ST. Nr. 363-364. 75
363. Stefano della Belli», Zeichner und (upfar&tzer, geb. zu
Florenz Kilo, gest. 1064, Bohülei des liemigiu«Steff della bdla Canta-Gallina,, hinterliess ein« grosse Zahl Ra-dirungen, über wiche ein Katalog von .Tombertvorhanden ist. Ein Blatt mit einem Satyrknabon auf einem Bocke, ov. 4,ist in dieser Weise bezeichnet.
364. Moriz Möller, Kupferstecher, ward« im Jahre 1791 n Stoinla
am Harz als Sohn eines Predigers geboren und nahmSteinla, später, um sicli von Gleichnamigen zu unterscheide*, vondiesem seinem Heimathorto den Namen Müller-Stoinla odorkurzweg Stoinla an. Die meisten seiner Arbeiten tragen letzteren Namen,unter welchem der Künstler allein auch in der Kunstwelt bekannt ist.Diese Pscudoiiymitiit räumt ihm einen l'latz in unserem Werke ein.Der Künstler machte auf der Dresdener Kunstakademie seine Studienund ging dann nach Italien, wo er den Unterricht der berühmten Mei-ster Giuseppe Lnnghi in Mailand und des Iiafnel Morghen in Florenzgenoss. Nach Dresden zurückgekehrt, wurde er Professor an der dor-tigen Kunstakademie, Seit dieser Zeit, 1831, blieb er ohno Unter-brechung in Deutschland, abgerechnet eine zweite kürzere Reise nachFlorenz und oinon mit Passavant, dem bekannten Kunstschriftsteller,unternommenen Ausflug nach Spanien. Am 21. Septcmbor 1858 starbSteinla. Dio zahlreichen Kunstsachen, wio altitalienische Bilder, Mün-zon u. s. w., welche er hinterlioss, gingen grösstenthefls in den Besitzder königl. Sammlungen zu Dresden übor. Als seine Schüler sind dieKupferstecher Scmmler, Planer und Büchcl zu nennen.
Stoinla bofasste sieh zu Anfang soiner künstlerischen Laufbahn auchmit dem Formsclmitt. Unter Nr. 1993 des vorigen Bandes dieses Werkeswird ein derartiges Blatt seiner Hand, nach Hans Veit Schnorr v. Carnls-felil aufgeführt. Das Blatt ist mit M. M., d.h. Moriz Müller, bezeichnet.Ebenso malte er. Die Dresdener Galerie, besitzt sein eigenes Bildniss,signirt M. Steinla sc ips. pinx. ISM. Auch hat man des KünstlersBildniss in einer bronzenen Medaille von seiner eigenon Hand. Dieselbezeigt dio Umschrift: Mtiur. Steinla AKT S. 46. a. (SM SU Il'SE sc.Auf der Rückseite ist ein Labyrinth, mit den Buchstabe*; S A. N. P.
Von Steinla's trefflichen, ebenso treuen, als schon behandelten(irabstichelarheiten nennen wir:
La Madonna della cattedralo di Lucea, nach Fra. Bartolomeo.Lueea, Fanucchi. Drucker Della Borda Koy. Fol.
Das berühmte Gemälde ist gleichzeitig von Jesi gestochen worden.
Dio Madoa&M della, Misorioordia, nach Fra Bartolomeo. Gr. Fol.Nach dem Lexikon von einem englischen Meister begonnen und vonSteinla 1838 vollendet. Das Blatt ist uns unter Steinla's Namen nichtvorgekommen. Vielleicht ist dor Stich von Georg Saundors hier gemeint.
Christus vom Kreuze abgenommen, umgeben von Johannes und zweiMarien. Die Pietä, mich Fr* Hartolomco. Für L. Hardi's Imp. et KoaleGaleris dl Palaxse l'itti gestochen 1830. Gr. Qu. Fol.
Der Zinsgroschen, nach Tizian. Fol. Für das Kupferstichwerk derkgl. Gcmälde-GaIlorie zu Dresden gestochen.
Es giobt einen schönen ersten Abdruck nach Vollendung der Platte,der, eingeritzt, die Umschrift trägt: ..Tizian, gemalt und gezeichnet zuDresden und gestochen m MaOnnd und Florenz ron Moriz Steinla 1827."
Die Bolbein'sche Madonna, nach dem Dresdener Bilde. Mit derUnterschrift: Snnctissima mater Bei . . . .1/. Steinla del et acri ineiditDresdac hS41. Imp. Fol.
Vor dem Künstlernamen nur wenige Abdrücke,