezeichnung trägt auch ein Kupferstich vonA. Delfos mit Narcissus, wie er sich im Wasser bewundert, qu 8.Im Hortus Cliffortiensis, in S. Vaillant's Bolanicon Parisiense *727,in der Anatomie von Albinus 1747, in den anatomischen Werken vonF. Ruysch 1737 &c. kommen viele Blätter nach seinen Zeichnungenvor. Wandelaer stach selbst eine bedeutende Anzahl in Kupfer.
669. Joseph Weiss, Historien- und Bildnissmaler, ein Schwabecy yV7~ von ^ eDurt i war * n München mehrere Jahre Gehülfe des/ VV °" dcs Mareci5 1 behauptete aber von 1730 an eine selbst-
U V * • ständige Stellung. Er malte Bildnisse in Oel und Miniatur,auch jenes des Kaisers Carl VII. , dessen Hofmaler er war. AuenStaffelei- und Altarbilder findet man. Im Jahre 1763 wurde er Inspektorder churfürstlichen Porzellan-Manufaktur in Nymphenburg, da er zu-gleich auch in der Schmelzmalerei zu seiner Zeit mehr leistete ■ **■ein anderer Künstler Münchens. Auf Bildern in Oel und auf Zeich-nungen kommen die Buchstaben J W vor. Auch etliche radirte Blätterhinterliess er. Dieser J. Weiss war der Vater des bekannten RadirersB. J. Weiss.