Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
32
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32 I 0 A N. Nr. 84.

selben copirt haben, welcher nicht mehr vorhanden ist. Man findetzwei alte Copien ohne Zeichen, wovon die eine ohne Grund dem Bene-detto Montagna zugeschrieben wird.

Eine andere Copie mit der Jahrzahl /,542 und unleserlicher In-schrift (Divo Herculi Invicto) erscheint wie Holzschnitt, kommt abervon einem Metallstock. Sie ist sehr kühn behandelt mit breiten Strichen,und scharfer Andeutung der Musculatur. H. 0 Z. 2 L. Br. 8 Z. 1 L.

12) Silen auf dem Fasse von Liebesgöttern umgeben. Der einegibt ihm zu trinken, ein anderer reicht Trauben dar. Ohne Zeichen.II. B Z. 10 L. Br. 8 Z. !i L.

Bartsch No. 17 schreibt dieses Blatt dem Antonio Bresciano zu,Ottley nennt es nicht. Im Style der Zeichnung erinnert es an Man-tegna, aber nicht im Stiche.

13) Der Zug der Senatoren. Gegenseitige Copie nach A. Man-tegna, B. No. 11. Der Zug der Senatoren, oder wie man auch glaubte,der gefangenen Philosophen, geht nach links, und schliesst mit be-waffneten Kriegern. Ohne Zeichen. H. 10 Z. 0 L. Br. 9 Z. 11 L.

Die Copie schreibt Bartsch No. 7 dem Gio. Antonio Bresciano zu,Ottley erwähnt sie nicht. Dieses Blatt ist mehr ausgeführt, als dasOriginal. Die Charaktere auf dem Schuhwerke der beiden in der Mittevorn stehenden Figuren sind verkehrt, geben aber keinen Sinn.

14) Der Zug der Klephanten mit Blumenkörben auf dem Kopfe,voraus zwei Trompeter und drei Jünglinge mit dem Stier. Copie nachA. Mantegna, B. No. 12. Ohne Zeichen. II. 10 Z. 8 L. Br. 9 Z. 8 L.

Diese schöne Copie schreibt Bartsch No. 8 dem Gio. Antonio zu,und unterscheidet sie von dem Originale an der Zahl der kleinenRinge, mit welchen das Band zwischen den zwei Widderköpfen ammittleren Caudelaber geziert ist. Im Original zählt man deren eilf,und in der Copie nach Bartsch nur acht; allein es zeigen sich deut-lich neun Ringe. Ucberdiess erfasste der Copist die Reinheit derFormen nicht, und mau vermisst bei ihm die Schönheit des Aus-druckes der Köpfe.

Bartsch No. 12 schreibt eine Wiederholung derselben Compositiondem Mantegna selbst zu; allein es dürfte sich um eine Copie desBlattes des Antonio Bresciano handeln. Die Wiederholung ist weicherbehandelt, als das Original, und stimmt daher nicht mit der Weisedes Mantegna.

15) Der Zug der Soldaten mit Trophäen, und von Männern mitVasen nach rechts. Gegenseitige Copie nach Mantegna, B. No. 14.H. 10 Z. 2 L. Br. 9 Z. 7 L.

Dieses von Bartsch No. 9 dem Antonio da Brescia zugeschriebeneBlatt schliesst sich au den Zug der Elephanfeu an, und es zeigt sichkein Pfeiler, welcher nach Bartsch die Vorstellungen trennen soll.

IG) Kino Schlucht. In der Mitte guloppirt ein Römer mit derKeule nach rechts, wo ein anderer Reiter mit dem Schwerte auf denFahnenträger eindringt, welcher sein Feldzeichen mit den Armen undden Zähnen vertheidigt. Von links kommt ein anderer Reiter mit dergeschwungenen Keule heran, und zwei Soldaten fliehen zu Fuss. DasFeld ist mit Helmen und Waffenstücken bedeckt. Unter den Pferdenliegen zwei Verwundete, und ein Soldat vorsucht unter seinem ge-tödteten Pferde emporzukommen. H. 10 Z. 10 L. Br. 10 Z. 4 L.

Bartsch XIII. p. 105 No. 2 schreibt dieses Blatt einem anonymenMeister zu, bemerkt aber, dass es in der Behandlung viel an Antonioda Brescia erinnere. Bartsch hatte aber ein beschnittenes Exemplarvor sich, und er stellt nicht in Abrede, dass der Name oder das Zeicheneines Kupferstechers abgeschnitten sei. Zanetti beschreibt im Cabinet