I S. Nr. 384. 121
Künstler den 19. Sptember 1649 im Haag <lio Margaretha ran Goyen,
"je Tochter seines Meisten zum Traualtar geführt habe. Er muss
also vor [688 geboren seyn, indem einKnabe toh 13 Jahren nicht hei-
rathet. Sein Vater schritt 1628 zur ersten Ehe, und Jan Steen wird
bald nachgekommen seyn. Als Todesjahr des Künstlers bezeichnet
man allgemein t <>xj>, Ch. Kramm gibt aber den Wortlaut des Begräb-
nissbuches: 3 February nun. De St. Heterikerk en Tunte bolverken.
Jan Sleen, Langebrugge. Der Künstler Starb also den :t. Februar
• <>?!) zu Leyden, und zwar in seinem ererbten Hause auf der Lange-
£Üg. Ausserdem verweisen wir nur noch auf die Schrift: Jan Steen.
•'-tude xnr c ar i en Holland«, par F. van Westrheene W*. La Ilayv.
Y' Nyhoff mau. Mit dem Bildnisse von ,1. L. Cornet, Westrheene bat
< * ) * Beschuldigungen des Houbracken widerlegt, welcher den .lau steen
jsom Trunkenbolde und liederlichen Mann stempelte, ftoubracken
''atte sieh eingebildet, dass sieb in den Gemälden das eigene Leben
a °s Jan Steen abschildere, und somit zog er ihn in den Schenken
Un }her. Lustigen Humors, wie er war, war es ihm wohl vergönnt auch
S|, incn Humpen zu leeren. Was man dem Künstler alles nachsagte,
öft ben wir auch im Künstlcr-Lexicon nacherzählt, und man nimmt es
J c, 'Zt als böswillige Anekdote des Houbracken und von Consorten bin.
"Alkmaer lebte auch ein Maler Jan Steen, welcher Bierbrauer oder
' ( '"'nkwirih gewesen seyn soll. Gh. Kramm wendete sich desshalb
o einen Geschichtskundigen der Stadt, es findet sich aber keinurkund-
lc her Nachweis, dass dieser Maler Brauer war. Sein Haus steht noch
"''""iiwärtig, war aber nie eine Schenke. Der Alkmaer Jan Steen
SJIj'te ernsthafte Bilder, ist aber als Künstler wenig bekannt. Die
. "''bschilft des Jan Steen von Alkmaer wurde auf Jan Steen von
'''• Vl 'cn übertragen. Jan Steen von Alkmaer ist ein jüngerer Künstler,
" d lebte wahrscheinlich gegen Endo des 17. Jahrhunderts.
Das Genre des Jan Steen von Leyden ist bekannt, und er begegnet
•ur? in den ersten Gallerien und Sammlungen. Ausser seinen lustigen
'rthshaussconen gehen auch einige historische Bilder unter dein
•men des Jan Steen, aus welchem ebenfalls Adel und Gefühl spricht.
v 0 , nS T te Vorstellungen waren indessen nicht die Aufgabe des Jan Steen
da» CV( len; vielleicht konnte der erwähnte Jan Steen von Alkmaer,
niäl /"Schliche Bierbrauer damit eine Acquisitum machen. Auf Ge
find m ' 1 I,urst cllungen aus dem Familien- und Wirthshaiisleben
abe ' man ^ as e ' n0 °d° r das andere der obigen /eichen. Sic sind
Und f" 0 * 1 m ' t c ^ em Namen verbunden, nach der Grösse der Gemälde
der Lage in denselben geordnet.
"o*- Jan Sonje, auch Soinje und irrig Songe genannt, hintcrliessLandschaften mit Thieren, welche einen vorzüg-' liehen Meister verrathon. Die Staffage ist abermanchmal von Carl Dujardin. Bilder dieser ArtL) fA sind von hohem W'erlhe, besonders wenn sie inQ)r Silbcrton durchgeführt sind, und der beleuchteteHimmel mit dem dunklen Baumwucbs des Vorder-grundes nicht zu grell absticht. Die Vordergründeneh.^ n 8e 'ien grossen Gemälden meist zu schwärt, und in unange-Rhei,,] 01 Cont ™sto mit dem klaren Himmel. Ausserdem findet manFjg u ari dschaften in der Weise des Hermann Snftleven mit einigenbeha n .i n ,. Diese Bilder sind von grünlichem Tone, und nicht so gut^ Gema'i/' 8 S0 ' nc Viehweiden mit Eichen, Eschen und Weidenbäumen.eine jrro l dieses Meisters kommt das Monogramm vor. Wir kennensse Landschaft, in welcher das Zeichen mit dem ganzen Namen