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wie es ja unsere heutigen Kunstler zuweilen noch zu fluni pflegen,Letzteres wird von Ridolfj bestätigt). Derselbe sagt ausdrücklich: dassTizian die Zeichnung auf die Holztafebj selbst Aufgetragen habe, welcheBoldrini, Andreani u. A. geschnitten.
479. Anf Erzeugnissen der Manufactur von Bevres vorkommend,'J 1 pflogt der Buchstabe T. das Jahr 1772 zu bezeichnen. Die genannte
Manufactur datirte lange Zeit, von 1753—96. dnroh Buchstabonstatt durch Zahlen, A ist 1753. Von 1778 an beginnt das Alphabetvon vorn, jedoch mit verdoppelten Buchstaben; so dass also AA: 1778und RR: 1795 bedeutet. Vergl „The Oolleetnr's Hand Hook of Marksetc. by W. Chaffers," p. 125.
480. Johann Heinrich Tischbein, der Jüngere, Maler und l.'adirer,rj-, ^ geb. zu lla.vna 1742. gest. zu Kassel 1808. Er lernte
1 . <J. hei seinem gleichnamigen Oheim) verlegte sich aber
i/°5 auf die Landsehafts- und Thiormaloroi. Später wurde
er Inspoctor der Valerie zu Kassel. Seine Oelgemälde
sind nielit zalüreich, viel dagegen beschäftigte ihn die Aetzkunst, überweleln' er auch eine Abhandlung, Kassel 1790, veröffentlichte, Dasradirte Werk Tischbeins belauft sich naoh Rost auf ungefähr 181 Ulattor.Mit obigem ersbon Buchstaben sind folgende zwei Blätter signixt:
Kin Mann im Mantel, zu Pferd. Mit der Jahreszahl 1785. Qu, Fol.
Httgeliche Landschaft mit Hütten und Bäumen, nach einer Zeich-nung vini G. v. Eckhout, kl. Qu. Pol.
Die zweite Bezeichnung findet sich auf einem Blatte mit einemLöwenkopfe und auf einigen Landschaften nach verschiedenen Meisternin der Arbeit, welche Tischbein unter dem Titel ,,Anieeixunfi zurJtathr- und Ezkunxt" veröffentlicht bat.
481. liei Deutung des Zeichens T auf alten Holzschnitten aus
der Kranachgeben Schule dürfte auch, wie bereits an einer früheren1 Stelle unseres Werkes gesagt, Franz Tymmormann, ein Hamburger
Maler, zu berücksichtigen sein. Derselbe wurde 1538 vom Hat he
der Stadt Hamburg in die Schule des Lukas Kranach geschickt, undbeisst, in stallt isehen Rechnungen bereits im Jahre 1541 Maler desKäthes, Es scheinen keine Bilder Tyminermaniis auf uns gekommenzu sein.
482. Auf geschnittenen Steinen neuerer Zeit kommt ein kloinos% . griechisches r vor, Dasselbe besieht sich zuweilen auf die Tettel-
bach's, eine Familie, welche in drei Gliedern als Edelsteinschnniderin Dresden thätig war. Sie bedienten sieb verschiedener Zeichen undes muss dabin gostellt bleiben, ob das inredestobende dem GottfriedBenjamin, 1750—1813, oder oinom seiner boidon Sühne Paul ClemensAlexander oder Carl Felix ausschliesslich angehört.
483. Constant Troyon, französischer Tbier- und Landschaftsmaler,
Tgeb. am 25. August 1810 zu Sövros. Der Sohn oinos Ange-stellten an der dortigen Porzollanfabrik, machte er an der-selben soine ersten Kunststudien. .Doch gab or früh dasl'orzellaninalon auf und wendete sieh mit Eifer dor Landschaft zu.Anfänglich dor herkömmlichen classiscben Richtung folgend, erweitertendoch bald einige Studienreisen seinon Gesichtskreis und mehr an hol-ländische Vorbilder und an die Natur sich haltend, entwickelte er sichzu einem der geschätztesten Thiermaler der Neuzeit. Vortrefflich ist-
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