Druckschrift 
5 (1879) SJ - Z
Entstehung
Seite
113
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TB. Nr. 535 .-537 . 18

Folge vmi 4 Blättern mit Mustern zu Agraffen, auf schwarzemGrande. Jede zeigt im Oval eine flgorllohe Darstellung, welche mitgrüsster Meisterschaft gestochen ist.

Aoussorst seltene Blätter.

Polgo von 4 Blatten) mit Garnituren zu Dogen, Dolchscheidenund Griffen. In Medaillons sieht mau biblische und mythologischeDarstellungen. Mit dem Namen und den Initialen. H. 96 m„ Br. 83 m.

Sehr seltono Blätter.

535. Thomas Bewick, ein ausgezeichneter englischer Form-

Schneider, dossen Anregungen man, nicht nur in Eug-

HR ""PL land, sondern auoh auf dem Continante, die Wiodor-

___ p -"-^ aufnähme des Formschnittes hauptsächlich zu danken

c Tfi hat. Er war zu Ohorryburn 1758 geboren und starb

(y-'/'J zu Newcastlo 1828. Von Haus aus Eupfersteoher und

als solclior ein Schüler Beilby's, trieb er anfänglichdas Pormschneiden nur nubonboi; donnoch brachte er os rasch zuoiner solchen Fwrtigkeit, dass er seilen im Jahro 1775 mit einem, nacheigener Zeichnung geschnittenen Blatte, oinem Jagdhunde, den vondem Londoner Kunstverein für den hosten Holzschnitt ansgosotztonPreis gewann. Bewick wendete sich hierauf ausschliesslich dor Holz-schneidekunst zu, und die nächste Frucht seiner Vervollkommnung darinwar sein Fabelbuch, 1781 ; ferner eine Naturgeschichte der viorfüssigonThiere, welche nach eigenen trefflichen Zeichnungen 1790 zu Newcastlound 1811 in London erschien, wie 1809 eine Naturgeschichte dor bri-tischen Vögel, Dor Formschneider excellirt in dioson Werken zugleichals gowundtor, fein beobachtender Thiorzoichner. Musterhaft ist auchseine Darstellung der Pflanzenwelt in Thornton's „A New family horbal.London 1810". Mit Holzschnitten von ihm nach Zeichnungen vonBenderson, Bewick lieferte ausserdem noch verschiedene andere Illu-strationen und manches berühmt gewordene einzelne Blatt aus demLeben der Thierwelt, wie Chillingham-Bull, das kranke Pferd u. s. w.Durch seine Verbesserungen der Technik erzielte er eine Wirkung,welche dem tief im Verfall befindlichen Formsehuitf seiner Zoit voll-ständig fremd war, und diese Wirkung seiner Arbeiten wird durch seinegeistreiche, kecke Zeichnung noch erhöht, Unter den trefflichen Schü-lern, die er ausbildete, nennen wir: Chariten, Nesbit, Olonnel, Roh.Johnson und W. Harwey.

Bewick hodionto sich obiger Zeichen, moistens des zwoiten, weissauf schwarzom Grunde.

V

536. T. Bortron, Kopfersteoher, welcher, nach Heineire, Dict. II,j). 05t, zu Paris um 1705 lebte, einige Folgen von Blumen,nach der Natur gezeichnet, publicirte, und sich dos hier wieder-gegebenen Monogramms bediente. Die eine Folgo führt denTitel: „Paniers et corheilles do fleurs".

537. Dieses Monogramm steht auf einem Holzschnitte, wolclior

die Beerdigung der Maria vorstellt. Das Zeichen des

r LF unbekannten Formschneiders ist am Grabe angebracht,

0^^3=5, Xj weitor unten rechts findet man noch die Buchstaben

G. P. P, welche sieh auf den Zeichner beziehen dürften.

Nach Bartsch, welcher das Blatt beschreibt, bositzt die Hofbibliothek

zu Wien die Holzplatte. H 4 Z. 6 L., Br. 4 Z. 1 L.

MoiiOfjrammlaten. Bd. V. g