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4 (1871) IMM - SH
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180
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180 IV H I — I V K. Nr. 593—596.

den Blumenstücken dieses Meisters steht der Name in grossen Buch-staben. Justus van Huysum wird gewöhnlich als ein geringer Malerbezeichnet, was nicht der Fall ist. Er ist im Ganzen ein geistreicherKünstler, und steht nur in Blumenstücken seinem Sohne nach. Erstarb 1716.

593. Jan van den Hoecke, auch Jan van Hoecke und Hoeck,^ j,^/ 1 <j aber irrig Jan van Hock genannt, wurde nach der ge-

c/ \/~~L' i/' wohnlichen Angabe 1600 zu Antwerpen geboren, Krammfand aber in einem handschriftlichen Werke des van Mols die Geburts-zeit des Künstlers auf den 6. September 1598 bestimmt. J. van Hoeckewar Schüler von Rubens, und kommt unter dem Jahre 1025 im Bucheder St. Lucasgilde zu Antwerpen als freier Meister vor. Die Werkedieses Meisters sind leicht gezählt. Sie bestehen in Bildnissen undhistorischen Darstellungen, deren man in den Gallerien zu Wien,Schieissheim, Pommersfelden und Antwerpen findet. Das gegebeneMonogramm kommt auf keinem Gemälde vor. In der Galleric zuSchleisshoim ist eine Anbetung der Könige in der Weise des Rubensmit einem aus VH bestehenden Monogramme versehen, welches sichwahrscheinlich auf J. van Hoecke bezieht.

Das obige Zeichen steht auf einem breit und kühn radirten Blatte,welches man dem Jan van Hoecke zuschreiben kann. Es stellt denJohannes den Täufer in halber Figur vor. In 3 / 4 Ansicht nach linksgewandt, stützt er den linken Arm auf einen Stein, und trägt in derrechten Hand ein Kreuz von einer Bandrolle umwickelt. Links untenam Steine oder Fclscnhugel bemerkt man das Monogramm, welchesJ. van Hoecke Incidü oder Invenit zu lesen ist. Höhe (i Z. 11 L.Br. 5 Z. 5 L. Dieses Blatt ist sehr selten. Im Museum zu Amsterdamwird ein Exemplar aufbewahrt. J. van Hoecke starb 1651.

594. Unbekannter Maler oder Zeichner, welcher in der ersten

1*1 ii»i ot Unt H^fte des 18. Jahrhunderts in Holland gelebtJ. v. j. «et. ei ieiu. hat Er rad . rte ejn Bktt) welcheg dcn g leg

der Oesterreicher über die Bayern in der Schlacht von 8chardingenden 17. Jänner 1742 vorstellt. Unten steht: J. v. ./. del. et fecil,qu. fol.

595. Johann Ulrich Kraus, Zeichner und Kupferstecher, geb.sy£ riy zu Augsburg 1645, gest. 1719, hintorliess eine bedeutende

°^/ -J^ Anzahl von Blättern in der Weise des Sebastian le Giere.r.V.K.J"' Man findet deren in der Biblia Ectypa. Aug. Vind. ■J(>!) r >,fol., und in anderen theologischen Büchern. Dann findet man auchLandschaften, Ansichten von Gebäuden und Gärten u. s. w. Auf solchenBlättern, und auf Copien der Radirungen des Gerard Lairesse findetman das Monogramm. Auch die Initialen des Namens kommen vor.

596. Johann Verkolje, Maler und Kupferstecher in Schabmanier,\:W IW F geb ' zu Amsterdam den 9. Dccember 1650, gest EU Del»<7 09 \o' -f ^ä, * 8t nur durch wenig Gemälde bekannt, welche inJ 1/ IZ. J & Portraitcn und Genrebildern bestehen, aus welchen manden Schüler des J. Lievens erkennt. Verkolje drang auch in das Ge-heimniss der Schabkunst ein, und lieferte von 1680 an sehr schöneBlätter. Wir haben im Künstler-Lexinm SM Blätter verzeichnet, dar-unter 15 Bildnisse, zu welchen noch jene von Bleyswi.jk, (ioetlmlsiii/j,Johannes Roldanus, Martinus van Boeokelen und Jacobus de Rfo*kommen. Das im Lexicon erwähnte Bildniss des König« Wilhelm H|;von England ist zweimal geschabt, mit dem natürlichen Haar, und «J"der Perücke, gr. fol. Als Gegenstück dient das Bilduiss dor König" 1 '