SV. Nr. 411 — 414.
67
Diesei Kopf isl auch von P. Louw gestochen worden; das Original-Gemälde von Rernhrandt befindet sich in der Qaderie zu Kassel. 8.
Ausser diesen Blättern sind noch einige Kadiningen in der vonHoogstraten 1678 publicirten Abhandlung über Malerei mit den Buch-stabon S. >'. II bezeichnet,
411. Giulio Sanuto, Kupferstecher, welcher um die Mitte des16. Jahrhundert« in Venedig thätig war.
Bartsch, XV. p. 499 ff., beschreibt fünfBlätter dos Künstlers.a Nagler giebt im Lexikon Zusätze. Das Mono-
" gramm sieht auf einem Blatte mit der Ver-mahlung der hl. Jungfrau mit Joseph. II. 13 Z.7 L.. Kr. 7 Z. 8 I.- Links unten findet sieh der Buchstabe K., wes-halli wnhl auch Bartsch die Coniposition dein llafael beilegt. DerKünstler bediente sieh noch eines aus den Buchstaben J. V. F. be-stehenden Monogramme.-;, welches mit Julius Vcnetut) facitbat zu lesen ist.
41^. Hans Veit Schnorr von Karolsfeld, Maler. Zeichner und
Radirer, geh. zu Schneeberg im Krzgebirgo 1764, gest. zu
y. If Leipzig 1811 als Director der dortigen Kunstakademie.
Auf einein Stich von Steinla . wie auf einem Holzschnitt
von Stehmann nach dem Meistor wird letzterer in dieser Weise bezeichnet,
413. Simon de Vlieger, berühmter Marinemaler, Zeichner und
/Radiror, geb. zu Amsterdam angeblich 1612, dochdürfte das Geburtsjahr weiter hinaufznrücken sein, daein in der Eromitage zu 8t, Petersburg befindlichesSeestttek Vliegor's von 1624 datirt ist. Kr starb wahr-scheinlich in Amsterdam um 1070.
Von den Signaturen seiner prächtigen Zeichnungen und seines,ungefähr 20 Blätter zählenden, von Bartsch eingehend beschriebenenWerkes ist schon die Rede gewesen, nhige Bezeichnung, SimonVlitger invenit bedeutend, findet sich auf einer Radirang S. Savry'snach des Meisters Erfindung. Eine Zigeunerin hält ein gekröntos Kindin den Annen. Halbe Figur. Links in der Ferne das Lager. Obenrechts auf einem Baumstämme steht das Zeichen. Das Motiv der Dar-stellung ist einer holländischen Comüdio : ., Die Zigeunerin " entnommen.Die Radirung ist, mit, dem Grabstichol beendigt. IL 4 Z. 8 h.; Hr. 3 Z." 10 L. Selten.
414. Sienwert van der Heulen. Zeichner und Kupferstecher, derKmle des 17. und Anfangs des 18. Jahrhunderts thätigwar. Der Künstler, dessen Lebensverhältnisse unbekannt,wird von R. van Lyndon und A. v. d. Willigen, „Gesch.der vaderl. Schildorkunst," 1. 275, erwähnt.
Die obigen ersten Zeichen linden sich in einer Folge
von l(i gestochenen Blättern, welche verschiedenartige
Vogel enthalten. Kl. Qu. Fol. Verlegt, von Peter Schenkin Amsterdam.
Die beiden anderen Zeichen kommen in einer Folgevon H Garten• Ansichten vor, welche den 'litcl führt:Oezigten cn Perspectiven wo ixi't Leven als anders iii't Coper gebrachtdoor Sicuicert Vander Meuten, Anno MDCCVII. l'.r. Kl. Fol.
Ebenso noch in einer Folge von IG radirten Blättern nach demKünstler, von van der Latin , Darstellungen von Schiffsrhedon, Calfatcnider Schiffe, Stapellaufen u. s. w., mit schonen Hintergründen. „Nävi-giorum Edificatio." Gr. 8.
MO
Sv.A! .JV/W in,.