Druckschrift 
5 (1879) SJ - Z
Entstehung
Seite
322
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322 WC. Nr. 169&—1699.

WC€-

1595. Dieso Buchstabon stehon unter oinora Bildnisse des VeitHolzschuhor, Brustbild in einem mit Säulen versehenenZimmor. Im ersten Drueko steht unten: Thomas Hirsch-man sculpuit 1670, im zweiton an der Stollo diosor Schrift:Vitus Holtzschue.rus A. Neuburg — denatux MDXXC.

Die XXI. Nov. Dieso Abdrücke habon obige Initialen, wolcho aberkoinon Künstler andouten dürften.

1596. Wilhelm Chodowiecky, der als Kupferstecher bereits obon

erwähnte Sohn dos berühmten Daniel Chodowiecky, be-

»"flW/i diente sich noch dieser Signatur. Dieselbe, steht auf

■/"' einem, von ihm, nach der Zeichnung seines Vaters ge-

stochonon Blatte im Almanac de Gotha von 1789. Das

Blatt stellt Friedrich den Grosson dar, wie or sich den Sarg des grossen

Kurfürsten öffnen lässt. Noch gehört dem Künstler das Kupfer Nr. 7 an,

welches schwach eingekratzt seinen Namen W. Chodowioci (sie) enthält.

1597. Diese Buchstabon, nebst der Jahrzahl 1586 stehon auf einom

soltenon Grabsticholblatt, welchos die h. JungfrauW. C. I. li. 1'. mit dem Kinde auf den Knieon darstellt. Brstere

ist sitzend und im Profil dargestellt. Das Jesus-kind hält an einom Faden oinon kloinen Vogol. Don Grund bildet einZimmer mit Thür und Fenster. Hechts unten dio obigon Buchstabon.IT. 10 Z., Br. 8 Z. 2 L.

Bartsch, IX p. 578 boschreibt das Blatt, aber ohne die Buchstabenerklären zu können. In Holland übersetzt man sio mit: WilhelmusOlivensit inveuit et fecit. Doch will dio Lebenszeit dos Wilhelm vanCloof, eines Bruders von Heinrich und Martin van Oloof, nicht rochtmit der Jahreszahl stimmen, welche dem Zeichen beigegeben ist. Mola'hat die Lesart Hazard's für sich, welchor die Inschrift mit WenceslaiisCoeberger invenit et fecit erklärt. Letzterer Malor, oin Antwerpener,war Schüler des Martin de Vos und hatte Italien besucht. Er lebte gegenKmlo dos 16. Jahrhunderts und könnte hier wohl in Frage kommen.

1598. A. W. Graf von Meilin gab folgendes Work heraus: Ver-such einer Anweisung zur Anlegung . . . der Wildbahnen.

■y C jl Berlin u. Stettin 177f). 4. Die 118 Kupfer dieses Werkes,

Jagdgegenstände enthaltend, sind von dorn Grafen gezcicbiiet

und theils auch von ihm selbst, thoils von Halfponny, lliedingcr

und De Sevo radirt. Billige Blätter sind WO M bezeichnet. Auf andoron

steht, wie boreits an oiner früheren Stollo gesagt: 0. M^ odor C. W M.

Der Buchstabe 0 in den Zoichon bedeutet: (!omos.

1599. Wendelin Dietterlin, Maler, Architekt, Bossiror und liadiror,geb. 1550 zu Strassburg, gost. ebenda 1699. l ,oSKünstlers Gomälde sollen hauptsächlich in Freskenbestanden haben; jedoch sind koine derartigenArbeiten von ihm auf uns gokommon. Sandrat*rühmt besonders seinen Elias auf dem feurig 1 '"Wagen, welcho Composition M. Groutor 1589 mKupfer gestochen hat. Auch von seinen Staffele 1 'hildorn existirt nur oin einziges bezeichnetes Ge-mälde im Wioner Bolvodore, die Berufung ''esMatthias in reicher Architektur darstellend. D il8Bild trägt das dritte der von uns gegebenenZoichon. A. VVoltmann, in seiner (Joschiehto der