128 IS. Nr. 404—40!».
3) Ein junger Falkner zu Pferd mit einem Vogel in der Hand,nach rechts gewandt. Oben rechts das Zeichen. Höhe 3 Z. 6 L.Br. 2 Z. 10 L.
404. Unbekannter Kupferstecher, welcher mit dem vorher-, ~. gehenden Meister nicht Eine Person ist. Bartsch IX. p. 4!)K
beschreibt folgende Blätter, spricht sich aber über den Meisternicht aus. Br ist nur Copist.
1) Job und seine Freunde. Erstem sitzt rechts auf dem Boden,gegenüber stehen drei Freunde und das Weib des Loth in der Mitte.Links unten steht: Non estis L , und üben bemerkt man das gegebeneZeichen mit der Jabrzahl 108*. Copie nach II. S. Üeham, li. No. Hi-ll. 2 Z. 8 L. Br. HZ. 1t L.
2) Herkules mit der Löwenhaut, vom Rücken gesehen. Er stehtmit der Keule in der Linken in einer Nische. Rechts unten / ü.Copie nach .lakob Binck, B. No. 4t). 1[. 2 Z. 10 L. Br. 1 Z. !i Li.
405. Johannes Stephanus nennt man nach Christ einen Gold-schmied und Kupferstecher, dessen bunzirl.o Blättermit /. S. bezeichnet sind. Brulliot II. Mo. 1683 undHeller S. 230 nehmen dicss als ausgemacht bin, underklären den Johannes Stephanus als Sohn des Eticnncde Laulne, welcher auf Kupferstichen S. F. oderStephanus F. zeichnete. Etienne de Laulne hatteallerdings einen Sohn Namens Johannes, di- 8er Künstler
war aber Zeichner. Auf dem ersten Blatte einer Folge von kleinenBlättern mit, Arabesken in Ovalen steht: Johani Filio Invent. StephanusVater Aelatis 00 FoeliciUr Sculpsit 1Ö7I). Auf dem Titelblatte eineranderen Folge mit Ornamenten steht derselbe Name, Immer aber istJohannes der Sohn des Stephanus nur als Zeichner genannt, nicht alsKupferstecher, Die Buchstaben /. S. sollen aber Johannes Stephanusbedeuten, und der Sohn des Stephan de Laulne soll sielt damit alsVerfertiger legitimirt haben, ohne dass man ein sicheres Blatt vonseiner Hand nachweisen kann. Der Künstler kann sich auch nichtJohannes Stephanus genannt haben , indem er Jean de Laulne heisst.Auch sind die Blätter mit /. S. von jenen des Stephan de Lauln*durchaus verschieden, und Jean de Laulne müssto ganz aus der Artgeschlagen haben. Der Meister /. S. hat die Umrisse leicht einge-stochen, und vollendete dann das Ganze mit dem Bunzcn, so dassfeine Punkte die Schatten bilden. Der Grund ist immer weiss, undAlles in einer Weise behandelt, welche dem Stephanus, und wob'auch seinem Sohne vollkommen fremd ist. Jean de Laulne bat, dal" 51viel weniger Anrecht, als ein anderer Johannes, von welchem ni» 11eine folge von sechs kleinen Blättern mit Goldsehmieds-Oinamentc' 1auf schwarzem Grunde kennt. Das zweite Blatt enthält eine lange TaW]mit dem römischen Alphabete und der Jahrzahl ir,itt>. Unten steht-JOANNES SCVLPSIT. Dieser Johannes ist, der Goldschmied «""
Kupferstecher Jobannes van Selen, welcher auch noch eine Folge vo''äusserst zart bebandelten Grottesken auf weissem Grunde von lo™mit seinem Namen bezeichnet, hat. Dieser Meister konnte /• S- 8°'zeichnet, haben, er mflsste aber nach I !W2 seine Manier geändert habe n jAuf die Blätter in Bunzennianier hat aber .lobst Stambein noch «*grösseres Recht. Man Bndet Zeichnungen mit seinem Namen, wölcBmit der Keiler umrissen und niisgct.usc.ht historische und mythnlogis'' 'Vorstellungen enthalten, und sehr schön in der Weise des Virgil oO'^tbehandelt sind. Die Bilder kommen in Medaillons und Ovalen vor, »»"dienten den Gold- und Silberschmieden zur Verzierung von Gefäs sC ''