24 SL. Nr. 133-135.
133. Lorenz Strauch, Muler und Radirer zu Nürnberg, geb. 1554.
gest. 1H80 nucii Anderen 163t>.Derselbe war besonders als Porträt-maler geschätzt : doch hat er auchU, j- f\ ' I \_/ I I Ansichten von Städten und an-
*P t Q f// / deren Ortschaften gezeichnet und
i^"^ J I selbst auf Kupfer radirl. II. Wochtor,
die beiden Tioschel, Q. Strauch, dar von Saudrart, .1. F. Loonart, uu<landere Kupierstecher haben nach ihm gearbeitet. Bartsch könnt in
seinem Pointro Graveur, IX, von Strauch nur die, Ansieht des Markteszu Nürnberg, ein Blatt, das jedoch, wie man neuerdings annimmt, vonanderer Hand und nur nach seiner Zeichnung gestochen ist. Heller,ebenso wie Naglor beschreiben weitere Blätter, darunter jedoch einige,die ebenfalls nicht von unserem Künstler herrühren. Die neueste undvollständigste Beschreibung des Strauch'schen Werkes lieferte A. Andersenin seinem „Deutschen IVintro-t.Jravour". Derselbe kennt 23 Blätter,
Strauch bediente sieh auf diesen Diätturn, wie auch auf seinenBildern der beiden ersten /eichen. Dieselben haben grosse Aehnlioh-keit mit dem Monogramme Luc. Schnitzer'* und L. Stör's, mit welchensio auch öfters verwechselt worden sind. Noch fand Brulliof das hiermitgetheilte dritte Zeichen auf einem Bildniss, welches ebenfalls füreine Arbeit Stratich's galt; da über letztere nichts Nähores mifgcthciltwird, so muss dahin gestellt bleiben, ob das Zeichen unserem Künstlerwirklich angehört.
134. Ludwig Schwanthaler, der berühmte Bildhauer, geb. 1802
zu München, gest. 1848 daselbst.
Auf den meisten Zeichnungen undModellskizzen Soliwaiithalers findetsich sein Monogramm in den beidenersten von uns milgothcilten Korinen.Immer ist mehr oder wehiger die Gestalt des Schwanes darin ange-deutet, selbst wo es ganz flüchtig, wie in dem zueilen Zeichen, hinge-schrieben ist.
\i Das dritte Zeichen steht auf einer Originalradirnng im
(J v Albuni deutscher Künstler. Düsseldorf, .1. Buddeus. Die
I ; . Padining stellt die Loucothua dar, wie sie den Odysscus aus
ei^ dem Sturme rettet.
Mit dem vierton Zeichen ist ohie der romantischen Zeich-nungen signirt, wdlcho Franz Trautmann in seinem liebenswür-digen Buche: „Ludwig Schwanthaler.-; Reliquien" niithcilt.Die Zeichnung ist betitelt: „Dor Ehfenhola der Hunipcnburg".
Noch veröffentlichte Brulliot, B. III, App. I, 321, zwei Zeichen,ebenfalls aus den verschlungenen Initialen bestehend.
135. F. Siegmund Lachenwitz, Thiermaler, geb. im Jahre 1820"T"* zu Neuss, machte von 1840 bis 1847 seine Studien an der^ Akadoinie zu Düsseldorf und lebte dann daselbst bis zu seinem
\ ~J im Jahre 1868 orfolgten Tode. Zu seinen grösseren Bildernwählto der Künstler nioistonthoils wildbewegfe Jagd- und Kampfseonon:von Panthern überfallono .Biiftbl, Pferde von Wölfen gejagt u. s. w.Aber auch kloinere Thiere, nie Affen, Füchse, Hunde stellte er gernund zwar oft in komischen Situationen dar. Herr A. Kahne auf Schlote
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