IVKF—IVL. Nr. S97-600. 181
Auf den Bildnissen kommt immer der Name vor, und wir ersehen,dass er einen Thcil derselben in Oel gemalt hatte. Auch unter denmeisten seiner Figurenscenen gibt er sich als Maler kund. Das ersteMonogramm findet man auf einem Blatte mit dem bärtigen Kopfe einesGreises nach rechts. Rechts unten ist das Zeichen, im ersten Druckeohne, und im zweiten mit F. H. 4 Z Br. 3 Z. 1 L. Die CursivenJVK stehen auf einem Scbabblatte mit der halben Figur eines Greises,welcher die Zeitung in beiden Händen halt. H.4Z.6L. Br. 3 Z. 6 L.J. Vevkolje hatte einen gleichnamigen Sohn, welcher ebenfallsBlätter in Schabmanier hinterlicss, welche immer dem Vater, d. i. demeinen und demselben .1. Verkolje zugeschrieben werden, nachCh. Krammfolgende :
1) Das Portrait eines Flötenspielers, nach F. Hals. Ohne Namenund Zeichen.
2) Ein Flötenspieler mit Federhut. Kiinstlor-Lcxicon No. 21.
3) Ein Mädchen mit dem Papagei. K.-L. No. 24.
4) Ein bellender Hund. K.-L. No. 2!».
B) Ein radirtes Blatt, von Kramm nicht näher bezeichnet.
597. Jan Verkolje jun., Maler und Stecher in Schabmanier, istfj W L/ L~[. schon im vorhergehenden Artikel genannt, und
^ ^ 7 / * ■'■ ■ wir bezieben uns zunächst darauf. Die ge-gebenen Buchstaben findet man auf landschaftlichen Zeichnungen mitFiguren, Thiercn und Gebäuden in Tusch.
598. Unbekannter Kupferstecher, welcher um 1640 in EnglandS.V Tj -C reicht haben dürfte. Die gegebenen Buchstaben findet
" [_/ man auf einem Blatte mit dem Bildnisse der Prinzessin
Anna von England, der Tochter des Königs Carl I., als Kind. Siesteht nach rechts gewandt mit einem Apfel in jeder Hand. Im Grundesind zwei Armsessel und ein Tabomet. Unten liest man: Lady AnnaDied the fl'A of December — idM), und im Rande: The portrature°f the high hörne Princess — Lord IG30. Links: Tho.' Jennerx'Ö40, 4. Um Ki40 hielt sich Jan Livons in England auf, wir wissen"■her nicht, ob ihm das Bildnis« der Prinzessin Anna zugeschriebenVerden kann. Wenigstens stach er das Bildniss des englischen MusikersJakob Gouter. In London lebte kein eingeborner Kupferstecher, aufWelchen die Buchstaben gedeutet werden könnten.
599. Jan van Lerberghe, Goldschmied und Ciseleur, wurde0. Sf. cJ' f K c ? en 'WH /u Courtray geboren, und Hess sich in
_ ■ o ■ o<_) .je Q ent n ; e( ] cri wo er „i s Künstler in seinem FacheSich bewies. Er radirte auch eine Folge von sechs kleinen Land-schaften nach J. Callot, welche als sehr gelungene Versuche zu be-dachten sind. Auf diesen Blättern kommen die Cursiven vor.
600. Jan van Londerseel, Zeichner und Kupferstecher, geb. zu<y. \ZJC Brügge 1S82, hintcrliess gegen 100 Blätter nach MartinG \y P (7 tle Vos ' Coninxloo > Vinckeboons, II. Goltzius u. A. Sieal ^'J- sind etwas trocken in der Behandlung, doch findet maneph- ftnC k Stiche, welc l' e nichts zu wünschen übrig lassen. Dazuvo u das Bi,,,n ' S8 des Dirk va " Coornhert nach dem grossen Stiche
" H. Goltzius. Links unten steht: J.V.L. — C.C, 4. Diese Bild-jSse hatte Cornelis Cornelissen von Ilaarlem gemalt, kl. 4. Auf anderen
atteru nach den genannten Meistern kommen die zweiten Buch-ten vor.