128 TP. Nr. 606-610.
606. Miijolikon, im 18. Jahrhundert in Siena gofortigt, tragen
____, . dioso Bezeichnung.
TERCHL.
607.
1 eninpcl üei. stobt auf einem Blatte, welches in zwei RundungenLandschafton mit Architoktnr und Figuren enthält.Der Stocher Paris ist nicht genannt, wenigstens nicht in ersten Ab-drücken Kl.-Qu -Fol. Hieser Terimpol ist Anton Ter Hinipel, welcherum die Mitte dos 17. Jahrhunderts in Dolft thiitig war, Audi Terompelfindet sich der Künstlername zuweilen Irrthnmlioh geschrieben.
608. Louis Testelin oder Tettelin, Maler und Radirer, geh. zu
Paris 1615, bildete sich in S. Vouot's Schule, «chloss
'Fett- hl- sich jedoch später eng un Jj. lo Brun und thoilt die
.j- .. Vorzüge and Mängel der französiehon Historienmalerei
J.. IIPliH. jener Zoit. Kinos seiner gerühinteston Gemälde ist dio
Krweckung der Tahitha. Tostolin gohörto zu den zwölf
Mitgliedern der 1648 gegründeten Akademie zu Paris und wurde 1650
Professor an dieser Anstalt.
Dio obigen Namenskurzungen lindet man auf einer Folge von 6Blättern, Ktndergruppen mit Quirlanden und Postens, Friese zu Stück-arbeiten, welche L. Ferdinand nach dem Meister gostochon hat. Qu-Fol.
689. Kin unbekannter Siimmlor bezeichnete in dieser Woiso diein seinen Besitz gelangten Kunstsachen.Fiorillo fand das Zeichen, welchem dio
TT T \ 7 • l: 'l"' /lllll( ' l > 1749 »'«1 1750 beigefügt, aufY/ Werken der Gemäldesammlung der Univer-
sität Göttingen, Vorgl. dessen Beschreibungder genannton Sammlang vom Jahre 1805.
610. Das erste der beiden liier mitgetheilten Zeichen sieht man
auf einem Hilde Ralfs V in der (jlallerio de* Helvodero zu
^-> Wien. Das liild wurde auf dieses Zeichen hin, wie auchwegen seiner Aobnlichkoit mit vonetianischen Arbeiten, inden Katalogen der genannton Sammlung dorn Tizian oderdoch dessen Schule zugeschrieben. Neuerdings dagogon istvon Ed. v, Kngeitb das Bild als oino Arboit dos Jacob
$Seisenegger, Kaiser Fordinand's 1 Hofmaler, erkannt worden.S. Zoitseh. f. bild. Kunst. Jahrg. X. p. 158 158. Bngerth'sAnnahme stützt sich auf eigenhändige Aufzeichnungen Seisen-eggors, wio auf Vorgloicho mit nouordings aufgefundenenWerken des Künstlers. Die gegenwärtige Form des Monogramms scheintihm, durch eine Zutbat, aus dem Monogramm Seisoneggors (dem obenvon uns mitgothoilton zwoiton Zeichen), in jenes Tizian's umgestaltest,was bei späteren Auffrischungen sohr leicht auch bona fido geschehensein kann. Wir habon letzteres Monogramm bereits einmal an einerfrüheren Stelle, unter S . I gegeben, dasselbe ist dort nicht ganz genauund auch ohne Angabo der Quelle wiedergegeben. Wir bringen daherda« Zeiclwm hier nochmals und bemerken dabei, data es einem zwoiton,ebenfalls in Wien befindlichen, wohlbeglaubigten Bildnis« Kaiser Karl's V.entnommen ist. Ueber den Meister selbst ist sehen im vorigen Händedie Rede gewesen und zwar anter den Buchstaben 1. S. P. d. i. JacobSeisenegger Pictor, einer Bezeichnung, deren sich der Künstler ebenfallsauf Arbeiten bediente.