410 Z. Nr. 2048 — 2051.
2. Werkos gesagt, die Buchstaben dos Alphabets die betreffendeInnung wio zugleich das Entstohungsjahr der Arboit an. Vorgl.hierüber "VV. Chaffers: Hall-Marks on Gold- and Silber-Plate. 1875.
2048. Der Buchstabe Z bezeichnet auf M ü n z o n zuweilen den2 Münzstand, von welchem dio Münzen ausgegangen, oder auch
die Münzstätte, bezüglich wolchcr Zeichon wir auf Sehliokoyson's
schon öftors von uns citirtes Work übor dio Abkürzungon auf Münzonvorweisen. In Folgendom nennen wir nur die Stentpeltehneider undMiiuziucistcr, welcho Geprägo mit Z zeichneten:
Georg David Ziegenhorn, Münzmoister in Oldenburg, Jovor, Biele-feld , Zorbst, 1604 —1675. üorselbe bedionto sich auch oinos aus denBuchstabon G. D. Z. bostohondon Zoichons.
Ernst Hermann Agathus Ziegler, Münzmoister in Stolborg 1790bis 1807, welcher zuweilen auch A Z odor E. H A. Z. gozoichnot hat.
Zinken, Münzmoister in Harzgorodo 1821 — 1848.
Philipp Zollmann, seit 1843 Münzmoister in Wiosbadon. Ausserdemsignirto er Gepräge mit P. Z.
2049. Auf Erzeugnissen der Porzellanmanufactur zu Sevres be-z deutet dor Buchstabe Z dio Jahrzahl 1777. Dio gonannto Manu-
factur datirte, wio boroits gesagt, lango Zoit mit dorn Buchstabendes Alphabets.
2050. Albert Zeh, Zoichnor und Landschaftsmaler, ein SchülerLudwig Kichtors, war um dio Mitto dieses Jahrhunderts kurze
TT Zeit in Dresden thätig, wo er jung verstorben ist. Kr hat zu
Z-i einigen Holzschnittwerken die Zeichnungen geliefert. Auf den
BlUtero eines derartigen Werkes, wolches betitelt: Dos Jahros
Lauf in Lied und Bild von Fr. Anackor und A. Zeh. Loipzig u. Dresden,
kommt das obige Zeichen vor.
2051. Zoan Andrea wird seit Zani ein Kupferstechor vom Ende
dos 15. und vom Anfang dos 10. Jahr-/^ a hundorts genannt, dessen Blatter mit
• ^ • y-\ • .^ . y\^ • Z. A. bezeichnot sind. Zani, welcherWj ^ den Künstler für oinon Schüler des
y *^ d x A x Matcgna hält und dor vonotianischen
^~* ■'»■ Schule vindieirt, theilt ihm auch
verschiedene mit obigen Buchstabengigniite Holzschnitte zu. Bartsch XIII, 293 ff. adoptirte die AnnahmenZani's und beschreibt 33 Blätter als von diesem Zoan Andrea gestochen.Ottloy lässt nur 19 Blätter als Arbeiten desselben gelten, gibt einigedem Mantegna zurück und erklärt sich insbesondere gegen die Identitätdes Kupferstechei's und Formschneiders. Später hat l'assavant, der dievon Bartsch beschriebenen Stücke mit 28 vermehrt« und die Holzschnittewieder mit in das Work dos Künstlers aufnahm, die Beantwortung derFrage nach der Person und den Arbeiten Zoan's fast mehr von Neuemverwirrt als aufgehellt. Man nimmt jedoch mit Eecht gegenwärtig an,dass der Kupferstecher und der Holzschneider zwei verschiedene Per-sonen sind, und dass auch unter den Kupferstichen, welche unter den)Kamen des Zoan Andrea gehen, sieh viel Fremdes befindet. EinenBOh&tzbaren, anregenden Beitrag zur Kritik der Blätter lieferte neuer-dings F. Kolloff in dor II. Aullage von Nagler's Künstler-Lexikon , Lp. i>98 ff., welchen Artikel wir in dem folgenden Verzeichnis« dor sig-nirten Blatter Zoan Andrea'« benutzt, haben,