Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
82
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82 IP. Nr. 228-231.

Decennium eorum, quae in Gallia post mortem Francisci II.contigere. .30 figurae partim aeri, partim ligno incis. expressae, fol.

Man findet Radirungen und Holzschnitte mit lateinischen Unter-schriften, und der Titel ist daher ebenfalls lateinisch. Diese Ausgabedttrfte die erste scyn.

Frcnzel zeigt im Catalog Sternberg IV. No. 18 einen deutschenTitel an :

Der erste tail Manehetiayen gedcnkwttvdiycr Historien von Krieg,Mord — abconterfeut.

In der Sternbcrg'schon Sammlung waren 20 Radirungon und 13 Holz-schnitte, mit der Bezeichnung: PEIUSSIM FECIT IMG, TORTORELfecil, gr. qu. fol. Die Titelverzierung ist dieselbe wie in der Ausgabemit französischem Text, und es scheint daber für Deutschland eineeigene Ausgabe veranstaltet worden zu scyn. Es handelt sich dem-nach nicht um Copien.

228. Unbekannter Kupferstecher, welcher In der zweiten Hälfte"P des 16. Jahrhunderts thätig war. Sein Zeichen findet man auf

Tv einer gegenseitigen Copie des Blattes von A. Dürer, welchesunter dem Namen des kleinen Glückes oder der Fortuna bekannt ist,B. No. 78. Die nackte weibliche Figur steht auf der Kugel nachrechts gewandt. H. 4 Z. 5 L. Br. 2 Z. 0 L.

229. Jakob Peutinger, Münzmeistcr der Reichsstadt Augsburgi, von 1420—1429, Hess auf Münzstempeln sein Monogramm oin-1 graviren. Er ist der Grossvater des berühmten Dr. Conrad

Peutinger.

230. Johann Daniel Ther Portten, Kupferstecher, ist schon imJi/- Ji <i /. zweiten Bande No. 1314 eingeführt, und wir haben aufA-/ vi/ °' das Werk aufmerksam gemacht, in welchem Blatter vonseiner Hand vorkommen. Sie bestehen in biblisch-allegorischen Vor-stellungen nach den Zeichnungen eines Thomas Scbnops. Das ersteMonogramm steht auf einem Blatte mit Christus unter einem offenenTempel) zu welchem mehrere Stufen führen. Unten ist eine Reihevon Nachfolgern desselben, mit dem Schrifttexte: St Quis Vult PostMe Venire etc. Das Blatt mit dem zweiten Zeichen enthält eine Alle-gorie auf die Erscheinung des hl. Geistes: Ignem veni mitlere etc.

231. Jakob und Jan Pinas, Maler von Baarlem. werden häufig• mit einander verwechselt, indem sie in derselben Weise

^f^) malten. Sie sind beide als Vorläufer Bembrandt's zu bo-// trachten, doch ging letzterer in der Auffassung einen andernI Weg, und stimmt nur in der bräunlichen Färbung mit Pina».K^S Jakob Pinas wurde gegen liiOO geboren, und malto histo-

rische Darstellungen in Oel. Im Catalog van Iloet wird ein Bild mitAbraham und Loth in einer zierlichen Landschaft gesaunt, und diesesBild wurde mit 160 fi. bezahlt. Wir glauben, dass dem Jakob Pinasauch die Gemälde und Zeichnungen mit dem gegebenen Monogrammeangehören, obgleich sie gewöhnlich dem Jan Pinas zugeschriebenwerden. Ueber letzteren haben wir unter einem aus HP gebildetenMonogramme III. No. 1338 gehandelt. Beide Künstler zeichneten aberauch J. Pinas oder Pt/iias, und daher ist es schwer zu sagen, welchergemeint sei. Jakob ht der jüngere Bruder und Schüler des Jan Tinas,und letzterer muss daher um 1S80 geboren scyn. Im Jahn 1608 reisteJan Pinas mit Peter Lastman nach Italien, und er kann daber nicht1HÜ7 geboren seyn, wieBryan und sein Commentator Stanley behaupten-