Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
31
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10 AN. Nr. 84. 31

Die Gruppe der M*adonna mit dem Kinde scheint immer dieselbe zuseyn, man fand aber bisher die abweichenden Angaben noch nicht be-stätigt. Brulliot wollte zwei verschiedene Abdrücke annehmen, underklärte jenen mit dem Vorhango hinter der Gruppe für retouchirt,so dass der schlafende Joseph verdeckt worden wäre. Damit stimmtZanetti nicht übercin, sondern will eher zwei verschiedene Blätterannehmen. Die Originalpkitto tun Abdrucke mit dem Vorhange be-findet sich im Cabinet, des Marquis Malaspina, und ist auf beidenSeiten gestochen. Auf der Rückseite ist eine nackte aus dem Bfedesteigende Venus mit dem Monogramme des A. Dürer. Die Vorstellungist aber einem Stiche des Marc Anton entnommen, und nur im Grundesind Veränderungen angebracht.

Wir sind bisher dem A. Zanetti gefolgt, fuhren aber jetzt zurmöglichen Bereinigung des Thatbestandcs das Blatt auf Bcnedctto

Montagna zurück. Bartsch No. 7 schreibt dieselbe Vorstellung dein

Letzteren zu, er hatte aber einen Abdruck ohne Täfelchen mit 10AN.HX.

Der Stich stimmt wirklich für B. Montagna, und es fragt sich daher,

ob Gio. Antonio da Brescia eine fremde Platte mit seinem Zeichen

versehen habe, oder ob dieses ohne sein Wissen eingestochen wurde.

Es möchte wohl seyn, da auch die Vorstellung der backenden Venus

auf der Rückseite der Platte irrig mit Düror's Zeichen versehen wurde.5) Die hl. Jungfrau im reichen Gewände sitzend, wie sie das Kind

umarmt. II. 12 Z. 15 L. Br. !t Z. 8 L.

Diese Vorstellung ist nach A. Mantegna copirt. Bartsch No. 8

nimmt die Abdrücke der Copic für den ersten Stand der Originalplatte.

Die Figuren der Madonna und des Kindes haben keine Aureolen.

0) Die Darstellung der hl. Jungfrau im Tempel, B. No. 4, Ottley

II. 588. II. 11 Z. 4 L. Br. 7 Z. 6 L.

Dieses Blatt fertigte der Künstler in Korn, und es weicht in der

Behandlung so sehr von den übrigen ab, data man es ohne Zeichen

dem Anton von Brescia nicht zuschreiben würde.

7) Die hl. Jungfrau in Umgebung von St. Franz von Assisi, Magda-lena und Catharina, B. XV. p. 22 No. 13, Ottley p. 863. II. HZ. 2 L.Br. 8 Z. i L. Auktion Sykes 4 £ 14 Sh.

Der Meister RVR hat dieses Blatt von der Gegenseite copirt.

8) Christus mit der Dornenkrone dem Volke vorgestellt. In derlinken Ecke: 10. AN. B. F. II. 4 Z. 2 L. Br. 3 Z. 2 L.

!t) Die Krcuzabnebmung. Am Fusse des Kreuzes wird Maria vonzwei Frauen unterstützt, und Magdalena ist vom Rücken gesehen.Ohne Zeichen. II. I(i Z. 8 L. Hr. 13 Z. 3 L'.

Vasuri schreibt dem A. Mantegna eine Kreuzabnehmimg zu, unddaher zählt Bartsch No. 4 diesen Stich im Artikel dieses Künstlersauf, worin ihm auch ottley und Zani beistimmen. Ks scheint abereine Copie vorhanden zu seyn, nämlich jene in der erwähnten Grösse.Diese Copie stimmt ganz mit der Grablegung nach Mantegna No. 3,welche Bartsch No. 2 dem Gio. Antonio zuschreibt. Diese Copie hatdie Buchstaben f. N. R. I. im Täfelchen des mittleren Kreuzes, undoben vier statt der drei Vögel im Originale. Höhe 17 Z. 2 L. Breite13 Z. 6 L.

10) St. Petrus mit den Schlüsseln. Zu den Seiten dos Kopfes SP,unten in der Mitte 10. AN. B. No. 6, Ottley p. B63. II. 7 Z. !> L.Br. 4 Z. 8 I,

11) Herkules und Anthcus. Auf der Tafel am Baume links:10. AN. BX. II. !) Z. 2 L. Br. ß Z. 4 L.

Dieses Blatt erwähnt Bartsch No. 13. Die Composition scheintvon A. Mantegna zu seyn, und Gio. Antonio dürfte einen Stich des-