Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
184
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184 IVN. Nr. 611.

wir finden aber kein Gemälde von seiner Hand angezeigt. EtlicheBildnisse wurden nach ihm gestochen, wie jenes des Peter Proeliusvon Jan Visscher. Dem Jan van Noordt gegenüber tritt ein Juande Noort auf. Sein Name steht unter einem Bildnisse des DonBaltbasar Carolus Principe de Espafia, in einem reich verzierten Ovalemit Tennen. Der Name ist in Umschrift gegeben, fol. Man möchtevermuthen, dass Juan de Noort in Spanien gelebt hübe, und dass ermit Jan van Noordt nicht Eine Person sei, es wäre aber möglich, data.sich van Noordt später nach Spanien begeben habe, da seine Gemäldein den Niederlanden fast verschwunden sind. Man kennt nur radirteBlätter, und zwar Landschaften niit Thicren , so dass er solche auchgemalt haben könnte. Im Künstler-Lexicon haben wjr nur zwei dieserseltenen Blätter beschreiben können, wir vermehren aber hier dasVer/eichniss.

1) Die italienische Landschaft nach P. Lastman. Rechts bemerktman Ruinen auf Felsen, und unter diesen tritt besonders ein Rund-tempel hervor. Links stehen einige Bauernhäuser, und dorGartenzannhat da, wo der Brunnen steht, einen Eingang. In der Mitte des Hinter-grundes bemerkt mau ebenfalls einige Gebäude und einen Rundtempel.Im Vordergrunde der Landschaft sind einige Figuren, und darunterreitet ein Mann auf dem Esel nach dem Brunnen zu. Unten im Randeauf dem Steine : P. Laslm. inv. J. v. Noordt fecit 16'fij. H. 6 Z.1 L. Br. 7 Z. 11 L.

I. Wie beschrieben, mit Lastman's Namen.

II. Mit der Adresse von F. de Wit, und retouchirt. Der Nameam Steine wurde ausgeschliffen, und ist statt dessen die Adressehinzugefügt: F. de Wit exend

2) Die ruhende Viehheerde. Rechts bemerkt man zwei Ochsenund einen Hund, links ruhende Schafe bei zwei Ziegen, und im Grundebei einem Baumstamme ist das Milchmädchen mit Kübeln am Stocke.Links oben: Petrus Van [aar inv. J. v. N. fecit iGM. H. 5 Z. 9 L.Br. 8 Z. 1 L.

I. Wie beschrieben, vor der Adresse, und vor der No. 3. Sehrselten.

II. Mit der Adresse von P. Pot, und mit der No. 8.

Bartsch 1 p. 17 beschreibt dieses Blatt im Anhange zu P. de Laer.

3) Die ruhende ITeerde. Hinter ihr am Fussc des Baumes ist dieBäuerin mit zwei Milchkübeln am Stocke nach links gewandt. Linksoben steht: Petrus van Laar inv. J. v. N. fecit 1644. H. 3 Z. 10 L.Br. 4 Z.

4) Brustbild eines alten Mannes mit unbedecktem Kopfe von vorngesehen, doch im Leibe nach rechts gewandt. Der Grund ist weiss,mit Ausnahme eines kleinen Schlagschattens links über der Schulterdes Mannes. Ohne Zeichen. H. 0 Z. 3 L. Br. 4 Z. 7 L.

611. IVNCTA PISANVS ME FECIT '^ffliSbilde des Giunta von Pisa im Kloster St. Anna zu Pisa. Es ist aufeine gegypste über Holz gespannte Leinwand gemalt, und aus derKunstgeschichte bekannt, da es 1793 so gut als wieder neu entdecktwurde. Morrona gibt in seiner Pisa illuslra eine von Fambrini ge-stochene Abbildung, welche aber nicht so getreu ist, als. ein kleineresBlatt von Spiridione Mariotti. J. A. Ramboux hat diesen aus allenWunden blutenden Heiland am Kreuze in Aquarell copirt, und dieseZeichnung ist jetzt im Museum Ramboux zu Düsseldorf. In dem grossen