Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
23
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TNOLF — IN VE. Nr. Ü9—64. 23

59. Joseph Franz Nollekens, LandSchafts- andGenremaler, geb.

IT ^ zu Antwerpen 1706; war Schüler von Peter TU*

AT I o T~ , lernans, und kam später nach London, wo seine'. j\| 0 J_j ' P Bilder grossen Beifall fanden. Er malte Land-J schaffen und Scenen aus dem Bauernleben. Auf

MrvT^ solchen Bauernbildern fand Brulliot I. No. 061

l\Oi_j . die erste Abbreviatur. Wir sahen zwei Gemälde

mit der zweiten Inschrift. Das eine stellt einen Bauer mit der Pfeife,das andere ein Weib mit der Kohlenpfanne vor. Beide wurden fürArbeiten des J. Nollekens erklärt. Dieser Meister starb 1748 in Lon-don, wir wissen aber nicht, auf welchem Weg die Bilder des rauchendenBauers und des Weibes mit der Gluthpfannc nach Manchen gekommensind. Die Gemftlde erinnern an Jan Qoremans, welcher L688 in Ant-werpen gehören wurde, und 17U9 starb. Er malte ebenfalls Bauern-goscllschaften , und somit könnte ihm J. Nollekens in seiner früherenZeit nachgeahmt haben.

60. Charles le Brun, Historienmaler und Radirer, ist im zweitenn / r> " ant ^ c No. 362 bereits eingeführt, und wir ver-

JTh- O- C Ct E> weisen zunächst auf jenen Artikel. Ms handeltv ' sieh um das daselbst erwähnte Work: La petite

Galerie du Louvre du dessin de feu Mr. le Brun. Destinio et gra-nie par Saint Andri, gr. fol. Auf Blättern dieses Werkes kommtdie oliige Schrift vor, d. i. Iiwcnliim per Carolum le Brun.

61. Johann Nepomuk Schödlberger, Genre- und LandschaftsmalerI N S' / A/ V '""' ^ a( J' rei '> S ( 'h. zu Wien 177!), hinterlicss eineL LN o / /V \j ■ bedeutende Anzahl von Gemälden, welche in den

Qjy S ■ Besitz i\c,v (irossen des Kaiserstaates übergingen,wie wir bereits im Künstler-Lcxicon angegeben haben. Die Initialendes Namens kommen weniger auf Gem&lden, als auf Tuschzeichnungesund Radirungen des Meisters vor Von den letzteren bilden 12 Blättereine Folge mit mythologischen Figuren, Ruinen, Monumenten undanderer Stafi'agc, Auf mehreren Radirungon Steht der Name, auf an-deren wechseln aber die Initialen desselben. Der Künstler bedientesich aber auch eines Monogramms, welches wir unter IS I S bringenmüssen.

«2. Johannes Mni von Urbino hinterlicss 24 Blätter mit dem

•T 7ir t/- römischen Alphabet in Majuskeln auf landschaftlichem

•XV- v Grunde, sie sind in Kupfer gestochen, thcils mit den

Initialen, thcils mit dem Namen .loh. Mni Urbain UM und UMt

bezeichnet. Der Kupferstecher Giovarini Nini ist uns durch keine

weiteren Blätter bekannt.

63. Martin de Vos ist weniger durch Gemälde, als durch Kupfcr-IN, VQM. stlc ) 10 nacn solchen und nach Zeichnungen bekannt.,. ' Auf Blättern von den Badeier, Collaert u. A. stehen

die gegebenen Buchstaben statt MD V. Ii\-. d. h. Martin De VosInventor.

«4. Johann Ladenspelder van Essen'? Diese initialen stellenI N. V, E nacn Heller auf einer in Kupfer gestochenen Copie des. . ' „''_•" Iila 'tes von Albrecht Dürer mit dem lesenden hl. An-tonius is. iso. 88. Das Bild ist von der Gegenseite genommen, undaucn um dem Monogramme des A. Dürer IB19 versehen. II. :i Z.

7 L. Br. :; z. :t l.

in v M v Laue,ls l )clue i' zeichnete die andern Copicn nach A. Dürer' «• V. E. , und es fragt sich daher, ob auf dem Blatte mit St. Antonius