422 Z. Nr. 2110 — 2113.
Das in schwarzer Kunst ausgeführte Blatt führt die Unterschrift: TheR< Hono hu Edward Earl of Clarendon Lord High ChaneelJor of Eng-land and Chancellor of the Unirersity of Oxford. Anno Dom. I0C7. Fol,
2110. Unbekannter italienischer Formschneider, wolcher mitkleinen Darstellungen aus dem alten und neuen Testament fol-
'l> P. gendes Buch schmückte: Officium beatae Mariao Virginis, S. Pii V.Pontificis maximi iussu editum, et Vrbani VIII auctoritate rocogni-tum. Additis Psalmis, Hyinnis etc. Venotiis, ex Typographia Balleoniana.LDCCXXXIII. Das Zeichen findet sich auf folgenden Darstellungen:
Der König David, knieend, in der Luft ein Engel. Die BuchstabonZ P stehen links bei der Harfe.
Die Geburt der hl. Jungfrau. In der Mitte unten die obigenBuchstaben.
Das Begräbniss Christi. Unten in der Mitte dio Buchstaben.
Das Pfingstfest. Unten nach links die Buchstaben.
Die Holzschnitte sind in den Text eingedruckt und haben 3 Z. 3 L.Höhe und 1 Z. 10 L. Broite.
2111. Unbekannter italienischer Formschneider, welchor wahr-
schoinlich mit dem im vorhorgehonden Artikel bo~Z. P. F. Roma. sprochenen Künstler identisch ist. Der Buchstabe F
in dem Zeichen dürfte mit Fecit zu deuten sein.Das Zeichen steht auf einem Blatte, welchos- dio Madonna mitKrone, Scliloior und Storneninantel vorstollt. Sio hat das Kind auf dornSchoosse. Von Mutter und Kind träufelt Blut horab, das ein bärtigorMann auffangt. Darunter: Santitsima Viryinn Mudre dl Dio etc.
2112. Unbekannter neuerer Landschaftsmaler. Sein Zeichenfanden wir auf einem geschickt behandelton Bilde, welchesein Stück See mit waldigem Ufer darstellt und im Vorder-gründe mit oinom Hirtenbuben und ein Paar Kühen stafl'irtist. Möglich, dass das Zoichen dem Richard oder RobertZimmermann angohört; zwei Brüder, welche, aus Sachsongebürtig, lange Zeit in München thätig waren. RichardZimmermann ist 1875, Robort 1864 gestorben
2113. Reinier Zeeman, Marinemaler und Radirer. Soin eigent-licher Familienname ist Nooma, er war in seiner JugendSeemann, holländisch Zeeman, und ist als Künstlorunter letzterem Namen bekannt geworden. Dio Nach-
~ J i? pc Metfor richten über sein Lebon sind sehr dürftig, weder Ge-j ma/v burts-noch Todesjahr weiss man anzugeben. Man kannnur sagen, dass er um 1650 in Amsterdam gelebt hat;da auf dem Titel einer Folge seiner Blätter (Nr. 23—30) steht: Faictspar lin. Zeeman a Amsterdam, Ao 1656. Nach einigen andern Blätternscheint er auch in Frankreich sich aufgehalten zu haben. Dio Radirungondes Künstlers sind meist fein durchgeführt und zeigen oino genaueKonntniss des Seewesens; auch geben sie das Wellonleben des Mooresmit grosser Wahrheit wiodor. Bartsch V. 12611'. beschreibt 15 I Blätter.denen R. Woigel: Supplements au Pointre gravour I. p. 247, noch oineAnzahl andorer boifügt. Ks kommen Copioon und Nachahmungen dorRadirungen Zeeman's vor, welche in älteren Katalogen zuweilen alsOriginale aufgeführt werden, doch sind diese Blätter viel roher bohandelt.Der Meister hat seine Blätter meist mit li. Zeeman oder auch Zeemanbezeichnet; doch kommen auch dio oben gogobonen Initialen vor. Sozunächst auf einem seltenen Blatt, welches zuerst von Woigel, Suppl.
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